
Jeniferever – Spring Tides
(Monotreme Records / Cargo)
Nach: dem Sommer. Der Liebe. Dem besten Augenblick eines Lebens. Dem Zorn. Der Enttäuschung. Dem Rausch. Danach ist der Zeitpunkt, um den es hier geht. Wenn alles schon passiert ist. Wenn sich alles geändert hat. Wenn in nur einer Sekunde geahnt wird, für was es sich lohnen könnte zu kämpfen.
Danach: Träge im Gras liegen. Sonnenstrahlen zerfließen in unzählige Lichtreflexe. Wellen brechen sich am Ufer. Eine Hand gleitet aus der eigenen, ein Schatten verschwindet in der Dunkelheit, ein Ära vergeht. Erinnerungen wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht um den Hals gelegt. Gesichter blitzen auf und verschwinden sofort wieder, Fetzen geführter Gespräche rauschen in den Ohren, alles, was jetzt ist, ist Gedächtnis. Was das mit Jeniferever zu tun hat? Jeniferever sind dieses Gefühl, sind dieser Augenblick, in dem man rekapituliert, was geschehen ist, vielleicht sogar mit einem selbst, wenn noch nicht deutlich scheint, was es für Folgen haben wird, ob es Folgen geben wird, wenn die Gegenwart die Erinnerung an die Vergangenheit ist


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