A Single Man | Kampf der Titanen | Kick Ass | Iron Man 2 | Prince of Persia | Greenberg | Vertraute Fremde | Knight & Day
Einige, kürzere Sätze zu aus verschiedenen Gründen ausgewählten Filmen, die ich in letzter Zeit sah und zu denen ich aus verschiedenen Gründen bisher nichts schrieb.
A Single Man
Ein Film, der einen einen kritischen Blick auf den eigenen Kleiderschrank werfen lässt. Denn Colin Firth trägt auf Geheiß von Tom Ford die formvollendsten Anzüge und Krawatten und gestärkten weißen Hemden auf, die man sich für vierstellige Beträge kaufen könnte/müsste. Formvollendet ist auch der komplette Rest: die Ausstattung, die Frisuren, das Ambiente, die Zeit, die Gesten, die Sprache, die Bildsprache. Und die größte Kunst dabei: dass die Geschichte nicht unter all der Eleganz erstickt, sondern den Schmerz der Hauptfigur deutlich macht und damit etwas (also einen inneren Monolog möglicherweise) literarisches adäquat auf die Leinwand überträgt und am Ende sogar noch eine bittersüße Pointe bereithält. Ein Glanzlicht dieses Jahres.
Kampf der Titanen
Das Original ist natürlich eine Legende, die man damals sehr gern im Kino ansah, weil sie (als eine der wenigen westlichen Filme) im Kino lief. Allein schon die Eule! Wieviele Sommerabende hat man sich staunend daran zurückerinnert. Das Remake ist mehr doof, hat aber auch mehr gekostet. Mehr doof oder meerdoof. Allein schon Liam Neeson als Zeus. Alles und jeder ist mit einer garnicht so leichten Unschärfen überzogen, vermutlich um die schlechten Effekte zu verschleiern, unter anderem die anstrengende pseudodritte Dimension. Auf der Habenseite sind Riesenskorpione, auf denen man reitet, versteinerte Kraken und Gemma Arterton, also alles, was überlebensgroß ist. Der Rest bleibt doof.



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