Archive for the ‘Medien’ category

Sie sagen.

Januar 31, 2013

Sie sagen

Sie sagen, Männer sind eben so.
Sie sagen, Frauen auch.
Sie sagen, es wäre der falsche Zeitpunkt für.
Sie sagen, es wäre eine Kampagne gegen.
Sie sagen, das alltägliche Balzverhalten zwischen Mann und Frau.
Sie sagen, stellt euch nicht so an.
Sie sagen, das tut doch nicht weh.
Sie sagen, wenn ihr so empfindlich seid, habt ihr da und dort nichts verloren. (mehr…)

2012. Pro. Kontra.

Dezember 30, 2012

minusplus2012

Pro
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Durch die Nacht mit … Amerika 2012.

November 7, 2012

Zusehen, wie Moderatoren an riesigen LCD-Bildschirmen interaktiv in Landkarten hineinzoomen.

Zusehen, wie sich Landstriche rot und blau färben.

Zusehen, wie dabei Zahlen um Zahlen aufploppen.

Sich in diesen Zahlen voller Begeisterung verlieren.

Verstehen, weshalb 1% bestätigter Daten ausreichen, um die fehlenden 99% zu berechnen.

Die Zahl 270 sehen.

Ohio hören.

Ohio hören.

Ohio hören.

Zusehen, wie beständig Countdowns runterzählen.

Zusehen, wie ein Außenreporter in einem Wahllokal die Ergebnisse an einer Tafel zeigt und dabei von “Old School” spricht.

Hören, wie im Studio der Moderator vor einem riesigen LCD-Bildschirm sagt: “Nothing wrong with Old School. But we like the New School Magic.”

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Im Zweifelsfall für das Gegenteil.

September 23, 2012

Ab jetzt schreibe ich: »Das Gegenteil von Henry Sy«. Auf Facebook.

Clint, der mit dem Stuhl spricht.

September 4, 2012

Letztens hat Clint Eastwood mit einem Stuhl gesprochen und dabei so getan, als säße Barack Obama darauf. Das hat eine Menge Spott und noch mehr Mitleid hervorgerufen. Im Sinne von: Hier zerstört sich eine Legende selbst.

Jon Stewart sieht das anders. Jon Stewart sagt, dass Clint Eastwood mit seinem Auftritt ein ultimatives Bild über den aktuellen Zustand der Republikaner (und die aktuelle amerikanische Politik) produziert hat. Er bringt diese Pointe: Der unsichtbare Obama auf dem Stuhl ist nicht unsichtbar. Es gibt ihn wirklich. Allerdings können nur Republikaner ihn sehen.

Dieser Obama ist selbstverständlich Moslem. Kommunist. Sozialist. Nicht in Amerika geboren. Ein Radikaler, der mithilfe seiner Gesundheitsreform alte Leute umbringen lässt. Einer, der die Grundrechte des Einzelnen beschneidet, einer, der einen faschistoiden Staat errichten möchte, in dem die Regierung alle Kontrolle übernehmen will. Dieser Obama existiert in einer Parallelwelt, konstruiert von FOX News oder Radiotalkshows wie der von Rush Limbaugh.

Jon Stewart sagt: Clint Eastwood ist Schauspieler, er ist Regisseur. Er weiß, dass ein Bild erzählen kann, wofür sonst viele Worte nötig wären. Deshalb spricht er mit dem Stuhl, weil er zeigen will: es gibt keine Diskussionen mehr. Nur noch Monologe. Es braucht keinen Gegenüber mehr, der antworten, der sich verteidigen, der argumentieren kann. Der Gegenüber wird konstruiert, weshalb auch alles in ihn hineingedeutet werden kann. Anstatt Auseinandersetzung reden die beiden Seiten mit sich selbst und erfinden die Antworten des Anderen je nach Bedarf selbst.

Am Ende seines Beitrags wird Jon Stewart ernst. Er sagt, dass es Fragen gibt, denen sich Obama stellen muss, dass die Diskussion über seine Politik, seine Erfolge und Mißerfolge absolut legitim und notwendig ist (und fügt hinzu “Tune in next week”, meint damit den kommenden Parteitag der Demokraten). Aber, sagt Stewart, in einer Wahl sollte es nicht um einen ausgedachten Präsidenten gehen, nicht um den unsichtbaren Präsidenten auf dem Stuhl neben Clint Eastwood.

- Invisible Obama
- A nostalgic paradise

Wie Deutschland 2012 Europameister wurde.

Juli 3, 2012


Hätte Deutschland gegen Italien verloren, wenn eine der großen Chancen der Anfangsviertelstunde genutzt worden wäre? Ziemlich sicher nicht. Aber so geht Hummels Schuss nach fünf Minuten eben NICHT rein und die italienische Hintermannschaft murmelt sich den Ball fünf Zentimeter neben das eigene Tor, und schon stellt man hilf- und phantasielos Dinge in Frage, die über Jahre großartig waren.

Offener Brief von Arnd Zeigler

Deutschland – Portugal 0:1

Die deutsche Mannschaft startet schlecht ins Turnier. In einem zähen Spiel tun sich die Deutschen mit einer starken portugiesischen Defensive sehr schwer. Khedira flankt in der 72. Minute auf Gomez, der den Ball allerdings nicht optimal erwischt und knapp am Tor vorbei köpft. Als sich Boateng kurz darauf von Cristiano Ronaldo täuschen lässt, trifft dieser zur Entscheidung.

Die BILD schreibt: Zwerg Gomez und die zehn Versager. Beginnt jetzt das große Zittern?

Niederlande – Deutschland 1:1
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Höwedes.

Juni 19, 2012

Wenn das Spiel an dir vorbeiläuft, musst du was tun. Da kannst du nicht ewig in der Defensive bleiben. Wenn du nur verteidigst, kannst du nicht gewinnen. Die anderen stürmen und irgendwann werden sie ein Tor schießen. Du wirst diesen einen Schritt zu spät gekommen sein, du wirst ein einziges Mal nicht hoch genug gesprungen sein, du wirst einmal nicht auf den Ball geschaut haben, sondern auf den Mann und dich dann von einem Übersteiger täuschen lassen. Dann wirst du dir nicht anders zu helfen wissen, als das Bein lang zu strecken und loszutreten. Jemand wird zu Boden gehen, die Arme theatralisch von sich gereckt, leidend, voller Schmerz wird sich jemand auf dem Rasen kugeln, minutenlang, bis der Freistoß, der Elfmeter, die gelbe Karte gegeben ist. Draußen von den Rängen werden sie pfeifen, deine Nebenspieler werden dich zur Rede stellen, du siehst deinen Trainer hektisch gestikulieren. Du wirst ganz unten sein.

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Letztens war ich Urheber. Verwerter. Verwender.

Mai 14, 2012

Letztens war ich Urheber.
Ich habe einen Roman geschrieben. Ich habe sehr viele Stunden damit verbracht. Manchmal war ich voller Euphorie, manchmal frustriert, oft habe ich gearbeitet. Ich nutzte dabei auch die Werke anderer. Für einige Szenen nahm ich die Atmosphäre von The Virgin Suicides zum Vorbild, im Text verwies auf ich Superman, während des Schreibens hörte ich viel Musik. Eines Tages fand ich einen Verlag für mein Manuskript. Ich war froh, weil sich so die Wahrscheinlichkeit erhöhte, dass meine Geschichte gelesen werden konnte. Ich war froh, weil der Verlag sich um Lektorat, Satz, Öffentlichkeitsarbeit, Vertrieb und die Organisation von Lesungen kümmerte, weil er das weitaus besser konnte als ich und ich dadurch Zeit hatte, anderes zu tun. Schreiben beispielsweise. Ich war überrascht, wie viele Menschen in wie vielen Bereichen notwendig waren, um aus dem Manuskript ein Buch zu machen. Ich bin niemals davon ausgegangen, dass sich Kultur anhand ökonomischer Kriterien bewerten lässt.

Letztens war ich Verwerter. (mehr…)

Der Hashtag-Countdown.

Januar 5, 2012

Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll. Es gibt Präsidenten, die beginnen einen Krieg durch die Hilfe von Fehlinformationen. Andere fälschen sehr offensichtlich Wahlen. Oder entmachten das Verfassungsgericht. Bush, Putin, Orbán und natürlich Berlusconi. Alles Staatsoberhäupter in als offiziell so bezeichneten Demokratien. Natürlich hinkt dieser Vergleich, weil der deutsche Bundespräsident nur eine repräsentative Funktion erfüllt. Und außerdem einen verbilligten Kredit angenommen und dem BILD-Chefredakteur auf dem Anrufbeantworter gedroht hat.

Ich weiß nicht, ob das Bagatellen sind. Sehr wahrscheinlich nicht. Ich weiß, dass es Bagatellen sind im Vergleich zu anderen Verfehlungen, die Würdenträger in hohen Ämtern begangen haben. Ich weiß, dass man Verfehlungen nicht gegen Verfehlungen aufrechnen sollte, weil jede Verfehlung (oder jede Täuschung oder jeder Betrug oder jeder Machtmißbrauch) eine eigene Geschichte hat. Ich weiß nicht, ob die aktuellen Bagatellen/ Nichtbagatellen nicht längst Vorwand sind.

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2011. Pro Kontra.

Dezember 29, 2011

Pro

Niklas Luhmann
Black Swan

Tschick
Blue Valentine
Himmelsrand
Der Name der Leute
Das Gespenst des Kapitals
Fringe
Tree of Life
Nichts
Melancholia
Super 8
Tyrion Lannister
Toni Kroos
Submarine
Blankets
Nucky Thompson
Über uns das All

Kontra

Interviewbücher


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