1. Dillon – This Silence Kills
25. November 2011. Lese diesen Tweet. Beginne gleich darauf die Suche nach legalen Möglichkeiten, mehr von Dillon zu hören. Breche nach der Textzeile “You don’t like Sonic Youth? / So fuck off and die too!” in die Stadt auf. Stöbere in den beiden verbleibenden Geschäften der Stadt, die noch Tonträger verkaufen, nach This Silence Kills. Finde nichts. Kehre zurück nach Hause. Kaufe das mp3-Album. Höre This Silence Kills drei Wochen am Stück. Glaube, kratze immer noch nur an der Oberfläche. Suche nach Superlativen, welche angemessene Worte sein könnten. Finde bisher keine.
2. Yuck – Yuck
Yuck sind Speerspitze des ersten Revivals, von dem ich gern behaupte, das Original hätte ich schon einigermaßen mitbekommen. Und im Gegensatz zu Eurodance oder Roxette finde ich das heute mindestens genauso gut. Warpaint haben ja im letzten Jahr schon einmal vorgemacht, wie es klingen kann, wenn der 90er Jahre College-Alternative-Postgrunge-wasauchimmer neu interpretiert wird. Auch J. Mascis hat 2011 ein fantastisches Album veröffentlicht und Wet Paint zitieren auf Woe außerordentlich gelungen die großen Vorbilder. So leichtfüßig wie Yuck schafft das allerdings niemand. Jedes Stück klingt wie ein Klassiker, der schon zwanzig Jahre auf dem Buckel haben müsste und den man deshalb um so lieber hat. Was unbedingt als Kompliment zu verstehen ist.
3. Low Vertical – I Saw a Landscape Once
Es ist natürlich unangemessen, eine Band gegen die andere auszuspielen. Trotzdem muss ich schreiben, dass mich Radioheads The King of Limbs komplett kaltgelassen hat. Ganz im Gegenteil zu Low Vertical. Deren Importalbum I Saw a Landscape Once ist, polemisch verkürzt, die beste Radiohead-Platte seit Amnesiac. Denn hier steht trotz aller elektronischen Experimentierfreude immer das Lied im Mittelpunkt. Wächst und wächst und wächst, bis es unverzichtbar wird.






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