Alles Sonnen. Alben 2017.

 

Belgrad – Belgrad
Einige Platten sehr gern gehört, gerade diese und die folgenden beiden haben mich aus unterschiedlichen Gründen glücklicherweise stark angegriffen. Hier – trotz blödem Cover – das schlauste, trübsinnigste Wühlen in Grauzonen. Erdacht und gespielt von Menschen, die früher bei u.a den verehrten Kommando Sonne-nmilch oder Slime gewirkt haben. Anspiel: Niemand

Priests – Nothing Feels Natural
Als würden Sleater-Kinney im Jazzklub wüten. Jede Menge Zorn und Haltung und dazu die wunderschönsten, weil diffusesten Gitarren. Anspiel: Nothing Feels Natural

Arca – Arca
So viele Schichten und jede hat mich zum Heulen gebracht. Vor Unverständnis, Glück, Vollkommenheit. Ist einerseits ohne Kompromisse und zugleich unendlich verletzlich. Björk denkt übrigens ähnlich. Anspiel: Reverie

Julien Baker – Turn Out the Lights
Ihr Debüt hat mich weggerammt wie der Bus aus There Is a Light That Never Goes Out. Es ist so verdammt naheliegend, hier von „zerbrechlich“ und „zart“ zu schreiben. Dabei lauern eine Menge Verzweiflung unter all den Flageoletttönen. Erschütternd wie die letzten zehn Minuten von „Six Feet Under“ in Endlosschleife. Anspiel: Appointments

Mogwai – Every Country’s Sun
Eine Postrock-Langzeitbeziehung, die sich echt gelohnt hat. Weil: So viel Melodie war nie. Anspiel: Party In The Dark

Slowdive – Slowdive
Viel zu spät entdeckt und dann dauerhaft gehört. Fasst zusammen (bzw. ist deren Ursprung), was ich in den letzten Jahren so oft gehört habe. Der Anspieltipp ist ein Monster: starrt auf Schuhe, schaut dabei in mein Herz. Anspiel: Falling Ashes

Nadine Shah – Holiday Destination
Weniger Gitarren * mehr Pop = mehr Experiment. Oder anders: Jedes neue Album von Shah setzt sich auf gute Weise vom Vorgänger ab. Anspiel: 2016

Torres – Three Futures
Weniger Gitarren * mehr Experiment = mehr Pop. Wobei mich ihr vorheriges Album noch zerstörter zurückgelassen hat. Deshalb daraus auch das Anspiel: Strange Hellos

King Krule – The Ooz
Hat mit Mitte Zwanzig schon die komplette Musikgeschichte durchgespielt. Und natürlich ist das nicht „hörbar“ im herkömmlichen Sinn. Mal eine Klangfläche, mal wie der Horizont einer weit entfernten Wüste und meistens wie die letzten Sekunden eines apokalyptischen Films mit angedeutetem Happy End für die Lost BoysAnspiel: The Ooz

Björk – Utopia
Möglicherweise sind Björks Flötengesänge die schönsten Klänge der Welt. Und hat sie tausend neue Farben entdeckt. Und ist das alles auf wunderbare Weise mit dem Schaffen von Arca verwoben. Der Zukunft sowieso. Anspiel: Body Memory

***

Ebenfalls gern gehört

Godspeed You! Black Emperor – Luciferian Towers

Casper – Lange lebe der Tod

Vant – Dumb Blood

Sampha – Process

Dillon – Kind

Cigarettes after Sex – Cigarettes after Sex

Cloud Nothings – Life Without Sound

Cold Specks – Fools Paradise

Der Ringer – Soft Kill

Grandaddy – Last Place

Klez.e – Desintegration

Shipwrecks – Shipwrecks

Chelsa Wolfe – Hiss Spun

the xx – I See You

Thurston Moore – Rock n Roll Consciousness

Zola Jesus – Okovi

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Musik – Die Jahre zuvor

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