Posted tagged ‘Lesung’

Lesungstagebuch Henry Sy (3). Hamburg in Substantiven, Verben, Wieworten und Personalpronomen.

Mai 15, 2013

gelb wie Solar

Literaturzentrum, Hamburg, 13.05.2013

Substantive

Kulturbahnhof Fahrtkartenautomat Ciabattabrötchen Regionalexpress Sitzplatz Schulklasse Wald Fluss Brücke Graffiti Tunnel Göttingen Einkaufsbahnhof Mai-Mai Intercity Ehepaar Raps Solaranlage Strommast Windrad Radiohead Schaffner Verteidigung Missionarsstellung Hamburg Altona Regen Tee Hemd U-Bahn Cityticket Hauptbahnhof U-Bahn Mundsburg Literaturhaus Bar Beamer Laptop W-Lan Zettel Fotos Mikrophon Screenshot Video Lesung Maus Blickkontakt Henry Magda Rottmann Beatles Ägypten Raumschiff Pferdeforum Email Alina Ende Frage Antwort Frage Antwort Frage Antwort Frage Antwort Frage Antwort Frage Antwort Frage Antwort etc. Diskussion Hikikomori Laptop Tasche Restaurant Rotwein Quark Taxi Luhmann Bett Traum

bis zum Horizont: gelb

Verben

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Lesungstagebuch Henry Sy (2). Pop-Ups blocken in Bremen.

Februar 22, 2013

Stadtbibliothek, Bremen, 19.02.2013 | Wilhelm 13, Oldenburg, 20.02.2013

Am Anfang war die Sache mit dem Pop-up-Blocker.
»Der muss ausgeschaltet sein«, hieß es, »ansonsten geht das Internet nicht.«
Also deaktivierte ich den Pop-up-Blocker und das Internet ging, beim Technikcheck in der Stadtbibliothek Bremen. In Bremen sollte heute die erste Lesung stattfinden, die sich dem Gegenteil von Henry Sy komplett annahm und damit an dem Ort, an welchem die Geschichte ihr auslösendes Moment hatte.

Großes Haus also. Dazu einiges an Technik: Laptop, Beamer, kabellose Eingabegeräte, Funkverbindung ins www. Und dazwischen Lesen, Texte hauptsächlich oder auch Graphen mit x-y-Achsen. Da erschien es sinnvoll, das Funktionieren der Technik im Vorfeld zu überprüfen. Beim Technikcheck funktioniert die Technik, das Internet geht, weil der Pop-up-Blocker deaktiviert ist und somit den W-Lan-Zugang störungsfrei ermöglicht.

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Lesungstagebuch Henry Sy (1). Transmediale Frischkäseschnittchen.

November 2, 2012

Wir fertigen aus ihren Passfotos Postkarten

Fotothek, Weimar. 1.11.2012

In Weimar gibt es ein Fachgeschäft für vergessene Privatfotografien. Zu behaupten, alles dort ist mit Liebe zum Detail gestaltet, wäre eine maßlose Untertreibung. Gerahmte Bilder drehen sich auf Plattenspielern, an allen Orten Blumen, bunt eingeschlagene Fotoalben in Regalen, Frischkäseschnittchen mit Radieschenscheibchen auf Tischchen, Tee im Samowar, Kinoklappstühle in Reihe, Schuhkartons voll mit ungehobenen Fotoschätzen, sepiafarbene Porträtaufnahmen, gigantische Lupen, mit denen sich die Bilder genauer betrachten lassen – die Fotothek ist weit mehr als ein simples Fotoarchiv.

Lesen, als wäre 1995

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Lesereise (13). Hamburg. Tee mit Käse.

Januar 31, 2012

Lesungstagebuch: “Ausschau halten nach Tigern.”

Hamburg, Harburg, Uferbar, Kulturwerkstatt, 29., 30. Januar

Als ich losfahre, sind die Zahlen auf der Wetterkarte im Großraum Norden höher als die in der Landesmitte. Da denke ich noch: „Das ist ja ungewöhnlich, ansonsten ist es an der See so oft kälter als anderswo, das ist doch mal ein gutes Omen, da brauch ich die dicken Socken nicht extra einzupacken.“ Fünf Minuten später denke ich: „Sollte ich jemals über die Lesereise nach Hamburg schreiben, sollte ich keinesfalls darüber schreiben.“ Denn wer über Wetter schreibt, hat im Grunde genommen schon kapituliert.

In Hamburg angekommen kapituliert zuerst einmal mein Körper. Was ich bin, verfängt sich im Wind und das ist garantiert nicht poetisch gemeint. Der Westwind treibt den Geruch der Stadt in den Osten, weshalb die Stadtgebiete der Reichen auch im Westen liegen. Zudem verwandelt mich der Westwind prompt in ein Iglu, in dem eine Gefriertruhe offensteht. Kristalle bilden sich, Haar bricht, es sieht wunderschön aus und fühlt sich an wie die Amundsenexpedition, nur eben ohne Happy End. Da die Kälte bleibt und bleiben wird, beschließe ich, auf den beiden Lesungen dreimal Hager zu lesen, ein Vorhaben, welches ich später tatsächlich in die Tat umsetze.

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Lesungskontent. Mit Dreamteam.

November 13, 2009

dom

Eine Menge Lesungskontent hier auf dieser Seite zur Zeit. Und wird vermutlich noch ein paar Wochen so weitergehen. Aber: Darauf muss hingewiesen werden: An diesem Sonntag, den 15.11. findet in Ilmenau eine Lesebühne statt. Lesemarathon wäre der passendere Namen dafür. Denn was 16.00 Uhr beginnt, soll bis in die Abendstunden dauern. Und dabei ist das, was ich persönliches Dreamteam bezeichnen muss. Vier Autoren, die ich kurz, lang und länger kenne. Außergewöhnlich auf jeden Fall. Das sind (in alphabetischer Reihenfolge): Christian Schulteisz, Sebastian Dalkowski, Katharina Hartwell und Martin Zerrenner. Ich freue mich sehr darauf, mit ihnen gemeinsam zu lesen. Wer auch, der kommt in den bc–club ab vier Uhr.

Weiter geht auch die Lesereise zu “Der Schlaf und das Flüstern”. Vier Termine stehen an.

18.11.2009, Berlin: Yuma-Bar, mit Xóchil Schütz & Steffen Roye
19.11.2009, Köln: Lesebühne im Raketenklub
20.11.2009, Köln: Café Duddel
29.11.2009, Bochum: Macondo-Festival/Riff-Halle

Zu letzerem gibt es auch nettes Programm, welches man hier ansehen kann.

Das sind die Pläne. Darüber geschrieben wird auch. Bald.

Es ist Zeit, die Sprache wiederzufinden.

Mai 8, 2009

in_chemnitz

Das waren also vier Tage im Ausnahmezustand, die am Montag begannen, mit den Voodoopuppen von Kilian, die er gebastelt hatte und seit einem Monat mit Nadeln durchstach. Eigentlich war das alles schon in dem Moment unwirklich, als die Nachricht von der Finalteilnahme kam. Und war weitaus unrealer, selbst im Haus des Buches zu sein, selbst schnell einen Mikrofoncheck zu machen, bevor es losging. Dann wurden Lose in die Mitte des Tisches geworfen und jeder zieht und keiner die Nummer, die wirklich ideal ist. Aber was ist schon ideal? Der Fotograf bittet uns, während der Lesungen schön geradeaus ins Publikum zu schauen, damit er ideale Fotos machen kann. Fotos?

Nichts liegt in diesem Moment ferner als gut auszusehen. Ist schon schwer genug, nicht vollkommen durchzudrehen, weil die nächsten dreieinhalb Stunden über die Bühne gebracht werden müssen, ohne unvermittelt in hysterisches Gelächter auszubrechen oder die Lautsprecher aus Versehen oder mit voller Absicht umzuwerfen. Oder gerade zu sitzen. Oder zu ignorieren, wie die siebenköpfige Jury sich während des Lesens eifrig Notizen macht. Jeder Bleistiftstrich ist wie ein Todesurteil und auch wenn wir zahlenmäßig der Jury gleichgestellt sind, ist das alles andere als Gleichberechtigung. Erstmal Folter. Der Mund trocken, kein Blut fließt von den Beinen zurück in den Kopf und alle lesen sowieso besser. Von der Moderation, der Musik, dem Interview mit Feridun Zaimoglu kann man nichts verstehen, auch von den Texten nicht. Nur Bruchstücke flashen kurz durch die Ohren, bis wieder nur das eigene, doppelt so heftig wie sonst schlagende Herz (und es schlägt das Selbstbewußtsein in diesen Momenten zu Boden) zu hören ist.

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In eigener Sache.

Mai 2, 2009

schau-gen-horizont

Am Montag, 4. Mai, lese ich in Leipzig, im Haus des Buches, im Finale des 14. MDR – Literaturwettbewerbs. Beginnt 19:30 Uhr und wird im Radio von MDR Figaro übertragen. Am Abend erscheint außerdem “Risse im Beton”, eine Anthologie zum Wettbewerb im Rotbuch-Verlag. Mehr Informationen gibt es hier.

Schau gen Horizont und lausche” heißt die erste Veröffentlichung des asphalt & anders Verlag aus Hamburg. Eine Anthologie über Städte, eine Reise rund um die Welt: von Valencia über Bern, Berlin und Pristina mit einem Abstecher nach New York bis nach Calcutta, Varanasi und Dhaka. Dreiundzwanzig Erzählungen, eine davon ist “Gefühlte Sicherheit”, die während meines Krakauaufenthalts im letzten Sommer enstand. Viel mehr Informationen finden sich hier.

Update: So fühlt sich also Euphorie in reiner Form an. Und geht auch noch weiter auf der Lesereise:

5. Mai 2009, 18:00 Uhr
Köthen: Druckhaus

6. Mai 2009, 19:00 Uhr
Sangerhausen: Unison-Haus

7. Mai 2009, 20:00 Uhr
Chemnitz: Schauspielhaus

Gestrige Erkenntnisse.

Januar 9, 2009

les

- bei Zugfahrten mit mehrmaligem Umsteigen während der Minusgradsaison gern einen dicken Pullover extra einpacken
- wenn der Wirt nach der Lesung auf die Frage “Und, wie wars für dich” mit “Naja, zumindestens haben wir keinen Verlust gemacht” antwortet, dann ist das in diesen Zeiten durchaus als Kompliment zu verstehen
- indisch nach Mitternacht essen ist extra scharf
- auf langen Rolltreppen zu stehen statt zu laufen ist verschwendete Lebenszeit
- mit sieben Nonnen in einem Zugabteil zu sitzen eröffnet nicht zwangsläufig die Möglichkeit, danach darüber einen Blogeintrag schreiben zu können
- Zugabetexte lesen macht mehr Spaß

Lesung. Leipzig.

Januar 6, 2009

Die Ankündigung für einen Termin, auf den ich mich sehr freue, weil ich dann und dort gemeinsam mit dem Kollegen Dalkowski lese. Er aus seinen “About a Boy” – Kolumen, ich Erzählungen. Das ist deshalb toll, weil wir uns fast fünf Jahre kennen (wegen dem hier), uns aber in der Zeit nur eine HandVollMal gesehen haben. Und diesmal bei einer Lesung. Wer will, trotzt am Donnerstag, dem 8. Januar den Minusgraden und kommt ins Cafe Mule nach Leipzig. Beginn ist 20:00 Uhr und Eintritt frei.

In eigener Sache. Lesung.

Dezember 28, 2008

heft

Bei Interesse:

“Brust oder Keule” – hEFt-reliest-Party
Lesung, Musik, Gewinnspiele, Küchenperformance, Tanz, Weltpremiere, neues hEFt

Montag, 29.12., ab 20:30 Uhr
hEFt-Club, Magdeburger Allee 6 (Ecke Bebelstraße), Erfurt

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