The Fall
Der Anfang soll dem Besten gehören, was ich seit langer Zeit im Kino sehen durfte. Ein Film, von dem ich nicht viel erwartet hatte und denn ich eigentlich nur sah, weil ich hörte, dass Tarsem Singh vier Jahre daran gearbeitet hat. Und dessen erster Film seit dem visuell beeindruckten, aber inhaltlich eher jloigen “The Cell” ist. “The Fall” allerdings funktioniert auf so unglaublich vielen Ebenen, dass in diesem Fall Worte nicht ausreichen, die Vielfalt angemessen zu beschreiben. Bilder wie Gemälde, um mal eine Floskel zu benutzen, die selten so angebracht war wie in diesem Glücksfall. Wird auch klar, warum es vier Jahre brauchte, um die all die wunderbaren Orte zu bereisen und dass diese wunderbaren Orte tatsächlich existieren, macht deutlich, weshalb man eigentlich mehr reisen müsste.
Außerdem: Die Geschichte. Schlich und ergreifend. Pathetisch und reduziert. Berührend und aberwitzig. Überraschend und mitreissend. Erzählt über Liebe, Kindheit, Krankheit, Kino und das Erzählen von Geschichten. Verschränkt sich ineinander, reflektiert sich, greift ein und verändert. Die tragischsten Tode und wunderbarsten Wiederauferstehungen. Um was hier eigentlich geht? Um den Pflichttermin des Jahres: Ned aus “Pushing Daisies” erfindet in einem Krankenhaus zur Stummfilmzeit für ein kleines Mädchen eine fantastische Geschichte von Rache. Ein Märchen, in jeder Hinsicht. Wer hier nicht staunt, staunt nimmermehr.
Star Trek XI
Und zum nächsten Highlight. Während sich “Lost” einem grandiosen Finale nähert und “Fringe” sich nach einigen Startschwierigkeiten zu einer großartigen zweiten Staffel anschickt, rettet J.J.Abrams mal eben so eine der wichtigsten kulturellen Errungenschaften der letzten hundert Jahre. Der zehnte “Star Trek” Film mit einem geklonten Picard war ja eine ziemlich peinliche Angelegenheit, “Voyager” eher geduldet als respektiert und “Enterprise” größtenteils egal. Und ganz ehrlich: Die Originalserie zu neuen Leben erwecken zu wollen zeugte nicht unbedingt von großer Kreativität.



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