Posted tagged ‘Benjamin Button’

Durch die Nacht mit … Oscar.

Februar 22, 2009


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5:55 – Die Bühne ist voll mit Menschen, weil “Slumdog” gewinnt. Zum 8. Mal und damit gelingt der Eintritt in den Kreis der großen Abräumer. Für ein Fazit ist wie meistens um diese Zeit zu früh. An die Vorsätze habe ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten gehalten und ansonsten eine Zeremonie gesehen, die nicht exakt nach meinen Wünschen verlief, der aber so gut wie alle Neuerungen äußerst gut getan haben. Furioser Beginn, dann ein sanftes Gleiten durchs gewohnte Mittelmaß, um sich am Ende furios zu steigern. Danke Danny Boyle, danke Kate Winslet. Und die besten Grüße an “Kap der Angst”.

5:39 – Milk oder Mickey? Nach dem Applaus auch während der Vorstellung zu vermuten wird Sean seine zweite Auszeichnung entgegen nehmen. Passend, dass ihn Robert DeNiro ankündigt. Robin Wright küßt Sean, bevor er ans Mikrophon tritt, um konfus in die Rede zu starten und schließlich doch noch Obama zu erwähnen. Mickey Rourke wird vermutlich nicht zum letzten Mal ein Comeback erlebt haben und deshalb diese Nacht schnell vergessen können.


5:33 – Kate Winslet auch. Verdient wie keine zweite. Weil sie eigentlich schon 5 Oscars besitzen müsste. Ist wahrscheinlich nicht der Film, mit dem sie Geschichte schreiben wird, aber das ist letztlich egal. Was vielleicht zählt: ein wenig Glanz fällt in diesem Jahr auch nach Görlitz, wo “Der Vorleser” teilweise gedreht wurde. Was unbedingt zählt: Diese Rede. Von der Shampooflasche über den pfeiffenden Vater bis hin zur angefluchten Meryl Streep. Und letztlich dankt sie Peter Jackson für “Heavenly Creatures” und Emma Thompson für “Sinn und Sinnlichkeit”. Wer jetzt schläft, hat alle Gründe verpaßt, die es sinnvoll erscheinen lassen, für diese Veranstaltung Schlaf zu opfern.



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Benjamin Button und das Stundenglas.

Februar 4, 2009

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Im Kunstunterricht 9. Klasse mussten wir ein Stillleben zeichnen, auf welchem verschiedene Objekte unser zukünftiges Leben symbolisieren sollten. Frau Valentin, unsere Lehrerin, verbat sich ausdrücklich den Gebrauch von Sanduhren. „Jedes Jahr“, sagte sie, „malen die Kinder Stundengläser. Immer wieder Stundengläser. Als gäbe es sonst nichts, das vergehende Zeit darstellen würde.“

So sehr ich es bedauere: „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ ist ein filmgewordene Stundenglas. Bedauere schreibe ich, weil ich Andrew Sean Greers „Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli“ sehr mag. Greer erzählt die Geschichte eines Jungen, der als Greis geboren wird und im Laufe der Zeit jünger wird, um schließlich als Baby zu sterben. Wichtig ist ihm Alice, die große Liebe seines Lebens. Angeblich hat Andrew Sean Greer nie F. Scott Fitzgerald Kurzgeschichte “The Curious Case of Benjamin Button” gelesen, was man glauben kann oder nicht; ändert ja nichts am hervorragenden Roman, der mit einem grandiosen ersten Satz beginnt: Jeder von uns ist die Liebe im Leben eines anderen.

Der erste Satz von „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ lautet (ich zitiere aus dem Gedächtnis): Jeder von uns ist ziemlich langweilig, muss aber dennoch pathetische Sätze sagen.

Um keine Zweifel aufkommen zu lassen: Ich mag Pathos, gerade im Kino, gerade in epischen Bebilderungen von tragischen Lebensläufen. Und immerhin ist das Grundthema dieser Geschichte Vergänglichkeit. Wo wäre also mehr Pathos angebracht als hier?

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Sonst so.

Januar 14, 2009


I heart Hiroshima. Punks.

Erkenntnis: Zombies sind eine Weiterentwicklung der Schlümpfe.

Im Weltraum verlorene HandWerkzeugtasche orten: per Satellit.
Und mehr Information.

Ein letztes Mal 2008: Die besten Coverversionen, ausgewählt von prettymuchamazing. Zu empfehlen sind möglicherweise Max Vernon, der I Kissed a Girl singt und Gnarls Barkley mit Reckoner.

Retro an der Wand? Vielleicht für 15.95$ den Sarah-Palin-Kalender?

“In den vergangenen zwei Jahrhunderten wurden an Australiens Küsten fast 200 Menschen von Haien getötet” steht hier in den regelmäßigen Texten über Haiangriffe. 200 in 200 Jahren. Macht 100 in einem Jahrhundert. Macht 1 pro Jahr. Satz würde dann lauten “Pro Jahr wird an Australiens Küsten fast 1 Mensch von Haien getötet.”

Filme, die kommen. Neben dem an dieser Stelle schon erwähnten “Benjamin Button” vor allem “The Road” nach Cormac McCarthys Roman und eine weitere Wolf Haas-Verfilmung mit Josef Hader als Brenner.

Rhethoriklehrstunde: Was Appeasement ist, 25x nachgefragt. Fortgeschrittene schauen sich das mittlere Drittel dieser Daily Show an.

Und am Ende das Beste: Die Hypemaschine, hier erklärt und hier zur vollen Zufriedenheit des Nutzers angewandt.

Mediendingens.

Dezember 11, 2008

Nachdem mir “Flash Forward” als Buch schon gut gefiel, scheint die dazugehörige Serie ein echtes Highlight zu werden. Mit Joseph Fiennes und Sonya Walger (Penny | LOST) sind schon zwei vielverprechende Darsteller gecastet. Die Serie soll zusammen mit der 6. LOST-Staffel gestartet werden.

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Vor ist danach.

November 20, 2008

Edinet

So, bevor es losgeht, darauf freue ich mich, auch endlich das zu lesen, ich hoffe, dass Benjamin Button diesem eher mauen Kinojahr noch ein letztes Highlight abtrotzen kann, in Gedanken gehe ich schon die Toplisten des Jahres durch, verweise auf die TV-Tipps und bin gespannt auf den heftigsten Wintereinbruch der letzten zehntausend Jahre.

Was so anfällt.

Oktober 17, 2008

Musik gehört die letzten Wochen. Zum Beispiel die überwältigenden September Malevolence. Oder God is an astronaut. Und nach Jahren wiederentdeckt: Vortex Surfer von Motorpsycho. Mag auch (im Gegensatz zu Meine Freunde vs. Die Objektivität.) das Neue von dieser Dresdner Band.

Vorfreude auf The Curious Case of Benjamin Button von David Fincher. Weil das Buch großartig war. Bis ich gemerkt habe: Las nicht das Original von F. Scott Fitzgerald, sondern Andrew Sean Greers Update „Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli“. Erstaunlich, wunderbar, unvergesslich sagt die NYTimes dazu.

Die gebrochenen Beine von Usain Bolt heißen Günther Beckstein: Auf jeden Sieger zehn Verlierer

Und zweimal in eigener Sache. Zum einen Wortlaut 08 von fm4. Da erscheint zum diesjährigen Wettbewerb ein Buch. Und dort ist ein Text von mir dabei.

Zum Schluß der fast schon obligatorische Verweis auf die TV Tipps vom Herzrasenmagazin.


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