Die duldende Mehrheit

djt

Das Problem sind nicht die RassistInnen.
Das Problem sind nicht die Klimaskeptiker, nicht die Xenophoben, nicht die Homophoben, die NationalistInnen, die Tea Partyler, die militanten AbtreibungsgegnerInnen, die KreatonistInnen, die NeofaschistInnen, nicht die Politisch Unkorrekten, nicht die FrauenhasserInnen, nicht die Reaktionäre.
Das Problem sind nicht die, die Trump wegen seiner Ansichten gewählt haben.

Das Problem sind die, die ihn trotz seiner Ansichten gewählt haben.

Das Problem sind die 120 Millionen AmerikanerInnen, die trotz der Informationen, die sie über Trump hatten, lieber Kaffee gekocht, eine Folge »The Walking Dead« geschaut, einen Kommentar auf Reddit gepostet haben, als am 9. November 2016 ihre Stimme gegen Trump einzusetzen.
Das Problem sind die, die trotz Trumps Kandidatur nicht gewählt haben.
Das Problem ist die duldende Mehrheit.

Das Problem sind die, die sagten: »Das schafft der niemals.«
Das Problem sind die, die sagten: »Meine Stimme zählt nicht.«
Das Problem sind die, die sagten: »Es ist mir egal.«
Das Problem sind die, die sagten: »Es betrifft mich nicht.«
Das Problem sind die, die sagten: »So schlimm kann es schon nicht werden.«
Das Problem sind die, die sagten: »Schlimmer kann es nicht werden.«

Jetzt sind die das Problem, die sagen: »So schlimm wird es schon nicht werden.«
Jetzt sind die das Problem, die sagen: »Man muss auch solche Positionen tolerieren.«
Jetzt sind die das Problem, die sagen: »Neofaschismus ist eine Meinung.«

Jetzt sind die das Problem, die Trump relativieren.
Die ihn nicht an seinen früheren Aussagen messen.
Die ihm eine Chance geben wollen.

Jetzt sind die das Problem, die glauben, Menschen würden aus dem lernen, was Menschen früher getan haben.
Die annehmen, Geschichte könnte sich nicht wiederholen.
Jetzt sind welche wie Mario Barth das Problem, die eine schnelle Pointe setzen wollen.
Jetzt sind die Jecken das Problem, die sich ein orangefarbenes Toupet auf den Kopf setzen.
Jetzt sind die das Problem, die den nächsten news cycle mit Babyfotos von Trump bestücken.

Jetzt sind die das Problem, die sagen, dass in Europa so etwas nicht passieren kann.
In Österreich.
In Frankreich.
In Deutschland.

Jetzt sind die das Problem, die sagen: »Wir sind gerüstet gegen solche wie Trump.«
Jetzt sind die das Problem, die sagen: »So ist die Meinung des Volks.«
Jetzt sind die das Problem, die sagen: »So sind eben die Zeiten.«

Jetzt sind die das Problem, die kein Post-It-Zettel auf ihre Kühlschränke kleben, auf denen steht: »Das ist nicht normal
Die nicht die nächsten vier Jahre jeden Morgen auf diesen Zettel schauen und laut sagen: »Das ist nicht normal.«

Jetzt sind die das Problem, die nicht die Videos von Schulen schauen, in denen Zehnjährige in der Kantine »Build the wall« brüllen.
Jetzt sind die das Problem, die sagen: »Hakenkreuze wurden schon immer an Häuserwände gesprayt.«
Jetzt sind die das Problem, die nicht die Biographie von Stephen Bannon kennen, Trumps zukünftigem Chefberater.

Jetzt sind die das Problem, die weiterhin schweigen.
Jetzt sind die das Problem, die weiterhin dulden.

Jetzt haben sie eine Lösung für das Problem.

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