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	<description>Alternativen zur Kapitulation</description>
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		<title>3Toastbrot</title>
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		<title>Lesereise (7). In Bochum. Das Hotelzimmer.</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 18:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>3toastbrot</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Der Schlaf und das Flüstern]]></category>
		<category><![CDATA[Lesungstagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesungstagebuch: Der Schlaf und das Flüstern.

Beginnen wir mit diesem Bild: Ein Stockentenschwarm bildet ein Muster auf dem Wasser einer Kläranlage. Die Kläranlage befindet sich direkt neben dem Rhein. Anhand der Wasserfarbe lässt sich kein Unterschied festmachen, aber ich vermute, es gibt einen. Weitere Bilder während der Zugfahrt: Friedhöfe neben Wohnwagenparks. Die Städtchen sehen noch mehr [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1526&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Lesungstagebuch: Der Schlaf und das Flüstern.</em></p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/bochum_1.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/bochum_1.jpg?w=450&#038;h=338" alt="" title="bochum_1" width="450" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-1528" /></a></p>
<p>Beginnen wir mit diesem Bild: Ein Stockentenschwarm bildet ein Muster auf dem Wasser einer Kläranlage. Die Kläranlage befindet sich direkt neben dem Rhein. Anhand der Wasserfarbe lässt sich kein Unterschied festmachen, aber ich vermute, es gibt einen. Weitere Bilder während der Zugfahrt: Friedhöfe neben Wohnwagenparks. Die Städtchen sehen noch mehr Playmobil aus. Alle Sandplätze werden Sonntagmittag von Männern benutzt. Auf dem Loreleyfelsen hängt die japanische und deutsche Flagge, die letztere auf Halbmast. Es wird gewunken. Ein Frachtschiff namens Sympathie zieht stromaufwärts vorbei. Und weil Brücken fehlen, wird schnell klar: wer einmal auf der falschen Seite des Flusses steht, bleibt auch dort. Bald verschwindet das Wasser und verschiedene Städte mittelerfolgreicher Fußballklubs schmiegen sich an die Gleise.</p>
<p><span id="more-1526"></span></p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/bochum_3.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/bochum_3.jpg?w=450&#038;h=235" alt="" title="bochum_3" width="450" height="235" class="aligncenter size-full wp-image-1529" /></a></p>
<p>Während die Schweiz das Christentum beschützt wird eingecheckt. Und das ist tatsächlich einen eigenen Absatz wert. Denn hier in Bochum findet etwas statt, das nicht ganz die Bedeutung hat wie die erste selbstgekaufte Platte oder das erste Konzert, aber zumindestens eine Liga darunter spielt: das erste Hotelzimmer auf dieser Lesereise. Was banal klingt ist möglicherweise ein Meilenstein, weil Hotelzimmer und Lesereisen gehören zusammen. Das kennt man aus Büchern, die Lesereisen von Autoren zum Thema haben. Es existieren eine Menge Legenden dazu und auch wenn ich nicht das Bedürfnis habe, heute Teil einer zu werden, bin ich einigermaßen gespannt. Schließlich ist jedes Hotel einem System unterworfen, mit eigenen Regeln und Codes. Das Handtuch zu Boden zu werfen zählt zu den gängigen. Das Glas zum Zähneputzen im Waschbecken zerschellen zu lassen nicht. Ansonsten fehlt an einer Tür die Zimmernummer, was erstmal Panik auslöst, sich bald aber als mein Zimmer entpuppt. Es gibt eine Menge kostenpflichtiger Wlannetze in der nahen Umgebung und ich spüre den Drang, mich einzuloggen, wahrscheinlich ins Internet und schon vor der Lesung den Text über die Lesung zu veröffentlichen.</p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/bochum_4.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/bochum_4.jpg?w=450&#038;h=247" alt="" title="bochum_4" width="450" height="247" class="aligncenter size-full wp-image-1530" /></a></p>
<p>Die Zeit vergeht aber anders und plötzlich ist da das Bermudadreieck. In Bochum! Ein Komplex unterschiedlicher Restaurants, Bars oder Musikhallen, den, wie später bekannt wird, Bochumer meiden, während das Umland an den Wochenenden hierher kommt. Das Umland heißt Sauerland. Heute findet in der Riffhalle die Abschlussveranstaltung des Literaturfestivals Macondo statt, der traditionelle Debütantenball. Und mir fällt zum ersten Mal bewusst auf, was ich bin: Ein Debütant. Endlich eine Schublade, die sich richtig anfühlt. </p>
<p>Drei Autoren werden lesen, ich beginne. Den Barhocker so nah wie möglich an den Lesetisch zu schieben und dabei versuchen, ein Mindestmaß an Ästhetik zu bewahren. Kurzentschlossen entscheide ich mich für andere Textpassagen als ursprünglich geplant. Das ist nicht zwingend rational, aber wenn man einmal angefangen hat zu lesen, gibt es keine Chance zur Umkehr mehr. Ich lese also einige Absätze bis etwas poppiges an meine Ohren dringt. Hier in der rotbeleuchtenden Riffhalle ist alles verstärkt. Mehrere große Lautsprecher, aus denen meine Stimmte kommt. Und Musik. Nicht gerade laut, sie könnte auch von einem vorbeifahrenden Auto stammen. Aber Musik. Zu kurz, um zu irritieren. Sie verstummt. Also jage ich weitere Passagen durch das Mikrophon. Dann kommt die Musik zurück. </p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/bochum_2.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/bochum_2.jpg?w=450&#038;h=209" alt="" title="bochum_2" width="450" height="209" class="aligncenter size-full wp-image-1531" /></a></p>
<p>Diesmal wird klar: Sie ist im Raum. Wird eingespielt, während ich lese. Und ich überlege, wie eine angemessene Reaktion aussehen könnte. Natürlich könnte ich aufhören zu lesen und beleidigt schweigen. Oder – und das wäre sicher Auftritt, nach dem man sich sehnen könnte &#8211; das Wasserglas wie letztens das Zahnputzglas zerstören, den Barhocker wutentbrannt von sich treten, das Buch in den Publikumsraum schleudern und dann, nach kaum einem Fünftel der Lesung, in der Hotelbar verschwinden, sich dort mit Cocktails verschanzen, um danach das Hotelzimmer gründlich auseinander zunehmen. Das wäre eine schöne Legende. Oder schön peinlich. Aber das bedingt sich ja meistens sowieso. Stattdessen versuche ich während des Lesens aufzuschauen und möglichst intensiv die Lautsprecher anzustarren: das ist nicht subtil oder konsequent, das ist instinktiv. </p>
<p>Und mir fällt ein, was das soll: Teil des Debütantenballs ist der DJ, der nach jedem Autor ein Lied spielt, welches er für passend zum davor gehörten Text hält. Eine Tradition, die mich, als ich zuvor backstage davon höre, in Ekstase versetzt. Und die Furcht, der DJ könnte „Ich+Ich“ auswählen. Daran erinnere ich mich jetzt. Und ich setze die Puzzleteilchen zusammen und kombiniere, dass der DJ gerade seine Musiksammlung durchgeht und vermutlich einen Tonkanal zuviel aufgezogen hat. Unabsichtlich, wie ich hoffe. Trotzdem versuche ich das Lied zu erraten. Es ist deutsch, soviel ist klar und ist es nicht „Ich+ Ich“, sondern eher schnell und … Die Ärzte müssen das sein. Aber kenne ich die Melodie? Und von welchem Album stammt es? Jedenfalls eine Menge Stoff zum Nachdenken. Außerdem muss ich ja gerade noch vorlesen. Da bin ich ganz froh, dass meine Blicke wirken und die Musik endgültig verschwindet.</p>
<p>Nachdem das letzte Wort von mir gesprochen ist, spielt der DJ das Lied, welches er als musikalisches Äquivalent zum Roman empfindet. Es ist „Golden „ von David Bowie. Das ist auf jeden Fall mehr als okay und bezieht sich auf das Kapitel „Das goldene Zeitalter“. Danach spreche ich mit dem DJ. Der sagt, die Ärzte wären Farin Urlaub gewesen und der härteste Konkurrent zu Bowie „Sunday Bloody Sunday“. Was sicherlich eine interessante Wahl gewesen wäre. Also interessant im Sinne wie man sagt, Sushi schmeckt interessant. Und er erzählt eine Menge über seine Arbeit, und das ist interessant, aber interessant-interessant. </p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/bochum_5.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/bochum_5.jpg?w=450&#038;h=221" alt="" title="bochum_5" width="450" height="221" class="aligncenter size-full wp-image-1532" /></a></p>
<p>Er spricht davon, dass er gern auf den Geburtstagen von 50jährigen auflegt, weil es da einen klaren zeitlichen Ablaufplan gibt. Dass 60- und 70. Jubiläen schwieriger wären, weil die Gäste dort keine Lieder verlangten, sondern einen Foxtrott oder eine Rumba. Davon, dass ihn unzufriedene Männer mit Schlägen bedrohten, weil er nicht den Wunsch ihrer Freundinnen spielte. Wie er sich standhaft weigert, DJ Ötzi oder Tim Toupet aufzulegen. Was Händehochsongs sind. Wie Gäste ihre Ipods zu ihm reichen. Oder sagen „Ey, ich bin auch DJ, ich kenn das, spiel mal Scooter“. Wir sprechen natürlich über Michael Jackson und dass er in den Wochen nach dessen Tod bis zu viermal am Abend dessen Lieder auflegte. Über seinen Hass auf „Like a Prayer“. Und Fettes Brot als Tanzflächenkiller. Dass Twist bei ganzen Jungen und Alten funktioniert. Und dass die 80er ihren Glanz verloren haben. Dr. Alban, Haddaway und Snap! ziehen aktuell und das führt zu der Erkenntnis: die 90er sind die 80er der späten 00er Jahre.</p>
<p>Das sind eine Menge guter Informationen. Damit geht es zurück ins Hotelzimmer, ohne Aufriss, ohne Spektakel spuckt uns das Bermudadreieck wieder aus und schon erscheint alles ein wenig selbstverständlich und ich freue mich, am nächsten Morgen das benutzte Handtuch auf den Boden des Badezimmers werfen zu können.  </p>
<p><em>Nächster Termin: tbc. </em></p>
<p><strong>Was bisher geschah:</strong><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/11/22/lesereise-6-in-koln-der-pathos">Lesereise (6). In Köln. Der Pathos.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/11/20/lesereise-5-in…rlin-der-rauch/">Lesereise (5). In Berlin. Der Rauch.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/11/03/lesereise-4-in…e-entscheidung/">Lesereise (4). In Weimar. Die Entscheidung.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/28/lesereise-3-in…mburg-der-plan/">Lesereise (3). In Hamburg. Der Plan.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/19/lesereise-2-in-frankfurt-das-mikrophon/">Lesereise (2). In Frankfurt. Das Mikrophon.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/09/auf-reisen-mit-einem-buch-i-werdau/">Lesereise (1). In Werdau. Die Anspannung.</a></p>
Posted in Buch Tagged: Der Schlaf und das Flüstern, Lesungstagebuch <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/3toastbrot.wordpress.com/1526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/3toastbrot.wordpress.com/1526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/3toastbrot.wordpress.com/1526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/3toastbrot.wordpress.com/1526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/3toastbrot.wordpress.com/1526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/3toastbrot.wordpress.com/1526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/3toastbrot.wordpress.com/1526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/3toastbrot.wordpress.com/1526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/3toastbrot.wordpress.com/1526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/3toastbrot.wordpress.com/1526/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1526&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Lesereise (6). In Köln. Der Pathos.</title>
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		<comments>http://3toastbrot.wordpress.com/2009/11/22/lesereise-6-in-koln-der-pathos/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 09:34:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>3toastbrot</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lesungstagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesungstagebuch: Der Schlaf und das Flüstern.

Es ist ja auch immer die Frage, welchen Ton man anschlägt. Denn es bestünde ja die Möglichkeit, alles zu ironisieren. Oder sehr abgeklärt zu beschreiben. Oder kühl zu sezieren. Oder gewichtig zu deuten. Und sicher auch selbstgefällig zu reflektieren. Hier soll ein Ton probiert werden, weil es vielleicht keine andere [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1513&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Lesungstagebuch: Der Schlaf und das Flüstern.</em></p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/koln2.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/koln2.jpg?w=450&#038;h=338" alt="" title="köln2" width="450" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-1515" /></a></p>
<p>Es ist ja auch immer die Frage, welchen Ton man anschlägt. Denn es bestünde ja die Möglichkeit, alles zu ironisieren. Oder sehr abgeklärt zu beschreiben. Oder kühl zu sezieren. Oder gewichtig zu deuten. Und sicher auch selbstgefällig zu reflektieren. Hier soll ein Ton probiert werden, weil es vielleicht keine andere legitime Art gibt, sich einem entscheidenden Thema der Reise zu nähern. Dazu wird ein Wort fallen, welches zwei Absätze weiter wieder auftauchen wird. Und am Ende. Das Wort heißt Pathos. </p>
<p>Denn man muss auch mal über Freunde schreiben. Weil das ja schön ist: durchs Land fahren und in Städte, in denen Menschen wohnen, mit denen man oft einige Zeit verbracht hat. Sie dann zu sehen und zu sprechen, ist besser als Facebook und die einzige Statusmeldung, die dabei zählt, ist die Erkenntnis, dass man so etwas viel zu selten macht. Da spielt das Real Life seine ganzen Stärken aus. Wenn man zu ihnen in die Wohnungen kommt und die Couch schon ausgeklappt ist und ein Handtuch bereitliegt und man spricht und sich für den Abend verabredet, an dem man zufällig auch noch liest. Und dann das schlechte Gewissen, wenn sie vielleicht doch das Buch kaufen, obwohl man weiß, dass man es ihnen eigentlich schenken müsste, das aber erst in der dritten Auflage geht. Und dann ist es ja meistens zu spät. </p>
<p>Freunde rufen auch in vielen verschiedenen Buchhandlungen an und bestellen das Buch, ohne es zu kaufen, in der Hoffnung, das Geschäft würde es so auf den Stapel neben der Kasse legen. Freunde gehen in andere Großketten und fragen mit tiefer Stimme, ob denn das „überall gelobte Debüt dieses spannenden Jungautoren“ vorhanden sei. Freunde sitzen in der ersten Reihe und schauen so, dass man sie während des Lesens gern und oft anblickt, Freunde bleiben danach länger und man fährt auf ihre Kosten U-Bahn. Freunde. Pathetisch gesprochen: das große Plusplus dieser Reise.  </p>
<p><span id="more-1513"></span></p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/koln1.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/koln1.jpg?w=450&#038;h=217" alt="" title="köln1" width="450" height="217" class="aligncenter size-full wp-image-1517" /></a></p>
<p>Im ICE von Berlin nach Köln scheucht eine Dame einen Bettler erst aus dem  Abteil, dann schwärzt sie ihn beim Schaffner an. Der Schaffner sagt, für ihn sei es wichtig, dass am Ende der Reise all seine Gäste noch ihre Wertgegenstände besäßen. Ansonsten reicht die Fahrzeit aus, etwa dreimal „13“ zu hören und „Tender“ fünfmal. In der Straßenbahn später „Am Ende denk ich immer nur an dich“ und was das bedeutet, können die Nahesitzenden kaum ermessen. </p>
<p>Am Abend findet die erste von zwei Lesungen in Köln statt. Auftakt ist im Raketenklub, eine Lesebühne, fünf Autoren, Donald-Duck-Sonette werden vorgestellt und ABBA eingespielt. Ein Mikrophon gibt es. Es hängt mit drei dünnen Tesafilmstreifen befestigt am Mikrophonständer und könnte jede Sekunde, garantiert gerade an der dramatischsten Stelle im Text, auf den Tisch und von da auf Boden krachen. Das wäre dann Punk, der sich ganz gut an einem Ort wie diesen machen würde. Aber es passiert nichts, nur bei der Goldfischszene und ich denke, „Die Goldfischszene funktioniert ja immer.“ Im Klub wird es kalt, was seltsam ist, weil es draußen warm ist, man sagt „Zu warm für diese Jahreszeit“, jedenfalls steht das auf den Infoschirmen, die in den U-Bahnen hängen, aber nicht in den Kölner U-Bahn. Das war Berlin. In Köln gibt es nur eine Regel die U-Bahn betreffend: Je später die Nachtubahn, desto höher die Dichte von Erbrochenenlachen. Das ist nicht schön, aber das ist Köln.</p>
<p>Am Freitag die zweite Lesung. Das Cafe Duddel trägt einen Katzennamen. Im Leseraum richten wir Sitzreihen und Bühne so her, wie wir das als passend empfinden und müssen dafür nicht viel ändern. Nirgends ist Tesa zu entdecken, nur Nägel in den Wänden. Dann ist auch schon die nächste Kickerpartie gegen den Verlag verloren und auf den Stühlen nehmen Menschen Platz. Und manchmal weiß man schon mit einem ersten Blick auf sie, ob ein Abend wunderbar werden wird. Was weniger an einem selbst liegt oder der Art, wie man liest, sondern vielmehr an allen, die diese achtzig Minuten mit Pola und Janek verbringen. Im ersten Kapitel schon Lacher. Also eigentlich keine Lacher, sondern eher ein Art kollektives Wiedererkennen in ausgewählten Textstellen, ein einträchtiges Bestätigen, dass die im Text verwendeten Metaphern nicht allzu schief sind. So interpretiere ich die Geräusche und ich bin erfreut und erstaunt und versuche nach Sätzen kleine Pausen zu lassen, um so den Geräuschen Raum zu geben, damit sie ausklingen können, damit der nächste Satz sie nicht zu brutal abschneidet. Und diesmal ist es nicht die Goldfischszene, diesmal ist es … am liebsten würde ich ja schreiben: so gut wie alle Ausschnitte, aber das wäre vermessen.</p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/koln5.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/koln5.jpg?w=450&#038;h=203" alt="" title="köln5" width="450" height="203" class="aligncenter size-full wp-image-1518" /></a></p>
<p>Aus der ersten Reihe kommt ein Zwischenruf, als ich auf den Umschlag und Lange Sömme verweise. „Ah, da liegen also sonnengebräunte Frauen im Gras“ wird gerufen und das ist freundlich gemeint, was vielleicht alle so empfinden, denn es wird gelacht. Wenn es doch mehr Möglichkeiten gäbe, Lachen noch anders auszudrücken als Lachen zu schreiben. Später ist Pause und der Zwischenrufer verlässt den Leseraum, um nicht mehr zurückzukommen. Ich denke, dass man damit leben müsste und es ist okay ist, wenn man Zuhörer wegliest. Dann erfahre ich jedoch, dass er sich im Gehen das Buch mitgenommen hat. Und sagte, dass er den zweiten Teil der Lesung nicht hören will, weil er fürchtet, zuviel  verraten zu bekommen und er die Geschichte lieber selbst lesen möchte. Das ist ein Moment, in dem auch Pathos darin scheitert, Hochstimmung zu beschrieben.</p>
<p>Im zweiten Block wird Essen bestellt und auf Bierbänken abgestellt und wird kalt, weil zugehört wird. Und als ich dann am Ende, nach der möglicherweise fragilsten Stelle im Buch sage, wie sehr mich die Lesung gefreut hat, dann ist das eine freche Untertreibung. Vor dem Cafe ist die Nacht längst über Köln gekommen. Sobald es hell wird, öffnen die Weihnachtsmärkte, in den Bäumen hängen schon Sterne. Ich weiß, dass ich frühestens in  fünf Stunden einschlafen kann. Nico spricht ein Wort aus, von dem ich glaube, dass es meinen / unseren Gefühlszustand vollkommen einfängt: beseelt. Da ist er wieder, der Pathos und es gibt keinen Grund, ihm das vorzuwerfen.</p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/koln3.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/koln3.jpg?w=450&#038;h=254" alt="" title="köln3" width="450" height="254" class="aligncenter size-full wp-image-1519" /></a></p>
<p><em>Nächster Termin: 29.11.2009, Bochum, <a href="http://www.die-lust-am-lesen.de/festival/index.html">Macondo-Festival</a> / Riff-Halle </em></p>
<p><strong>Was bisher geschah:</strong><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/11/20/lesereise-5-in…rlin-der-rauch/">Lesereise (5). In Berlin. Der Rauch.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/11/03/lesereise-4-in…e-entscheidung/">Lesereise (4). In Weimar. Die Entscheidung.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/28/lesereise-3-in…mburg-der-plan/">Lesereise (3). In Hamburg. Der Plan.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/19/lesereise-2-in-frankfurt-das-mikrophon/">Lesereise (2). In Frankfurt. Das Mikrophon.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/09/auf-reisen-mit-einem-buch-i-werdau/">Lesereise (1). In Werdau. Die Anspannung.</a></p>
Posted in Buch Tagged: Der Schlaf und das Flüstern, Lesungstagebuch <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/3toastbrot.wordpress.com/1513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/3toastbrot.wordpress.com/1513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/3toastbrot.wordpress.com/1513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/3toastbrot.wordpress.com/1513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/3toastbrot.wordpress.com/1513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/3toastbrot.wordpress.com/1513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/3toastbrot.wordpress.com/1513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/3toastbrot.wordpress.com/1513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/3toastbrot.wordpress.com/1513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/3toastbrot.wordpress.com/1513/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1513&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Lesereise (5). In Berlin. Der Rauch.</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 15:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>3toastbrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schlaf und das Flüstern]]></category>
		<category><![CDATA[Lesungstagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesungstagebuch: Der Schlaf und das Flüstern.

Berlin ist ja immer wie GTA spielen. Eine Spielwelt, in der alles möglich ist. Nach dem Intro tritt man vor den Bahnhof und eine gesamte Stadt steht zur freien Verfügung. Jeder kann gehen, wohin er will und tun, was er möchte. Manchmal hat das Konsequenzen, meistens nicht. Und diese Vielfalt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1509&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Lesungstagebuch: Der Schlaf und das Flüstern.</em></p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/berlin2.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/berlin2.jpg?w=450&#038;h=338" alt="" title="berlin2" width="450" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-1508" /></a></p>
<p>Berlin ist ja immer wie GTA spielen. Eine Spielwelt, in der alles möglich ist. Nach dem Intro tritt man vor den Bahnhof und eine gesamte Stadt steht zur freien Verfügung. Jeder kann gehen, wohin er will und tun, was er möchte. Manchmal hat das Konsequenzen, meistens nicht. Und diese Vielfalt der Möglichkeiten kann zu einer Lähmung führen. Weil: es gibt ja kein Ziel, nur eine rudimentäre Hauptquest, die aber sowieso nur den üblichen Schemata folgt. Dabei sind die Nebenmissionen der eigentliche Spaß an der Sache. Die Frage ist nur, wie man sie entdeckt. Vielleicht sollte man einfach nach Berlin Buch fahren und dort suchen oder hoffen, ein großer TV-Sender macht vor dem Brandenburger Tor eine Straßenumfrage zur Volkskrankheit Depression und man kriegt so ein paar Erfahrungspunkte gutgeschrieben.</p>
<p><span id="more-1509"></span></p>
<p>Das Handbuch zu alldem ist schmal, die wichtigsten Bedienfunktionen passen auf eine Seite mit großer Schrift. Das fängt schon damit an, dass man sich im öffentlichen Nahverkehr einer fremden Stadt wie ein gerade aus dem Koma Erwachter fühlt. Während die Masse die grundsätzlichen Funktionen des Lebens hier einwandfrei beherrscht und traumwandlerisch die Linien nutzt, muss ich an kleingedruckten Übersichtplänen die korrekten Richtungen entziffern und entscheiden, ob die Endhaltestelle Pankow, Spandau oder doch der Gesundbrunnen sein soll. Natürlich lache ich schon am nächsten Tag über diese gestrige Behäbigkeit, aber gerade ist gestern und damit jetzt und damit dauert alles viel länger als vielleicht mal geplant. </p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/berlin4.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/berlin4.jpg?w=450&#038;h=338" alt="" title="berlin4" width="450" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-1510" /></a></p>
<p>Schließlich dann in der Sonnenallee. Die wird ja, hört man, inzwischen auch loboisiert. Zwischen den Dönerbuden sieht man schon die Wlanwellen und das wirkt so ursprünglich wie, sagen wir mal, die Durchsagen auf Bahnsteigen, die auf den nächtlichen Pendelverkehr hinweisen. In der Yumabar soll Read On My Dear stattfinden. Eine neue Lesereihe, organisiert von Spreeblick. Drei Autoren, die zuerst aus „Schau gen Horizont und lausche“ lesen, einer Anthologie über Städte, die auch beim asphalt&amp;anders Verlag erschienen ist. Danach dann weitere eigene Sachen. Frédéric wird moderieren, er kümmert sich sehr nett um uns und trägt einen Hut, der später herumgehen wird. Der Hut. Die große unbekannte montetäre Variable, zu deren Vor- und Nachteilen man ganze Bücher vollschreiben könnte.</p>
<p>Heute wird es mal wieder unerwartet werden. Denn diesen Rahmen gab es so noch nie für den Roman; noch komplizierter ist es, die vermeintlich geeignetsten Textstellen auszuwählen, weil so ein bisschen Geruch von Slam liegt ja schon in der Luft, hier in der Yumabar. Vielleicht tut man Großstädten und den Bars dort Unrecht mit dieser Bemerkung, aber es fühlt sich im Moment so an, und ob das gut ist, kann ich so jedenfalls nicht entscheiden. Ob ich Nebelbomben werfen soll und dann funkensprühenden Teslastrom durch den Raum jagen müsste, damit alle gebannt sind und nicht bemerken, dass die beiden Kapitel, die ich lese, eigentlich keine Pointen enthalten. Da sind sie wieder, die Möglichkeiten, aber letztlich sitze ich dann doch am Mikrophon und lese, wie ich es für richtig halte in genau diesen Moment.</p>
<p>Und dann ist da noch Rauch. Extra Ventilatoren wurden eingebaut, weil Zuhörer von der vorherigen Lesung in den Kommentaren auf www.spreeblick.de darauf hinwiesen. Rauch weil Nikotin und da werde ich sofort leicht panisch. Die gesamte letzte Woche laufe ich schon mit einem Schal um meinen Hals, damit er nicht kratzt und mich im Stich lässt. Sogar geimpft wurde ich, um jedes Risiko auszuschließen und die drei Lesungen am Stück nicht zu gefährden. Und jetzt Rauch. Rotes Licht legt sich in die Schwaden und die gesprochenen Worte nehmen Form an. Das ist tatsächlich so schön wie es sich anhört. Aber eben nur bedingt in der Kehle. Das Wasserglas ist also schnell getrunken und Wasser bindet die Schadstoffe und ich denke, wie bescheuert eigentlich, dass ich daran denke und nicht, wie ich besser lesen könnte.</p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/berlin1.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/berlin1.jpg?w=450&#038;h=338" alt="" title="berlin1" width="450" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-1511" /></a></p>
<p>In der Couch versunken lauschen wir den Texten von allen. Und ich denke an das Wort „ficken“. Ich denke an die TV-Serien „Curb Your Enthusiasm“ und vor allem an „Deadwood“, in denen die englische Variante eine tragende Funktion besitzt. Und ich überlege, warum ich das Wort so selten, vielleicht auch noch nie, in meinen Texten benutzt habe. Ich höre zu und lasse die Gedanken schweifen und denke, dass man das Wort sparsam nutzen sollte. Das ist ein Ratschlag und ich überlege, warum ich ihn geben will und ich denke wieder an die offene Spielwelt, in der alles möglich ist und dass dieses Wort das Äquivalent dazu ist, weil es für alles stehen kann, es ist ein Füllwort so wie „also“ oder „vielleicht“ und weil es für alles stehen kann, steht es wiederum für nichts und dann steht da einfach nur ein Wort im Raum und schreit „Schaut mich an. Ich bin ein ganz schön krasses Wort, schaut mich an, denn ich trage eine digge Hose.  Alder.“</p>
<p>Allerdings, während Rauch das Wort noch umschmeichelt, färbt es dennoch auf mich ab und ich lese die heiklen drei Sätze auf Seite 65, zweiter Absatz, zum ersten Mal überhaupt, weil ich in dem Moment glaube, dass es richtig so wäre. Und tatsächlich gibt es Reaktionen, eine Art unsicheres Lachen, was mich sofort veranlasst, diese Stelle live zu kommentieren, was auch ein Lachen hervorruft und ich mich frage, ob das denn  überhaupt meine Absicht sein sollte. Klar, in dem Augenblick funktioniert das. Aber hinterher? Reduziert man das Gehörte nur auf die eine Stelle (die nicht erfunden ist, sondern auf Tatsachen basiert), obwohl die Stelle kaum repräsentativ ist für den Roman? Wieder so eine Frage.</p>
<p>Darüber habe ich viel Zeit zum Nachdenken, weil in der Nacht Pendelverkehr ist und jede Haltestelle zur Umsteigehaltestelle wird, worauf uns die Stimmen auf dem Bahnsteigen mit einer freundlichen 1:00-Nachts-Stimme hinweisen. </p>
<p><em>Nächste Termine: 19.11. Köln, Raketenklub, 20.11. Köln, Cafe Duddel</em></p>
<p><strong>Was bisher geschah:</strong><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/11/03/lesereise-4-in…e-entscheidung/">Lesereise (4). In Weimar. Die Entscheidung.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/28/lesereise-3-in…mburg-der-plan/">Lesereise (3). In Hamburg. Der Plan.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/19/lesereise-2-in-frankfurt-das-mikrophon/">Lesereise (2). In Frankfurt. Das Mikrophon.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/09/auf-reisen-mit-einem-buch-i-werdau/">Lesereise (1). In Werdau. Die Anspannung.</a></p>
Posted in Buch Tagged: Der Schlaf und das Flüstern, Lesungstagebuch <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/3toastbrot.wordpress.com/1509/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/3toastbrot.wordpress.com/1509/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/3toastbrot.wordpress.com/1509/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/3toastbrot.wordpress.com/1509/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/3toastbrot.wordpress.com/1509/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/3toastbrot.wordpress.com/1509/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/3toastbrot.wordpress.com/1509/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/3toastbrot.wordpress.com/1509/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/3toastbrot.wordpress.com/1509/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/3toastbrot.wordpress.com/1509/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1509&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Lesungskontent. Mit Dreamteam.</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 10:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>3toastbrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schlaf und das Flüstern]]></category>
		<category><![CDATA[Ilmenau]]></category>
		<category><![CDATA[Lesung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Eine Menge Lesungskontent hier auf dieser Seite zur Zeit. Und wird vermutlich noch ein paar Wochen so weitergehen. Aber: Darauf muss hingewiesen werden: An diesem Sonntag, den 15.11. findet in Ilmenau eine Lesebühne statt. Lesemarathon wäre der passendere Namen dafür. Denn was 16.00 Uhr beginnt, soll bis in die Abendstunden dauern. Und dabei ist das, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1500&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/dom.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/dom.jpg?w=450&#038;h=206" alt="dom" title="dom" width="450" height="206" class="aligncenter size-full wp-image-1503" /></a></p>
<p>Eine Menge Lesungskontent hier auf dieser Seite zur Zeit. Und wird vermutlich noch ein paar Wochen so weitergehen. Aber: Darauf muss hingewiesen werden: An diesem Sonntag, den 15.11. findet in Ilmenau eine Lesebühne statt. Lesemarathon wäre der passendere Namen dafür. Denn was 16.00 Uhr beginnt, soll bis in die Abendstunden dauern. Und dabei ist das, was ich persönliches Dreamteam bezeichnen muss. Vier Autoren, die ich kurz, langer und länger kenne. außergewöhnlich auf jeden Fall. Das sind (in alphabetischer Reihenfolge): <strong>Christian Schulteisz, Sebastian Dalkowski, Katharina Hartwell und Martin Zerrenner</strong>. Ich freue mich sehr darauf, mit ihnen gemeinsam zu lesen. Wer auch, der kommt in den <a href="http://www.bc-club.de/news_details.php?ID=1388">bc&#8211;club</a> ab vier Uhr. </p>
<p>Weiter geht auch die Lesereise zu &#8222;Der Schlaf und das Flüstern&#8220;. Vier Termine stehen an. </p>
<p>18.11.2009, Berlin: <a href="http://www.yuma-bar.de/">Yuma-Bar</a>, mit Xóchil Schütz &amp; Steffen Roye<br />
19.11.2009, Köln: Lesebühne im <a href="http://raketenklub.blog.de/">Raketenklub</a><br />
20.11.2009, Köln: <a href="http://www.solana-theater.de/duddel.html">Café Duddel</a><br />
29.11.2009, Bochum: <a href="http://www.die-lust-am-lesen.de/festival/2009/index.html">Macondo-Festival/Riff-Halle</a></p>
<p>Zu letzerem gibt es auch nettes Programm, welches man <a href="http://www.die-lust-am-lesen.de/festival/2009/Macondo_Programm_2009.pdf">hier</a> ansehen kann. </p>
<p>Das sind die Pläne. Darüber geschrieben wird auch. Bald.</p>
Posted in Buch Tagged: Der Schlaf und das Flüstern, Ilmenau, Lesung <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/3toastbrot.wordpress.com/1500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/3toastbrot.wordpress.com/1500/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/3toastbrot.wordpress.com/1500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/3toastbrot.wordpress.com/1500/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/3toastbrot.wordpress.com/1500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/3toastbrot.wordpress.com/1500/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/3toastbrot.wordpress.com/1500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/3toastbrot.wordpress.com/1500/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/3toastbrot.wordpress.com/1500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/3toastbrot.wordpress.com/1500/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1500&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Grippe. Die Gedanken. Die Nadel.</title>
		<link>http://3toastbrot.wordpress.com/2009/11/09/die-grippe-die-gedanken-die-nadel/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 12:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>3toastbrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemie]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>

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		<description><![CDATA[
Da sitzt man nun im Wartezimmer und hat nichts außer einer alten PM über Propheten und Gedanken zur Grippe. Die Gedanken sind verwirrend, nicht gerade furchtlos, nur verhalten optimistisch, aber im Grunde überzeugt davon, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun. Also heute. Sich impfen lassen gegen die zweite Welle der aktuellen Pandemie.
Zuvor gab es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1493&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/fleischgrippe.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/11/fleischgrippe.jpg?w=450&#038;h=338" alt="fleischgrippe" title="fleischgrippe" width="450" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-1497" /></a></p>
<p>Da sitzt man nun im Wartezimmer und hat nichts außer einer alten <em>PM</em> über Propheten und Gedanken zur Grippe. Die Gedanken sind verwirrend, nicht gerade furchtlos, nur verhalten optimistisch, aber im Grunde überzeugt davon, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun. Also heute. Sich impfen lassen gegen die zweite Welle der aktuellen Pandemie.</p>
<p>Zuvor gab es einen längeren Entscheidungsfindungsprozess. Von <em>klar lass ich mich impfen</em> zu <em>Da gibt es ja doch unterschiedliche Ansichten</em> zu <em>Da gibt es ja nur unterschiedliche Ansichten</em> zu <em>Ignorieren</em> zu <em>Möglichkeiten zur Impfung verstreichen lassen</em> zu: Eben heute. Im Wartezimmer. Da geht mir nochmal die pdf durch den Kopf, die ich letztens las. Verfasst von einem Frankokanadier, der von 800 in Amerika errichteten KZs schrieb, in die bald alle Impfunwilligen eingeliefert werden sollten, während der Staat mit der Hilfe von Tamiflu das eigentliche Virus aktiviert und so für Millionen von Toten sorgt.Dachte an die Dokumente, die auf die Ähnlichkeiten zur Golfkriegskrankheit hinweisen. Von dem Bekannten, der das Guillain-Barré-Syndroms bekam, das auch Nebenwirkung sein kann. </p>
<p><span id="more-1493"></span></p>
<p>Ich dachte an Talkrunden, in denen Regierungsvertreter praktisch zugaben, über Kosten und Zusammensetzung des Impfstoffes im Vorfeld nicht verhandelt zu haben. Wie Vertreter der Pharmaindustrie daneben standen und sich Hände rieben, hauptsächlich die eigenen. Ich dachte an die Zeitschriften und deren Schlagzeilen, die dafür verantwortlich sind, dass &#8222;Schweinegrippe&#8220; zum Wort des Jahres werden wird. Ich dachte an einen Bekannten, der sich vor einiger Zeit als Testperson für den Impfstoff für Geld zur Verfügung stellte. Ich dachte an die BILD und deren aktuelle, massive PRO-Impfung-Kampagne und dass ich gern nicht einer Meinung wäre mit BILD.</p>
<p>Während ich im Zimmer saß. Man hatte mir Informationsmaterial gegeben, welches die Nebenwirkungen und mögliche Risikopatienten auflistete. Ich unterschrieb und damit lag alle Verantwortung bei mir. Natürlich, bei wem auch sonst. Ich war nicht sicher, wie man von mir denken würde. Ob ich auch nur aufgeschreckt wäre von aktuellen Horrormeldungen (11 &#8211; in Worten elf &#8211; Tote) und deshalb Mitläufer wäre. Das wäre man ja immer, auch in bester Absicht, auch wenn man sich informiert im Rahmen seiner Möglichkeiten und die Entscheidung runterbricht auf: Glaube ich, dass mir eine eventuelle Nebenwirkung der Impfung mehr schadet als eine eventuelle Mutation der Grippe? </p>
<p>Da saß ich, dachte daran, dass ich mir gestern ein Weihnachtsgeschenk herausgesucht hatte. <em><a href="http://www.hall9000.de/frames/rezi.html?/rubriken/spiele/rezensionen/kritiken/pandemie.htm">Pandemie</a></em>, ein Brettspiel, in dem die Mitspieler miteinander kooperieren müssen, um den Ausbruch einer weltweiten Grippe zu verhindern. In den Kritiken hieß es, der Erfolg/Misserfolg wäre von Glück abhängig. Eine Wahrscheinlichkeit zu gewinnen von 50:50. Ein paar Seiten über Propheten später sticht eine Nadel in meinen linken Oberarm, die Ärztin klebt ein Pflaster auf die Einstichstelle, ich denke, dass ich vor wenigen Tagen eine Kritik zum neuen <em>Ich + Ich</em>-Album, deren erste Single <em>Pflaster</em> heißt, geschrieben habe. Dort stand: &#8222;Eine musikalische Pandemie von Trost&#8220;. Wenn man will, kann man überall Zeichen sehen, denke ich, man kann es aber auch sein lassen und gespannt das eigene Immunsystem dabei beobachten, wie es reagiert.</p>
<p>Letztlich hoffe ich, dass dieser Text auch längerfristig in der korrekten Kategorie steht. Also Leben.</p>
Posted in Leben Tagged: Bild, Impfung, Pandemie, Schweinegrippe <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/3toastbrot.wordpress.com/1493/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/3toastbrot.wordpress.com/1493/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/3toastbrot.wordpress.com/1493/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/3toastbrot.wordpress.com/1493/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/3toastbrot.wordpress.com/1493/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/3toastbrot.wordpress.com/1493/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/3toastbrot.wordpress.com/1493/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/3toastbrot.wordpress.com/1493/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/3toastbrot.wordpress.com/1493/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/3toastbrot.wordpress.com/1493/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1493&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">fleischgrippe</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Ich bin Graf von Monto Shizo und singe diesen Hit so.</title>
		<link>http://3toastbrot.wordpress.com/2009/11/07/ich-bin-graf-von-monto-shizo-und-singe-diesen-hit-so/</link>
		<comments>http://3toastbrot.wordpress.com/2009/11/07/ich-bin-graf-von-monto-shizo-und-singe-diesen-hit-so/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 19:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>3toastbrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eure Liebe tötet mich Ein leiser Hauch von Terror Die Folter endet nie Das Blut an meinen Händen Macht es nicht selbst Bitte oszillieren Sie Schall und Wahn Im Zweifel für den Zweifel Keine Meisterwerke mehr Stürmt das Schloss Gesang des Tyrannen Gift 
William Faulkner, Roman, 1929, Ende Januar als Musik.
Posted in Musik   [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1491&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Eure Liebe tötet mich Ein leiser Hauch von Terror Die Folter endet nie Das Blut an meinen Händen Macht es nicht selbst Bitte oszillieren Sie Schall und Wahn Im Zweifel für den Zweifel Keine Meisterwerke mehr Stürmt das Schloss Gesang des Tyrannen Gift </p>
<p>William Faulkner, Roman, 1929, Ende Januar als Musik<a href="http://www.tocotronic.de/neuigkeiten/#schall-und-wahn">.</a></p>
Posted in Musik  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/3toastbrot.wordpress.com/1491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/3toastbrot.wordpress.com/1491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/3toastbrot.wordpress.com/1491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/3toastbrot.wordpress.com/1491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/3toastbrot.wordpress.com/1491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/3toastbrot.wordpress.com/1491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/3toastbrot.wordpress.com/1491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/3toastbrot.wordpress.com/1491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/3toastbrot.wordpress.com/1491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/3toastbrot.wordpress.com/1491/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1491&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Lesereise (4). In Weimar. Die Entscheidung.</title>
		<link>http://3toastbrot.wordpress.com/2009/11/03/lesereise-4-in-weimar-die-entscheidung/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 06:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>3toastbrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schlaf und das Flüstern]]></category>
		<category><![CDATA[Lesungstagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesungstagebuch: Der Schlaf und das Flüstern.

Aber interessant. Da fällt schon mal die Hälfte weg von dem, was man schreiben könnte. Weil man in Weimar liest. Quasi Haustür. Einmal kurz raus und dann schon da. So bleiben die staunenden Beobachtungen über eine Stadt aus, all die ethnologischen Beschreibungen von vermeintlich Skurrilem. Und auch Anfahrt. Da ist [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1474&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Lesungstagebuch: Der Schlaf und das Flüstern.</em></p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/tisch.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/tisch.jpg?w=450&#038;h=296" alt="_tisch" title="_tisch" width="450" height="296" class="aligncenter size-full wp-image-1475" /></a></p>
<p>Aber interessant. Da fällt schon mal die Hälfte weg von dem, was man schreiben könnte. Weil man in Weimar liest. Quasi Haustür. Einmal kurz raus und dann schon da. So bleiben die staunenden Beobachtungen über eine Stadt aus, all die ethnologischen Beschreibungen von vermeintlich Skurrilem. Und auch Anfahrt. Da ist Alltag, da ist Lesung, da ist wieder Alltag. Innerhalb von zwei Stunden kann man so alles abhandeln. Das ist nicht verkehrt, aber auch nicht spannend.</p>
<p>Vermutlich. Denn dann sind knapp zehn Minuten bis zum Lesungsbeginn und knapp fünf Menschen sind schon anwesend, mich eingerechnet. Und einer sagt, hm, in Weimar, da kommen die Bürger immer schon mindestens eine Stunde vorher, um auch ganz sicher zu gehen und einer sagt, naja, aber in Weimar zählt das akademische Viertel doppelt, quasi Universitätsstadt. Und einer will schon die Kasse wieder wegschließen und ich sage vielleicht mal abwarten. Dabei ist das alles schön. Ein großes Buchgeschäft, zwei Etagen, oben nur antiquarisch. Hier bunte Stühle, dort eine integrierte Bar, an der auch Sekt ausgeschenkt wird und in der Mitte ein Tisch, auf dem eine Glaskaraffe mit stillem Wasser steht. Allein schon das Wort. Glaskaraffe. Genauso so bezaubernd wie vor zwei Tagen noch <a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/28/lesereise-3-in…mburg-der-plan/">Glasfassade</a>. </p>
<p><span id="more-1474"></span></p>
<p>Die Spannung also steigt. Ich fotografiere mich noch mal im Schaufenster neben Herta Müller und merke, dass so langsam eine Herta-Müller-Besessenheit Besitz von mir ergreift. Wäre „Der Schlaf und das Flüstern“ 2004 erschienen, dann wäre es eine Elfriede-Jelinek-Obsession und 1999 eine Günter-Grass-Manie. Da bin ich eigentlich schon ganz zufrieden so. Als ich wieder oben bin im Antiquarischen (und auf den Weg dahin noch super originell ein Buch über Goethe UND Schiller gekauft habe), hat das akademische Viertel gesiegt. Aber wie. Sehr schön. Menschen. Vor denen macht es immer noch am meisten Spaß zu lesen.</p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/schaufenster.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/schaufenster.jpg?w=300&#038;h=479" alt="_schaufenster" title="_schaufenster" width="300" height="479" class="aligncenter size-full wp-image-1476" /></a></p>
<p>Dann Eröffnungsrede. Das Buch hält posthum den MDR-Preis und ich die Möglichkeit, meine Idealvorstellung einer gelungenen Dramaturgie zu verwirklichen. Weil Perfektion. Jeder Satz handverlesen und jede Pause bedeutungsschwanger genug. Dreimal Lehrgeld bezahlt, damit hier alles Optimum ineinandergreift. Denn Perfektion ist nicht schlecht in der Stadt, die man als Lebensmittelpunkt bezeichnen würde. Morgen steht man den Gästen von heute zufällig an der Supermarktkasse gegenüber und da möchte man nicht gefragt werden, warum die Lesung am Tag zuvor so seltsam war, warum ich jeden zweiten Satz verhaspelt hätte und ich die Glaskaraffe tölpelhaft vom Tisch fegte oder ich plötzlich in Ohnmacht gefallen war und dann zuckend am Boden lag. In Heidelberg kann ich mich folgenlos so verhalten oder in Schwerin. Aber nicht in Weimar. Deshalb Druck.</p>
<p>Und weil Druck vorher Training. Die Textstellen im Vorhinein lesen, gern auch in unterschiedlichen Reihenfolgen. Der Stimme versuchen ein eigenes Leben zu verleihen, im besten Fall das der Hauptfiguren. Aber Training tötet auch spontan. Deshalb kein Training seit Hamburg. Und diese Pause dazwischen, wenn auch nur zwei Tage, wirken wie Ferien. Man kommt zurück und die Wohnung sieht gleichzeitig vertraut wie auch angenehm überraschend fremd aus. Und Wohnung ist Text. Und der Text ist vor allem an der gemeinen Stelle mit dem Goldfisch wirkungsvoll. So etwas merkt man. Weil: selten sind alle Sinne so aufnahmefähig wie beim Vorlesen. Jede Kleinigkeit rast mit der Subtilität eines Güterzugs in das Nervensystem. Jedes Husten wird zu einem Orkan, jedes Kleiderrascheln zu einem Erdbeben. Und aus der Vielzahl der Beobachtungen leitet man dann die Zustimmung ab. Ordnet sie ein in die eigene, geheimgehaltene Skala, die Auskunft darüber gibt, ob ein Abend okay, nett, schön, toll, großartig, geht so, den Umständen entsprechend bewertet wird, später im Small Talk. Man wird ja auch immer gefragt. Wie es war. Zum Glück.</p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/vorher.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/vorher.jpg?w=450&#038;h=295" alt="_vorher" title="_vorher" width="450" height="295" class="aligncenter size-full wp-image-1477" /></a></p>
<p>Jedenfalls der Goldfisch. Reaktionen, vereinzeltes Lachen sogar, obwohl die ausgewählten Textstellen keine Pointen enthalten. Fast bin ich sogar versucht, die heiklen drei Sätze auf Seite 65, zweiter Absatz zu lesen. Weil man trifft ja immer Entscheidungen. Beim Lesen. Lässt man den Abschnitt weg, fügt man dies hinzu, spricht man diesen Dialog mit besonderer Verve oder nimmt sich gerade zurück. Das ist ja spontan. Wenn das Training lang genug zurückliegt. Auch wenn ich das Gefühl habe, aus den Zeichen, die die Zuhörer mir senden, ablesen zu können, dass ich diese heiklen drei Sätze lesen könnte, entscheide ich mich dagegen, so wie wenn man auf der Autobahn 200 Kilometer die Stunde rast und in letzter Sekunde das Steuer herumreißt, um doch noch die Ausfahrt nach Sicherheitshausen zu nehmen. Aber okay. Muss ja noch mehr kommen können. Nichts ist langweiliger als Perfektion.</p>
<p>Dann Ende und Klatschen, das Buch wird eingeordnet und signiert. Man steht noch eine Zeitlang im Antiquarischen herum und verteilt Postkarten. Eine Freundin setzt, als gerade niemand hinschaut, die Glaskaraffe an den Mund und trinkt stilles Wasser Ex. Weil Brand. Schließlich Nacht.</p>
<p>So sind erstmal drei Wochen Romanlesepause. Drei andere Lesungen stehen aber zwischendurch an, ohne Roman. Aber Kurzgeschichte. Einerseits Freude anders lesen zu können. Andererseits auch ein Gefühl, so wie sich Fremdgehen anfühlen könnte. Der Autor als Verräter. Drei Wochen also und genügend Zeit, nochmal zwei Brennerbücher zu lesen. </p>
<p><em>Nächster Termin: 18.11. Berlin, <a href="http://www.yuma-bar.de/">Yuma Bar</a>, 20:00 Uhr</em></p>
<p><strong>Was bisher geschah:</strong><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/28/lesereise-3-in…mburg-der-plan/">Lesereise (3). In Hamburg. Der Plan.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/19/lesereise-2-in-frankfurt-das-mikrophon/">Lesereise (2). In Frankfurt. Das Mikrophon.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/09/auf-reisen-mit-einem-buch-i-werdau/">Lesereise (1). In Werdau. Die Anspannung.</a></p>
Posted in Buch Tagged: Der Schlaf und das Flüstern, Lesungstagebuch <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/3toastbrot.wordpress.com/1474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/3toastbrot.wordpress.com/1474/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/3toastbrot.wordpress.com/1474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/3toastbrot.wordpress.com/1474/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/3toastbrot.wordpress.com/1474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/3toastbrot.wordpress.com/1474/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/3toastbrot.wordpress.com/1474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/3toastbrot.wordpress.com/1474/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/3toastbrot.wordpress.com/1474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/3toastbrot.wordpress.com/1474/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1474&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Kino. Ein kompletter Film in Zeitlupe.</title>
		<link>http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/31/kino-ein-kompletter-film-in-zeitlupe/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 13:45:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>3toastbrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[(500) Days of Summer]]></category>
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		<category><![CDATA[Verblendung]]></category>

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		<description><![CDATA[Verblendung &#124; Das weiße Band &#124; Antichrist &#124; (500) Days of Summer &#124; Oben

Verblendung
Da saß ich also im Kino und verspürte wie selten zuvor in meinem Leben das Bedürfnis, meine Meinung lautstark von mir zu geben. Zu rufen „Das können die doch jetzt nicht machen“, „Oh, man ist das doof“ und einfach entrüstes Aufzuschnaufen. Solche [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1482&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Verblendung | Das weiße Band | Antichrist | (500) Days of Summer | Oben</em></p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/antichrist.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/antichrist.jpg?w=450&#038;h=261" alt="antichrist" title="antichrist" width="450" height="261" class="aligncenter size-full wp-image-1484" /></a></p>
<p><strong>Verblendung</strong></p>
<p>Da saß ich also im Kino und verspürte wie selten zuvor in meinem Leben das Bedürfnis, meine Meinung lautstark von mir zu geben. Zu rufen „Das können die doch jetzt nicht machen“, „Oh, man ist das doof“ und einfach entrüstes Aufzuschnaufen. Solche Sachen eben. Aber da ich Menschen, die so etwas im Kino tun, nicht besonders mag, habe ich mich zurückgehalten und nur am Anfang gesagt bzw. geraten „Bestimmt ist der Altnazi der Mörder“. Und das war ja dann auch fast richtig. </p>
<p>Alle, die sich jetzt ärgern, dass ich so fast das Ende verraten habe und deshalb nicht mehr den Film sehen wollen: Glückwunsch. Zwei Stunden Lebenszeit, in denen man Fingernägel schneiden kann oder die Steuererklärung von 2006 kontrollieren. Macht mehr Spaß als dieses Machtwerk. Gelesen hatte ich den zweiten Teil der Trilogie. Und war spannend und interessant. Und gleichzeitig hatte ich das erst gefühlt und <a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2008/10/30/lesen/">später geschrieben</a>: „<em>mit einem leicht sadistischem Hang, vornehmlich jüngeren Frau Demütigendes widerfahren zu lassen</em>.“ Ersetze „leicht“ mit „übermäßig“ und du hast einen Film, der vorgibt Krimi zu sein. Und das nicht mal so sauber, wie man das von skandinavischen Krimis gewöhnt sein könnte. Da kommen die entscheidenden Informationen [Spoiler]über die Bibelstellen und das Überleben des gesuchten Opfers [/Spoiler] einfach mal so. Mal eben recherchiert. Oder da liegt ein Zettel auf den Tisch. Plot geht anders.</p>
<p>Aber: Lisbeth Salander. Eine bisexuelle, nymphomanische, machosistische veranlagte, superschlaue und tätowierte Cybernerdpunkerin. Konstrukt nennt man das. Helmut Karasek wirft man seine Sexfantasien vor und Stieg Larsson verkauft damit mehr Bücher als Frank Schätzing Unterhosen? Eine ungerechte Welt und diesem Filmfall eine schaulustige. Das hat nichts mit den Abgrund der menschlichen Existenz zu tun oder die klärende Kindheitsgeschichte wird in den nächsten Bücher erzählt, sondern damit, dass man Lisbeth gern mal als Opfer zeigt, gern auch nackt. Mindestens genauso ärgerlich wie die großen Plotlöcher. Aber weil nur Meckern auch nicht richtig ist, an dieser Stelle die Empfehlung von „1974“ (und den Rest der Yorkshire-Ripper-Saga) von David Peace. Ein spannender Krimi, der mit drastischen Bildern arbeitet, der sich in Abgründe hineinwagt und diese nicht nur als Vorwand nutzt, um sich halbseiden daran zu ergötzen.<br />
<span id="more-1482"></span><br />
<strong><br />
Das weiße Band</strong></p>
<p>Vermutlich hat Haneke das gewollt. Dass mich „Das weiße Band“ kaum bis überhaupt nicht berührt. Weil Zufall findet ja in seinen Filmen nicht statt. Alles ist Wirkung und hier ist eben keine. Auf der einen Ebene. Die andere Ebene ist schon Respekt. Vor der formalen Strenge, von der Haneke keinen Zentimeter abweicht. Die kontrastreichen Bilder, die altertümliche Sprache der Figuren, das umständliche Um-den-heißen-Brei-reden, das allzu bewusst Offensichtliche von scheinbar Geheimen. Da rotten sich Kinder schon in den ersten Minuten vor Fensterläden zusammen und klar ist, wohin die Reise geht. Und spätestens, wenn der Herr Vater, der Herr Pastor seine zahlreichen Kinder mit der Gerte zu besseren Menschen erziehen will, beginnt sich der Kreislauf von Gewalt und Ursache von Gewalt zu schließen. Aber darum geht es vielleicht überhaupt nicht. Sicher sein kann man bei Haneke sowieso nicht. Ob die abstoßende Szene, in der der Dorfarzt als Arschloch überführt wird, bewusst aus dem Rahmen fallen soll. Oder Zeigefinger. Und wieso setzt Detlev Buck komische Akzente? Würde der Film in sich zusammenfallen, spielte er nicht am Vorabend des ersten Weltkrieges? Und wäre ohne jedes von verschüchtertem Kindermund gehauchtes „Ja, Herr Vater“ der Film nur halb so lang? Grandios das Schlussbild. Alle überlebenden Figuren warten in der Kirche auf die Andacht. Die Kamera steht am Altar. Da wird der Zuschauer zum Pastor. Also zur moralischen Instanz. Und da kann man sich sicher sein: Das hat Haneke so gewollt.</p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/felle.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/felle.jpg?w=450&#038;h=186" alt="felle" title="felle" width="450" height="186" class="aligncenter size-full wp-image-1485" /></a></p>
<p><strong>Antichrist</strong></p>
<p>Vermutlich hat von Trier das gewollt. Dass ich hin und wieder zu Boden blicke, um nicht auf die Leinwand blicken zu müssen. Weil schon viel Blut und Verstümmlung. Was ja genauso radikal sein kann wie, sagen wir mal, Erektionen. Besser noch: Erkenntnisse. Von denen hatte ich, wenn ich mich richtig erinnere, direkt nach dem Kinobesuch einige. Und alle vergessen mittlerweile. Deshalb versuche ich zu rekonstruieren: ich dachte, ein Film wie geschaffen für die Diplomarbeit in einem medienwisschaftlichen Studium, eventuell sogar Dissertation. Ich dachte, es ist okay, wenn Füchse „Chaos regiert“ sagen. Oder im Bau Kapitulation. Überhaupt spielt der Fuchsbau eine große Rolle im Film. Wie auch Zeitlupe. Gerade am Anfang. Da verwünscht man Dogma und hofft, von Trier würde einen kompletten Film in Zeitlupe drehen. Fünf Minuten einer Ehe als Epos. Wahnsinn wäre dabei, ein Willem Dafoe, der seltsamerweise nicht austickt, sondern sich beherrscht, selbst wenn Handwerkszeug seinen Bewegungsradius einschränkt und natürlich Charlotte Gainsbourg. Die ist das vollkommene Gegenteil ihres Albums „5:55“. Außerdem hatte ich noch intellektuelle Gedanken. Das von Trier vielleicht die wichtigsten Frauenfilme dreht. Dass es Frauenfilme eigentlich gar nicht geben sollte. Wie auch Männerfilme. Dass von Trier nicht das Schlimmste im Menschen sieht. Sondern das Allerschlimmste. Aber leider hatte ich diese Gedanken nur kurz nach dem Film. </p>
<p><strong>(500) Days of Summer</strong></p>
<p>Independentliebesfilme haben immer dann ein Problem, wenn sie zuviel gute Musik spielen. Das ist natürlich immer ganz zauberhaft, wenn Regina Spektor singt oder Feist. Oder sich eine Liebe über „There Is A Light That Never Goes Out“ definiert. Andererseits: man misstraut automatisch Filmen, die wissen, welche Knöpfe sie drücken müssen, damit ich aus dem Kino laufe und in offene Ohren brülle: „Vergiss die doofe Katherine Heigl, das hier geht ans Herz“. Die die Hauptrolle mit Zooey Deschanel besetzen. Und in denen Joseph Gordon-Levitt wie die Reinkarnation von Heath Ledger wirkt. Die schöne Cutszenen haben, die in der Chronologie springen, die schicke Zeichentrickanimationen einbinden, die Katzenkarten hassen und durch musicalähnliche Sequenzen Gefühlszustände kongenial ausdrücken. Die [Spoiler] sogar das Happy-End verweigern. In einem romantischen Film? [/Spoiler] Vielleicht war eines dieser Elemente zuviel, eine Nebenfigur zu sehr in den Konventionen des Genres verhaftet, einmal zu oft „Sweet Disposition“ eingespielt. Dafür aber der beste Schlusssatz, den ich seit langer langer Zeit im Kino hören durfte.</p>
<p><strong>Oben</strong></p>
<p>Die beiden negativen Beobachtungen zu Beginn: das Actionfinale am Ende und die durchaus schon so gesehene Sohn/Vater-Beziehung. Ansonsten würde ich mich gern zu der Behauptung hinreißen lassen, dass „Oben“ der beste aller bisherigen Filme von Pixar sein könnte. Beweis wären zum Beispiel die ersten zehn Minuten. Für dieses Gefühl benötigt „Forrest Gump“ drei Stunden und „Benjamin Button“ schafft das in keiner Sekunde. Diese Erzählung zweier Leben im Zeitraffer erweitert das dreidimensionale Kino um eine Dimension. Die entscheidende Dimension. Und natürlich Metapher. Der große Lebenstraum, symbolisiert durch ein an Luftballons hängendes und damit fliegendes Zuhause. Wie von selbst geht es in den Himmel und durch Stürme. Aber viel besser noch: wenn der alte Mann seinen Lebenstraum später hinter sich herzieht. Unter Mühen. Behindert seinen Weg. Bedroht sein Leben. Da wird der Traum zum Gewicht, das alles andere erdrückt. Visueller kann Kino kaum sein. Ein Bild, welches bleiben wird. Dankeschön, Pixar.</p>
Posted in Film Tagged: (500) Days of Summer, Antichrist, Das weiße Band, Haneke, Kino, Lars von Trier, Lisbeth Salander, Oben, Pixar, Stieg Larsson, Verblendung <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/3toastbrot.wordpress.com/1482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/3toastbrot.wordpress.com/1482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/3toastbrot.wordpress.com/1482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/3toastbrot.wordpress.com/1482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/3toastbrot.wordpress.com/1482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/3toastbrot.wordpress.com/1482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/3toastbrot.wordpress.com/1482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/3toastbrot.wordpress.com/1482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/3toastbrot.wordpress.com/1482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/3toastbrot.wordpress.com/1482/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1482&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Lesereise (3). In Hamburg. Der Plan.</title>
		<link>http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/28/lesereise-3-in-hamburg-der-plan/</link>
		<comments>http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/28/lesereise-3-in-hamburg-der-plan/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 19:36:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>3toastbrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schlaf und das Flüstern]]></category>
		<category><![CDATA[Lesungstagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesungstagebuch: Der Schlaf und das Flüstern.

Man macht sich ja Gedanken. Über Hamburg zum Beispiel. Und plötzlich steht man selbst an den Landungsbrücken oder sitzt im Bus nach Bahrenfeld und was Lied war, wird plötzlich Hamburg. Staunend blickt man zu den Backsteinkontoren hinauf, die sich in den Glasfassaden spiegeln. In Hafencity sehen die frisch gepflanzten Bäume [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1460&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Lesungstagebuch: Der Schlaf und das Flüstern.</em></p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/hamburg_1.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/hamburg_1.jpg?w=450&#038;h=293" alt="hamburg_1" title="hamburg_1" width="450" height="293" class="aligncenter size-full wp-image-1463" /></a></p>
<p>Man macht sich ja Gedanken. Über Hamburg zum Beispiel. Und plötzlich steht man selbst an den Landungsbrücken oder sitzt im Bus nach Bahrenfeld und was Lied war, wird plötzlich Hamburg. Staunend blickt man zu den Backsteinkontoren hinauf, die sich in den Glasfassaden spiegeln. In Hafencity sehen die frisch gepflanzten Bäume auf den Plätzen, die nach großen Entdeckern benannt sind, genauso aus, wie sich das die Praktikantinnen der Architekten so vorstellten, als sie das Modell von Hafencity optimierten. Die Menschen zwischen den Bäumen und Häusern und Superlativen sind dann lebendig gewordene Styroporfiguren. Bin also ich. In Kürze entsteht hier ein Viertel aus dem Nichts, das genausoviele Menschen beherbergen wird wie Weimar Einwohner hat. Da hat die Lobby der Glasfassadenindustrie exzellente Arbeit geleistet. Dass das Wort Glasfassaden allein im ersten Absatz schon zum dritten Mal auftaucht, ist kein Zufall, jedenfalls kein unbeabsichtigter.</p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/hamburg_4.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/hamburg_4.jpg?w=450&#038;h=338" alt="hamburg_4" title="hamburg_4" width="450" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-1464" /></a></p>
<p><span id="more-1460"></span></p>
<p>Aber eigentlich geht es ja um etwas anderes. Selbstreflexion gehört nicht dazu. Dafür ist es noch zu früh. Warum sollten die Texte über die Lesung schon nach zwei erschienen Texten die Lesung beeinflussen? Und trotzdem werde ich auf das Mikrophon, dem heimlichen Superstar des <a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/19/lesereise-2-in-frankfurt-das-mikrophon/">vorherigen Lesungsberichts</a>, angesprochen und gefragt, ob es mein Lesen heute in Hamburg verändern wird, bzw. eben nicht verändern wird. Denn heute gibt es kein Mikrophon. Wie es meistens kein Mikrophon gibt und diese Information macht den vorherigen Text im Prinzip überflüssig. Aber ich beschließe, mich darüber zu freuen, dass die Texte gelesen werden und dass es eindeutig zu früh wäre, darauf in den Texten einzugehen.</p>
<p>Gelesen wird im Cafe Mathilde. Das ist das Gegenteil von Glasfassade, auch wenn man durch ein großes Schaufenster ins Innere blicken kann, auf Sessel und Stehlampen mit Preisschildern, Regalen voller antiquarischer Bücher, nach denen Hände greifen, zu denen Menschen gehören, die heute der Lesung beiwohnen werden. Drei Getränke frei gibt es für mich, ich nehme einmal stilles Wasser, dann ist mein Körper zufrieden. Der Rest so lala. Denn ich weiß: Leben ist das was passiert, während man andere Pläne macht.. Eigentlich ein schöner Spruch, der allerdings verliert, je öfter man ihn sagt und hört. Deshalb rangiert er bald irgendwo zwischen „Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag“ und „Gib jedem Tag die Chance, der Schönste in deinem Leben zu werden“. Schade eigentlich, auch wenn diese Leben/Plan-Weisheit heute gut ins Konzept passt. Denn man macht sich ja Gedanken. Wie man eine Lesung gestaltet. Eine Stunde, welche Ausschnitte man liest und wann. In Hamburg möchte ich probieren und abweichen vom ursprünglichen, in Werdau schon verwirklichtem Plan. Den Fokus verschieben, weniger erzählen, mehr lesen. Sechs Auszüge, die für ein Ganzes stehen sollen. Also eine Stunde gute Lesung. Dann aber die Information, nachdem ich die Information erhalten habe, dass mir drei Freigetränke zustehen: Schön wäre eine Lesung über 90 Minuten und gern mit Pause. </p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/hamburg_3.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/hamburg_3.jpg?w=450&#038;h=310" alt="hamburg_3" title="hamburg_3" width="450" height="310" class="aligncenter size-full wp-image-1465" /></a></p>
<p>Das sorgsam erdachte Konstrukt namens Dramaturgie bricht in Sekundenschnelle zusammen und da ich sicher für vieles spontan zu haben bin außer Flexibilität, sehe ich erstmal ein Problem. Und laufe die nächste halbe Stunde eine Straße, die Pumpen oder Herrlichkeit heißen könnte, auf und vor allem ab. Ein Plan reift, garnichtmal so spektakulär, aber ein Plan. Immerhin. Die Pause wird eingetaktet und ein zusätzlicher Ausschnitt ausgewählt, ausreichend, um mindestens auf 70 Minuten zu kommen. Mit der Pause erscheint das dann sowieso alles länger. Verspielt sich wahrscheinlich.</p>
<p>Nico begrüßt die Gäste und erwähnt die zeitgleich in der AOL-Arena lesende Herta Müller. Das ist gut. Immerhin ein Nobelpreisträger in der Stadt. Beim Lesen stelle ich erfreut fest, dass der Raum so still ist, das man jedes Geräusch hören würde, entstünde eines. Das übt einen schönen Druck auf die Zuhörer aus, sich nicht zu bewegen. Sondern sich zu konzentrieren. Dieses kleine bisschen Sadismus kann ich mir leisten denke ich. Eigentlich denke ich das nicht. Nur jetzt beim Schreiben. Aber beim Lesen liegt ein Hund in der Ecke, der wahlweise Marille oder Der Kaiser genannt wird, obwohl er eine Hündin ist. Jemand schmeißt ein Weinglas zu Boden, unbeabsichtigt, wie ich hoffe und später richtig vermute. Ansonsten alle sehr angenehm still außer mir und beim Klatschen. </p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/hamburg_2.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/hamburg_2.jpg?w=450&#038;h=338" alt="hamburg_2" title="hamburg_2" width="450" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-1466" /></a></p>
<p>Nur die Frau. Etwas älter, sympathisches Äußeres. Sitzt direkt vor meinem Lesetisch. Und verrenkt sich in ihrem Sessel, komplett geräuschlos übrigens. Mal hängt sie sich über die Lehne, mal verschränkt sie ihre Hände vor dem Gesicht, mal sinkt ihr Kopf gefährlich nahe dem Boden entgegen. Was ich davon halten soll, weiß ich nicht. Klar ist allerdings, dass es irritiert. Mich. Und ich bin auch froh, dass sie die Pause zum Verschwinden nutzt. Lieber ein leerer Sessel als ein Sessel mit dieser Frau.    </p>
<p>Soviel zu Hamburg. Der Klang meiner Stimme füllte gefühlte drei Stunden Abendprogramm und ich bin erstmal sicher, dass ich so schnell so viel nicht wieder lesen werde / möchte. So ist jedenfalls der Plan. Jetzt muss ich lachen. Pläne. </p>
<p><em>Nächster Termin: 29.10. Weimar, Eckermann Buchhandlung, 20:00 Uhr</em></p>
<p><strong>Was bisher geschah:</strong><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/19/lesereise-2-in-frankfurt-das-mikrophon/">Lesereise (2). In Frankfurt. Das Mikrophon.</a><br />
<a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/09/auf-reisen-mit-einem-buch-i-werdau/">Lesereise (I). In Werdau. Die Anspannung.</a></p>
<p><a href="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/hamburg_5.jpg"><img src="http://3toastbrot.files.wordpress.com/2009/10/hamburg_5.jpg?w=450&#038;h=226" alt="hamburg_5" title="hamburg_5" width="450" height="226" class="aligncenter size-full wp-image-1467" /></a></p>
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		<title>Musik: Sometimes I feel like throwing my hands up in the air.</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 09:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>3toastbrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Arcade Fire]]></category>
		<category><![CDATA[Bang Bang Cherry]]></category>
		<category><![CDATA[Florence + The Machine]]></category>
		<category><![CDATA[Hook and the Twin]]></category>
		<category><![CDATA[Little Dragons]]></category>
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		<category><![CDATA[Sara Lov]]></category>
		<category><![CDATA[The xx]]></category>

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The XX.  Eine Menge ist dazu geschrieben wurden und wird in den Jahresendlisten vermutlich auch. Zum Beispiel in meiner. Jedenfalls haben sie jetzt You&#8217;ve Got The Love der tollen Florence + The Machine gemixt. Obwohl die Bearbeitung famoser Lieder eine delikate Angelegenheit ist. Denn leicht geht schief, was gut gemeint war. Hier allerdings: ein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1453&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/26/musik-sometimes-i-feel-like-throwing-my-hands-up-in-the-air/"><img src="http://img.youtube.com/vi/K6R8nLOjCrQ/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p><strong>The XX. </strong> Eine Menge ist dazu geschrieben wurden und wird in den Jahresendlisten vermutlich auch. Zum Beispiel in meiner. Jedenfalls haben sie jetzt <em>You&#8217;ve Got The Love</em> der tollen Florence + The Machine gemixt. Obwohl die Bearbeitung famoser Lieder eine delikate Angelegenheit ist. Denn leicht geht schief, was gut gemeint war. Hier allerdings: ein kleines Meisterwerk. Kann man <a href="http://rcrdlbl.com/2009/09/30/download_florence_and_the_machine_you_ve_got_the_love_the_xx_remix_">großartig</a> finden.</p>
<p>Auch Yukimi Nagano. Deren Vater kommt aus Amerika, die Mutter aus Japan und sie lebt im schwedischen Göteborg. Und macht als <strong>Little Dragons</strong> Musik. <em>Blinking Pigs</em>. Da schält sich aus einem nebulösen Soundgeflimmer einer der schrägsten, eigenwilligsten und eingängigsten Popsongs dieses Herbstes heraus. <a href="http://stereogum.com/archives/mp3/new-little-dragon-blinking-pigs_092741.html">Anhören!</a> </p>
<p><em>My Body Is A Cage</em> von Arcade Fire kennt man. Neu in einer vorzüglichen Fassung von <em>Sara Lov</em>. Die reduziert und <a href="http://thefourohfive.com/articles/1592">erinnert</a> damit nicht zufällig an die besten Momente von Tori Amos. </p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://3toastbrot.wordpress.com/2009/10/26/musik-sometimes-i-feel-like-throwing-my-hands-up-in-the-air/"><img src="http://img.youtube.com/vi/8nmtLlWS_xY/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p><strong>Hook and the Twin</strong> kommen aus London. Warum nur klingt <em>Bang Bang Cherry</em> wie das Titellied eines noch nicht gedrehten Tarantinofilms? Was bedeutet &#8222;Here come the Pac Man And The Wolverines?&#8220; Und weshalb explodieren im Video soviele <a href="http://ww2w.fr/2009/09/30/cest-le-sook-dans-les-chansons-de-hook-and-the-twin-et-cest-tres-bien-comme-ca/">Häuser</a>?</p>
<p><strong>Cassettes Won’t Listen</strong> heißt die Band, <em>Quickly Approaching</em> das Lied. 3:50 min <a href="http://www.theburningear.com/2009/10/cassettes-wont-listen-is-quickly-approaching-my-top-albums-of-the-year-list/">instrumental</a>.</p>
Posted in Musik Tagged: Arcade Fire, Bang Bang Cherry, Florence + The Machine, Hook and the Twin, Little Dragons, My Body Is A Cage, Sara Lov, The xx <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/3toastbrot.wordpress.com/1453/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/3toastbrot.wordpress.com/1453/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/3toastbrot.wordpress.com/1453/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/3toastbrot.wordpress.com/1453/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/3toastbrot.wordpress.com/1453/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/3toastbrot.wordpress.com/1453/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/3toastbrot.wordpress.com/1453/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/3toastbrot.wordpress.com/1453/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/3toastbrot.wordpress.com/1453/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/3toastbrot.wordpress.com/1453/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=3toastbrot.wordpress.com&blog=5693004&post=1453&subd=3toastbrot&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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