Deef Pirmasens hat Axolotl Roadkill von Helene Hegemann gelesen. Und dabei einige – er formuliert das vorsichtig – Gemeinsamkeiten mit einem anderen Buch festgestellt. Dazu vergleicht er entsprechende Textstellen. Ich kenne Axolotl Roadkill nur aus Texten über Axolotl Roadkill bzw. aus Texten über Texte über Axolotl Roadkill. Interessiert bin ich sehr am Roman. Der bisherigen Auszüge wegen und auch um mir ein Urteil bilden zu können, denn kaum etwas ist schlimmer, als aus Prinzip erstmal dagegen oder dafür zu sein oder keine Meinung zu haben.
Deef Pirmasens Beitrag erinnert mich an eine eigene Beobachtung. Man ist ja manchmal auf Lesungen. Oder liest Texte. Und manche sind manchmal ganz okay, aber vielleicht nichts, mit dem man sich unbedingt noch einmal beschäftigen möchte. Dann taucht allerdings in einigen Fällen ganz unvermutet und versteckt in einem späten Abschnitt ein Satz, eine Redewendung, eine Feststellung auf, die einen sofort elektrisiert. Die unglaublich gewandt einen Sachverhalt poetisch auf den Punkt bringt und in wenigen Worten eine ganze Welt beschreibt. Und dann überfällt mich oft ein zwiespältiges Gefühl von Trauer und seltsamen Tatendrang.



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