Posted tagged ‘PeterLicht’

Jahresliste: Alben 2011. Hyperrealitäten im Zehnerpack.

Dezember 18, 2011

1. Dillon – This Silence Kills

25. November 2011. Lese diesen Tweet. Beginne gleich darauf die Suche nach legalen Möglichkeiten, mehr von Dillon zu hören. Breche nach der Textzeile “You don’t like Sonic Youth? / So fuck off and die too!” in die Stadt auf. Stöbere in den beiden verbleibenden Geschäften der Stadt, die noch Tonträger verkaufen, nach This Silence Kills. Finde nichts. Kehre zurück nach Hause. Kaufe das mp3-Album. Höre This Silence Kills drei Wochen am Stück. Glaube, kratze immer noch nur an der Oberfläche. Suche nach Superlativen, welche angemessene Worte sein könnten. Finde bisher keine.

2. Yuck – Yuck

Yuck sind Speerspitze des ersten Revivals, von dem ich gern behaupte, das Original hätte ich schon einigermaßen mitbekommen. Und im Gegensatz zu Eurodance oder Roxette finde ich das heute mindestens genauso gut. Warpaint haben ja im letzten Jahr schon einmal vorgemacht, wie es klingen kann, wenn der 90er Jahre College-Alternative-Postgrunge-wasauchimmer neu interpretiert wird. Auch J. Mascis hat 2011 ein fantastisches Album veröffentlicht und Wet Paint zitieren auf Woe außerordentlich gelungen die großen Vorbilder. So leichtfüßig wie Yuck schafft das allerdings niemand. Jedes Stück klingt wie ein Klassiker, der schon zwanzig Jahre auf dem Buckel haben müsste und den man deshalb um so lieber hat. Was unbedingt als Kompliment zu verstehen ist.


3. Low Vertical – I Saw a Landscape Once

Es ist natürlich unangemessen, eine Band gegen die andere auszuspielen. Trotzdem muss ich schreiben, dass mich Radioheads The King of Limbs komplett kaltgelassen hat. Ganz im Gegenteil zu Low Vertical. Deren Importalbum I Saw a Landscape Once ist, polemisch verkürzt, die beste Radiohead-Platte seit Amnesiac. Denn hier steht trotz aller elektronischen Experimentierfreude immer das Lied im Mittelpunkt. Wächst und wächst und wächst, bis es unverzichtbar wird.

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Videos. Like a Door to Door American Idol.

November 9, 2011

Born Gold – Lawn Knives

we all cut close / and snip snip snip

Jennifer Courvoisier – We Met

if we never met / surely there would be / someone else for you / somebody for me

PeterLicht – Das Ende der Beschwerde

Gesellschaft ist toll / wenn nur all die Leute nicht wären

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Musik 2008. Die Großen.

Dezember 23, 2008

m2008

1. Portishead – Third

Manchmal genügt ein Ton. Zum Beispiel der erste Schlag von „Machine Gun“. (siehe auch hier) Von da an abwärts zur Apokalypse. Geschrieben habe ich: „ein fremdes Stück Musik, weit entfernt von vertrauten Konstellationen. In seiner Zerrissenheit gegen jegliche Erwartungshaltung gerichtet. Kalt und erloschen, unnahbar und geschunden und vor allem: unbarmherzig gegen sich und den Hörer. Eine Herausforderung, mehr noch: eine Prüfung.“ Mittlerweile sind etliche Monate vergangen und noch immer sind es kalte Schauer, die es über meinen Rücken treibt. Kalte Schauer beim nervösen „We Carry On“, eiskalte Schauer vom verlorenen „The Rip“, selbst das maschinenlose „Deep Water“ wirkt wie das Gegenteil von dem was ist. Mehr als hier kann keine Band leisten. –> heim

2. Audrey – The Fierce and the Longing

Es war Mai, auf dem besten Konzert des Jahres, es war in Leipzig, im Cafe PanAm, als der bärtige Sänger von Scraps of Tape meinte: “Audrey.“ Und später dann im Biergarten: „Freunde von uns. Wahnsinnsband.“ Naja, schon klar. Wie auch immer. Zwei Monate später wieder „Scraps of Tape“, auf einem Open Air. Um etwa 23:00 spielten dort Audrey und etwa fünf Minuten später war klar, dass diese Band mich den Rest des Jahres begleiten würde. In Form ihrer bisher erschienen Alben, die deshalb gerechterweise beide in dieser Liste vertreten sein müssten. Dabei ist es nicht mal so, dass ich andere von Audrey überzeugen könnte, jedenfalls nicht mit Argumenten. Es ist nur einfach so: „The Fierce and the Longing“ (+ “Visible Forms”) haben eine Saite in mir zum Schwingen gebracht. Mag pathetisch klingen. Ist aber so. –> heim


3. These New Puritans – Beat Pyramid

Einmal im Jahr untypisch. Eine Rhythmuspyramide, die klingt wie Mike Skinner mit weniger Text und mehr Abwechslung. Manchmal rutscht man eben in ein Genre hinein ohne es zu wollen und ist dann dabei, Schlagwörter wie „China, India, my Future“ an weiße Häuserwände zu sprühen. Ein wildes Stück scheinbar sinnentleerter Musik, wesentlich substanzieller als jede Mediengestalterparty in alten Gaswerken und mit mehr Drums. Und Bass. Außerdem 16 Hits, die manchmal nur vier Sekunden dauern, darunter „MKK3“ oder „Elvis“, „Infinity Ytinifni“ sowieso. –> heim

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Anstatt Sätzen.

September 5, 2008

Solange ich keine kompletten Sätze schreiben kann, dann zumindestens solche, die mit www anfangen. Zum Beispiel.

- The Daily Show wühlt im Archiv: Gestern / Heute

- Zombies im Container: Wenn aus RealityTV tödlicher Ernst wird –>
Dead Set

- Weiß schon jeder: drei Lieblingscharaktere zurück –> ulmen tv

- Über den Joker und moralische Dekonstruktionen: Die Königsklasse

- Jan Jürgen über die Dreharbeiten zu “Trophic Thunder“: Rain of Madness

- Und: PeterLicht in “Melancholie und Gesellschaft”: schon mal anhören


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