Coronamonate. August 2021

31. August | lieber die Pferde

Ein Artikel einer großen deutschen Tageszeitung macht auf mit der Schlagzeile, dass Corona bei 80 Prozent der offiziellen Covid-Toten nicht Todesursache sei. Beim Lesen wird deutlich, dass damit die (vergleichsweise geringen) Zahlen seit Anfang Juli 2021 gemeint sind und dass »die zugrundeliegende Infektion schon länger als fünf Wochen zurückliegt und man daher eher davon ausgehen muss, dass Corona nicht die wirkliche Todesursache war.« Später distanziert sich der befragte Wissenschaftler davon, die Überschrift sei »in ihrer Allgemeinheit falsch und würde von uns niemals so vertreten werden.« Dennoch wird der Artikel entsprechend verbreitet, der Tenor der Überschrift – kaum Tote durch Corona – bleibt bestehen.

Eine andere große Tageszeitung veröffentlicht einen Beitrag, der behauptet, dass wissenschaftliche Erkenntnisse zur Gefährlichkeit des mRNA-Impfstoffes unterdrückt werden. Als Beleg bezieht sich der Artikel auf Studien, die nirgends auffindbar sind.

In Amerika warnt die Behörde für Nahrungsmittel und Medikamente: »Sie sind kein Pferd. Sie sind keine Kuh«, weil Impfgegnerinnen ein Entwurmungsmedikamente für Pferde einnehmen, lieber nehmen sie ein Entwurmungsmedikament für Pferde ein, als sich impfen zu lassen und ich frage mich, wie oft ich Einträge wie diese schreiben werde, ob ich solche Einträge schreiben werde, so lange ich über die Pandemie schreibe.

Ansonsten: Mehrere Ministerien sprechen sich gegen eine 3G-Regel in Zügen aus. In Hamburg schließt Deutschlands größtes Impfzentrum. Das Bundeskabinett beschließt, dass zukünftig die Hospitalisierungsrate das entscheidende Kriterium für Coronamaßnahmen ist. Nach mehr als einem Jahr Fernunterricht kehren die mexikanischen Schülerinnen zurück in die Klassenräume. In Amerika schalten mehrere Kinderkrankenhäuser eine Anzeige, in der sie dazu aufrufen, Kinder vor Covid19 zu schützen.

29. August | vor dem Kabinett

Vor dem Kunsthaus eine lange Schlange. Vierzig Personen dürfen sich zugleich im Gebäude aufhalten. Die draußen sind, müssen warten, bis eine entsprechende Zahl drinnen die Ausstellung verlassen hat.

Ist es soweit, winkt ein Mitarbeiter herein und leitet gleich hin zur Desinfektionsflasche, fordert auf, die Hände darunter zu halten, drückt, so dass der liquide Schutz kontaktlos auf die Hand tropft. Eine Mitarbeiterin führt zum Kontaktformular. Beim Feld mit der Anwesenheitsdauer gibt sie die Zeit des Verlassens vor, »bis 16.30 Uhr«, sagt sie.

Im Haus Maskenpflicht, der erste Mitarbeiter läuft immer wieder die drei Stockwerke zur Kontrolle ab. Oben im Kabinett wird ein Film über das Leben des Künstlers projiziert. Ein Schild weist darauf hin, dass nur drei Personen gleichzeitig im Kabinett sein dürfen. Der Film ist interessant, nach wenigen Minuten sind drei Personen im Kabinett und acht stehen eng beieinanderstehend davor und schauen von dort.

Indem ich diese Beobachtung des heutigen Ausstellungsausflugs notiere, will ich nicht die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen in Frage stellen, zu einer Zeit, da 29 Millionen noch ungeschützt sind. Aber die acht vor dem Kabinett, die sind doch die Logik, die nicht aufgeht. Das ist gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht, ganz konkret am Beispiel, auch grundsätzlich.

Was wäre die Alternative? Die Aufenthaltsbeschränkung im Kabinett aufheben? Einen weiteren Mitarbeiter engagieren, der die Einhaltung der 3-Personen-Regel überwacht und entsprechend einschreitet? Den Film nicht zeigen, um eine solche Situation gar nicht erst entstehen zu lassen?

Vielleicht schreibe ich darüber, weil das Schreiben über die anderen gegenwärtigen Aspekte der Pandemie noch kleinteiliger wäre, viel zu viel sowohl-als-auch beinhalten müsste, zu viel 2G, 3G, zu viel aktuelle Studien über Delta, Long Covid, zu viel Situation der Kinder, zu viel andere eigene Anekdoten, die noch mehr Logiklöcher aufweisen als die acht vor dem Kabinett.

Ansonsten: Weil die Krankenhäuser in Louisiana zu viele Belegungen mit Covid-Patentinnen hat, können die küstennahen Krankenhäuser nicht zum Schutz vor dem Hurrikan Ida evakuiert werden. 2/3 der Befragten sprechen sich in einer Umfrage für 3G (geimpft, getestet oder genesen) in Zügen aus. Die Zahl der Covid19-Patientinnen auf den deutschen Intensivstationen steigt über 1000. Coronademos in Berlin. 2G in Hamburg für Restaurants, Kulturveranstaltungen und Fitnessstudios.

27. August | wie weiter

Der vorherige Eintrag hätte der letzte sein sollen; anderthalb Jahre, 18 Monate Coronamonate, endlich zu einem Abschluss finden. Die dadurch freiwerdende Zeit könnte ich gut gebrauchen, auch die Kraft, die Gedanken. Aber weder fühlt sich das Datum noch der Eintrag an wie ein Ende. Und gewiss ist auch, dass Corona als Bestandteil des Alltäglichen andauern wird, hier, anderswo sowieso.

Aber wie weiter? Über was schreiben? Wieder die Schulen zum Thema machen? Die Ablehnung? Die Entscheidungen? Die Zahlen? Die Maßnahmen? Die Geschichten über Masken? Die Anekdoten?

So viel, zu viel schon beschrieben. Auch wenn sich die Perspektiven ändern, bleibt der Kern fast jeden Themas bestehen. Das Grundsätzliche, so scheint mir, hat sich in den ersten Wochen schon gezeigt. Seitdem gibt es Variationen und Erweiterungen davon. Die Impfgegnerinnen von heute treibt die gleiche Kraft an wie die Querdenker von April 2020. Der Stellenwert, den die Gesellschaft Kindern in der Pandemie einräumt, hat sich seit Beginn nicht wesentlich geändert. Das Aufnehmen von wissenschaftlichen Erkenntnissen erfolgt nach ähnlichen Mustern.

Wie also schreiben? Vielleicht doch endlich wie ein Tagebuch: nüchtern festhalten, was geschieht (Die Entscheider geben sich zufrieden mit der Durchseuchung der Kinder), ohne den Anspruch, darüber hinaus Überlegungen entwickeln, ab und an ein Gefühl einwerfen? Wann wäre dann das Ende? Ein loses Lockerlassen, ein Mäandern bis 2025? Andererseits: Interessant wäre es schon, den Moment zu erwischen, in dem Corona rausrutscht aus der Bedeutung.

24. August | meine einzigen 20er Jahre

Auf dem Bahnsteig stehen zwei Studentinnen und sprechen miteinander über Online-Vorlesungen, welche Seminarleiterin sie schon einmal persönlich getroffen haben und einen Musikclub und dessen Hygienekonzept, es hätten nur dreißig reingedurft, waren aber viel mehr und ich denke, achtzehn Coronamonate später ist das so, die Pandemie hat sich auf eine Weise in den Alltag eingeschrieben, die so selbstverständlich ist, dass ich gar nicht weiter darüber nachdenke, keinen Gegensatz zu alten oder neuen Realitäten konstruieren muss, Corona ist in alles eingegangen, ist selbst Struktur, die fest ist und sich zugleich wandelt, sich aber nie auflöst.

Ein fluides Coronagefüge, festgezurrt die Nachrichten, die da ist Impfgegnerin und der ist mir fast ein bisschen zu besorgt, das lockere Umgehen mit Masken, die Zahlen, die Beschränkungen, eingeflochten in den Alltag, ein pragmatischer Umgang damit, ein notwendiges Mitdenken, wie sich die Pandemie auf mein geplantes Tun auswirkt, immer mal wieder Änderungen, aber im Grund nehme ich die Pandemie als Schicht, die sich über die Gesellschaft und deren Tun gelegt hat, hin wie all die anderen Schichten.

Daran ändert auch nichts, wenn die Entscheider die Inzidenz abschaffen, damit es irgendwie weitergehen kann, ändert auch nichts, dass sich neun Millionen Kinder infizieren werden mit unbekannten Folgen, ändert auch die nächste Querdenkerdemonstration nicht und der nächste Impfaufruf einer Band oder das Gespräch mit einem Verwandten oder ein Artikel eines Virologen oder die Auflösung des Rätsels, ob das Virus aus einem Labor oder einer Fledermaus stammt.

Corona ist seit anderthalb Jahren und wird noch länger sein, ein Gespräch auf dem Bahnsteig, dann ziehe ich die Maske hoch und betrete das Zugteil und einer trägt keine Maske und nehme das wahr, checke kurz mögliche Reaktionen durch, mache nichts, lese auf einer Newsseite von steigenden Zahlen in einem fernen Land und scrolle mich durch mein Insta, wo jemand ein Urlaubsfoto aus diesem Land postet und ich gebe dennoch ein Herzchen und ich komme zuhause an im Homeoffice, wo an der Wand die Erinnerungen hängen an die ersten Lockdowns und daneben im Kalender die Termine für das kommende Jahr, dass sie stattfinden können oder nicht längst eingepreist in diese Coronahälfte meiner einzigen 20er Jahre.

23. August | Inzidenzende

Die Verantwortlichen schaffen die Inzidenz als Richtwert für eine Bewertung der Lage ab und es fühlt sich an wie Abschiednehmen von einem treuen Wegbegleiter. Die Inzidenz war fast von Anfang an mein Gradmesser für den Stand der Pandemie. Darauf zu verzichten, wird schwerfallen, weil die Zahl – bei aller Ungenauheit – so klar und eindeutig war; ein Wert, eine Tendenz, der Zustand der Welt mit einem Blick erfasst.

Ansonsten: Bundesweit liegt die Inzidenz bei etwas über 50, in NRW doppelt so hoch. Die WHO fordert reiche Länder, mit Auffrischimpfungen zu warten, bis die Impfquoten in ärmeren Ländern höher sind. 200 Millionen Euro von der Bundesregierung für Luftreiniger in Schulen und Kindergärten. Der erste Lockdown löste kein Babyboom aus; allein aus der Zeit des Abflachens der ersten Welle lässt sich eine leicht erhöhte Geburtenrate ableiten. Andrea Colonnetta aus Italien lässt sich einen QR-Code tätowieren, der auf sein digitales Impfzertifikat verweist.

21. August | endlicher Sommer

Allmählich sickert die Erkenntnis ins Bewusstsein, dass auch der diesjährige Sommer endlich ist. Wo früher diese Einsicht Melancholie hervorrief, ist da in einem Pandemiesommer noch viel mehr. Passend dazu werden über 9000 Neuinfektionen vermeldet. Die Verdopplung ist mittlerweile nicht mehr nur zu sehen, wenn ich mit der Lupe dicht an die Graphen gehe. Mit jedem Tag werden Linien und Landkreise roter, seit dem Tiefststand vor sieben Wochen hat sich der 7-Tage-Mittelwert der Neuinfektionen mehr als verzehnfacht.

In diesem Tempo weiter angesteckt wird es noch vor der Wahl einen Höchststand an Neuinfektionen geben, die damit verbundenen Zahlen werden ebenfalls steigen, anders, als vor einem Jahr, aber steigen. Die deutliche Mehrzahl der ins Krankenhaus eingelieferten sind ungeimpft. 53 Millionen haben zumindest eine Impfung, was bedeutet, 30 Millionen haben sie nicht und leben weiterhin in 2020.

Letztens mehrere Gespräche über die Sache mit den Rechten und Verboten für Geimpfte / Ungeimpfte, unterschiedliche Meinungen, auch, weil im Gespräch erst erarbeitet werden musste, worin epidemiologisch betrachtet das Vergehen der Ungeimpften besteht. Eine Frage in den Gesprächen: Was, wenn Intensivstationen belegt sind mit kranken Ungeimpften, wenn dadurch Operationen, die Geimpften helfen würden, verschoben werden müssen? Wo endet, beginnt die Freiheit einer jeden? Diese und andere Fragen werden bald nicht mehr nur hypothetisch gestellt sein. Auch, ganz egoistisch die Frage, ob es wirklich so sicher ist, dass die zahlreichen Pläne für die nächsten Monate sich so umsetzen lassen werden.

Ich lese, dass Singapur ein neues– wäre dieser Eintrag eine Power-Point-Präsentation, würde ich schreiben – Mindset in Erwägung zieht: Sars-CoV-2 bald nicht mehr pandemisch, sondern endemisch zu sehen, als jährlich wiederkehrender Virus. In diese Überlegungen fließen Zahlen ein – an der Grippe sterben dort im Jahr etwa 800 Menschen, an Covid bisher 46. Welche Maßnahmen rechtfertigen welche Zahlen? Ein Prognosemodell gehen für Singapur von 400 Covidtoten in einem »normalen« Jahr aus. Wie soll das berechnet werden? Und wie könnte es anders sein, als irgendwann Zahlen zuzulassen, um nicht ewig in einer Pandemie zu verharren?

Hier kann es diese Überlegungen erstmal nicht geben; nicht heute, nicht in diesem Herbst, nicht im Winter. Pandemie wird mindestens bis Frühling sein.

Ansonsten: Mit AY.3 breitet sich eine Mutante der Deltavariante aus, die noch ansteckender zu sein scheint. Spanien erklärt Deutschland zum Risikogebiet. Im Ahrtal haben nach der Flut mobile Impfteams fast 5000 Impfungen verabreicht. Bei den Spielen der Fußball-EM in London haben sich über 3000 Menschen angesteckt. Wie das Immunsystem Kinder vor Covid schützt.

19. August | am Erdbeerstand

Am Erdbeerstand in der Schillerstraße eine engagiert geführte Diskussion: die Verkäuferin versucht die Dame vom Impfen zu überzeugen; »Schauen Sie sich die Zahlen der Impftoten und die der Coronatoten an, vergleichen Sie die Wahrscheinlichkeiten«, sagt die junge zur älteren Frau. Eigentlich müsste es umgekehrt sein. Denn laut einer Umfrage liegt die niedrigste Impfquote bei den 24-35jährigen, dort findet sich auch die mit Abstand höchste Zahl der Impfverweigererinnen, die Millennials als selbstgewählte Treiber der Pandemie.

Ansonsten: Corona in Afghanistan. Der Papst sagt, Impfen sei ein Akt der Liebe. Ende September sollen in Deutschland die zentralen Impfzentren schließen. In New York muss vor dem Betreten von Innenräumen nahezu aller Freizeitangebote ein Impfnachweis erbracht werden. In NRW gilt als Impfnachweis für Kinder zukünftig der Schülerausweis. Nach sechs Monaten ohne Neuinfektionen geht Neuseeland in einen Lockdown. Vor dem Konzert seiner Band Turbobier impft der österreichische Punkrocker und studierte Arzt Marco Pogo seine Fans. Impfungen für Geister:

18. August | sieben

Weiterhin nicht möglich, über die Pandemie zu schreiben. Mehrere Versuche zu verstehen, was geschehen ist in den Wochen und Monaten davor, wie es zu einer solchen Verheerung kommen konnte. Im Geschehen Ähnlichkeiten zur Pandemie, ebenso zur Klimakatastrophe: Warnungen, längst ausgesprochen von Fachleuten, der Verweis auf eine Verschlimmerung der Lage, das Zeichnen wahrscheinlicher Szenarien. Von Verantwortlichen das Ignorieren dieser Warnungen, ein Aussitzen, Lauern auf ein Durchmogeln, als das Schlimme eintritt, Worthülsen, hektische Versuche, Tatkraft zu simulieren, um die eigene Untätigkeit zu vernebeln.

Die Worte pauschalisieren, ich weiß, bei weitem nicht alle Verantwortlichen handeln so, nicht alle ignorieren, nicht grundsätzlich immer alle. Ich weiß, ich sollte sorgfältig betrachten und den Kontext einbeziehen und mich nicht entrüsten, sondern nüchtern bewerten, verstehen, welche Bestimmungen und Zwänge und Tücken des Systems, doch dann wache ich auf am letzten Morgen und lese, ein deutsches Flugzeug rettet sieben Menschen aus Kabul, das Flugzeug damit nahezu leer, die anderen, die ebenfalls gerettet werden wollen, stehen nicht auf Listen, werden nicht durch-, zu- und reingelassen und werden deshalb nicht gerettet, ich weiß, ich müsste verstehen, was das für Listen sind, wer wen durchlässt und nüchtern die Tücken des Systems bewerten und für alles lässt sich eine Erklärung finden, aber am Ende ist, was ich sehe: ein Flugzeug landet in Kabul und hebt nahezu leer wieder ab, die Ähnlichkeiten.

17. August | Bilder aus Afghanistan

Es fällt schwer, heute einen Eintrag zum Thema Pandemie zu schreiben, während ich die Bilder aus Afghanistan sehe; Menschen klammern sich an Fahrgestelle von Transportflugzeugen, weil sie hoffen, so den Taliban zu entkommen, die währenddessen von Haus zu Haus gehen und Menschen exekutieren. Andere Bilder zeigen die Flugzeuge in der Luft, kleine, schwarze Punkte fallen von den Flugzeugen, Menschen, sie stürzen auf Kabul.

Es sind Bilder, die mehr als Bilder sind, Bilder, für alles Versagen stehen, dieses bewusste böswillige Versagen, dieses bewusste böswillige Opfern, dieses bewusste böswillige Wegducken, diese bewusste böswillige Bürokratie. Es sind Bilder, die sich nicht ungeschehen machen lassen, Bilder, die etwas Grundsätzliches erzählen über diese dysfunktionale, auch so grausame Welt, Bilder, ich denke an den »Falling Man« aus dem WTC, 9/11. Vor zwanzig Jahren der Beginn dieses Invasionszyklus, an dessen Ende stehen wieder aus hoffnungsloser Höhe fallende Menschen, ein Zirkelschluss, der kaum zu ertragen ist, Menschen klammern sich an Flugzeuge, weil ihre Angst vor den Taliban größer ist die Angst vor dem Fall.

Ich schreibe diesen Eintrag nur, weil ich das Gefühl habe, es ist das Einzige, was ich dem entgegensetzen kann, ein Festhalten der Bilder, so dass ich später einmal beim Wiederlesen nicht vergessen haben werde, dass dieser Tag ein weiterer Endpunkt war, ein weiteres Wegbrechen von Gewissheiten, eine weitere niederschmetternde Niederlage aller, die glauben, die Wiederholung wäre nicht ewig.

Und dennoch fühle ich mich verpflichtet, die Gedanken hin zum Thema dieser Aufzeichnungen zu lenken, mich vielleicht zu fragen, was das Virus in dieser Situation bedeutet, wie bedeutungslos das Virus ist für jene, die auf den Flughafen flüchten, für jene, die jedes Foto, jeden Text, jede Erinnerung an die letzten zwanzig Jahre vernichten, weil sie fürchten müssen, ein Zettel, eine Mail, ein Lied könnte ihr Todesurteil sein, für jene, die von den Taliban aufgefordert werden, jeweils eine Tochter und einen Sohn den Taliban zu überlassen.

Das Virus, könnte ich schreiben, macht keinen Unterschied zwischen einem religiösen Fundamentalisten, einer Ärztin, einem Dolmetscher, der für die Bundeswehr übersetzte und zurückgelassen wurde, einem Mädchen, das eine Schule besuchte, einem Politiker, dem es vorrangig darum geht, dass 2015 nicht erneut geschieht, einer Führungskraft, die eine Firma leitet, die an den 770 Milliarden Dollar, die in den Krieg investiert wurden, verdiente. So einfach ist es nicht. Jeder ist in einer sozialen Situation und diese entscheidet auch über das Virus.

Darüber hinaus sind die Informationen spärlich: Früher gingen die Taliban gegen die Polioimpfung vor. Das Impfen gegen Corona unterstützen sie. Afghanistan hat eine niedrige Impfquote und eine junge Bevölkerung, die offiziellen Zahlen sind zu niedrig angesetzt, wegen Delta gibt es momentan eine Welle.

Doch will ich das wirklich wissen? Will ich wirklich in Erfahrung bringen, ob die Taliban impfen lassen? Ich sehe das Fallen, zwanzig später wieder, in zwanzig Jahren.  

Ansonsten (das vollkommen unbedeutend wirkt angesichts der Worte darüber): Die Stiko empfiehlt das Impfen für Kinder ab 12 Jahre.

16. August | vier

Noch viereinhalb Monate, dann werden wir im vierten Jahr der Pandemie sein.

Ansonsten: Laut Berichten sind die Zahlen des Robert-Koch-Instituts bei den Geimpften zu niedrig angesetzt; man geht von 5 Millionen Geimpften mehr aus. Beschwerden über die Luca-App; in nur 60 Fällen half die App bei der Kontaktverfolgung. Höchststand von Kindern, die mit einer Coviderkrankung in amerikanischen Krankenhäusern liegen. Vor und nach dem Bundesligaspiel des 1. FC Köln wird am Stadion geimpft.

15. August | Currywurst

Am Ende doch erstaunlich, wie im Wahlbekampf – beziehungsweise in der Berichterstattung über den Wahlkampf, was der eigentliche Wahlkampf ist – Corona kaum ein Thema ist. Stattdessen: u.a. Currywurst.

14. August | worauf warten

Die Pandemie wird erst keine Pandemie mehr sein, wenn sie endemisch wird, lese ich. Endemisch wird das Sars-CoV2-Virus sein, lese ich, wenn es in bestimmten Abständen mit bestimmten Veränderungen wiederkehrt und ein bestimmtes Maß an Erkrankungen verursacht, für die meisten ungefährlich, weil die allermeisten schon einmal infiziert waren und die Körperabwehr das Virus dadurch schon kennt, lese ich.

Ich lese, so gut wie jeder wird das Virus bekommen und denke, was für eine Kränkung, was für eine Missachtung des Kraftakts, dem ich mich seit anderthalb Jahren aussetze, die Kunst, die Anstrengung, das Virus zu vermeiden. Es wird sich nicht vermeiden lassen und ich frage mich: worauf warten?

Eine der ersten notwendigen Einsichten in der Pandemie war die Erkenntnis, dass die große Gefährlichkeit des Virus nicht allein im Virus selbst liegt, sondern in einer Gleichzeitigkeit der Erkrankungen. Ich frage mich: Ist das immer noch so? Wenn 60% geimpft sind, wie sieht dann eine Gleichzeitigkeit von Infektionen mit dem erwartbaren Anteil schwerer Verläufe aus? Wie sieht eine Gleichzeitigkeit aus, wenn weitere zehn Prozent vom Impfen überzeugt wurden und die Impffreigabe für die Kinder erfolgt ist? Was machen wir dann mit der Gleichzeitigkeit von erkrankten Impfunwilligen?

Eine Herdenimmunität wird bei Delta nicht erreicht werden, lese ich. Worauf dann warten? Wenn alle das Virus bekommen werden, es aber nicht gleichzeitig geschehen soll, wäre dann ein allmähliches Durchseuchen nicht eine sinnvolle Strategie? Hilft das aktuelle Steigen dann nicht beim Beenden der Pandemie? Sollte so die Durchseuchung nicht vornehmlich bei den Geimpften stattfinden, um die 10-15%, die der Impfstoff nicht geregelt bekommt, allmählich zu infizieren? Ist das alles Quatsch, unterliege ich einem groben Denkfehler, ist Durchseuchung nicht das, was mich im April 2020 schon abstieß? Warum schreibe ich so, als wäre dieses kontrollierte Durchseuchen eine Lösung? Und was ist mit den erkrankten Impfunwilligen? Nehme ich ihr Kranksein ungerührt hin, sage ich: Immerhin hatten sie die Freiheit, darüber zu entscheiden, sollen sie auch die Konsequenzen tragen?

Wenn Impfen das Ende der Pandemie sein sollte – etwas, das ich immer vorausgesetzt hatte – wann endet dieses Impfen? Ist dann nicht die höchste Priorität, den Impfstoff Kindern zugänglich zu machen und mit allen Mitteln so viele vom Impfen zu überzeugen?

Was, wenn Impfen nur ein Teil des Pandemieendes ist und dazu die vielen anderen, über die letzten achtzehn Monate antrainierten Elemente benötigt? Wann werde ich diese Elemente aus meinem Leben nehmen können? Wie lange noch warten?

Worauf warten, frage ich mich, was ist das, was uns übers Ziel bringt; nicht für diesen Sommer, nicht mal für den Herbst? Aber zumindest 2022. Irgendetwas muss es ja sein, worauf warten?

Ansonsten: Weltweit über 205 Millionen Infektionen und 4,5 Millionen Tote. An Schulen in Nordrhein-Westfalen muss bei Coronafällen zukünftig nicht mehr die ganze Klasse in Quarantäne, sondern nur noch die Sitznachbarin. Berichte, nach denen sich der erste Coronapatient doch in einem Labor in Wuhan infiziert haben könnte.

13. August | abschätzen

Die Prognosen für den Herbst laufen los, sie verheißen nichts Gutes: dreißig-vierzig Prozent nicht vollständig Geimpfte, die Delta-Mutante, die deutlich ansteckender ist, auch bei Geimpften, der Wegfall der Saisonalität, Wegfall von Maßnahmen. In der Summe ein Herbst wie vor einem Jahr, nur die Notbremsen gebremster. Ich nehme die pessimistischen Perspektiven zur Kenntnisse, halte sie nicht für unwahrscheinlich, vielleicht sogar für mehr und lege alle weiteren Gedanken dazu in eine Schatulle, die ich gewissenhaft verschließe und dort verstecke, wo ich nur selten hinsehe, im Oktober werde ich sie wieder öffnen, dann, wenn ich keine Einträge mehr darüber schreiben muss.

12. August | das Schrumpfen des Gs

5G – fünfte Generation des Mobilfunks, Auslöser der Corona-Pandemie

3G – Zutritt zu öffentlichen Innenräumen nur für Geimpfte, Getestete und Genesene (ab 23. August 2021)

2G – Zutritt nur für Geimpfte und Genesene (wird kommen)

Die Konferenz hat beschlossen, dass ab Oktober Tests nur noch kostenlos sein werden für jene, die nicht geimpft werden können. Das ist der Versuch, Druck auf die Ungeimpften auszuüben und damit zum Impfen zu bewegen. Dahinter steht die Überzeugung der Mehrheit der Gesellschaft, dass es der Gesellschaft mit einer hohen Impfquote besser geht als mit niedriger Quote. Wer diese Mehrheitsüberzeugung nicht teilt und damit aus Sicht der Gesellschaft der Gesellschaft schadet, soll Nachteile erleiden, in dem er oder sie Geld ausgeben muss, um Teilhabe an bestimmten gesellschaftlichen Aktivitäten zu erlangen oder ganz davon ausgeschlossen wird.

Ich formuliere recht umständlich, weil ich die Diskussion um Notwendigkeit und Nutzen dieses Drucks unentschlossen verfolge. Dafür wird argumentiert. Dagegen wird gesprochen, gefragt wird, ob dieser Druck tatsächlich zum Impfen animiert, ob Impfanreize oder inhaltliche Überzeugungsarbeit nicht wirkungsvoller wären. Ob es nicht sogar schädlich wäre, wenn ab Oktober weniger getestet wird. Ob nicht die Geimpften sich weiter testen lassen sollten, weil auch trotz Impfung eine Infektion möglich ist.

Impfgegner rufen zu einem »Testboykott« auf, sie wollen die Orte, die sie wegen 2G nicht betreten dürften, freiwillig nicht betreten. Gottesdienste werden von 2&3G ausgenommen, Kinos befürchten Umsatzeinbußen, Konzertveranstalter hoffen, dass durch 2G wieder volle Konzerte möglich sein werden, Markus Söder sagt, dass 2G so oder so kommen werde und es ihm lieber sei, jetzt ehrlich darüber zu reden, als es zu bis nach der Bundestagswahl zu vertagen, Rechtsexpertinnen sehen in einer Testpflicht für Ungeimpfte einen möglichen Grundrechtseingriff und Sozialverbände fragen nach den Kosten für einen Test, der momentan bei etwa vierzig Euro liegt. Über allen die Frage, wie individuelle Freiheiten gegen das Gemeinschaftswohl gewichtet werden sollten.

Ansonsten: Mit etwa siebzigtausend Erstimpfungen sind es so wenige wie seit Januar nicht mehr. Zum Beginn des neuen Schuljahres sollen in Italien 12-18jährige vorrangig geimpft werden. Britische Forscherinnen erklären, dass Herdenimmunität gegen Delta unmöglich sei.

11. August | gegensätzliche Aussagen

Ich frage mich, was eine Covid-Erkrankung für ein Kind bedeutet. Ich lese, die Gefahr sei gering, andere Viren, andere Infekte stellten eine wesentlich größere Bedrohung dar. Direkt neben dieser beruhigenden Aussage steht das Gegenteil dieser Aussage; so und so viele Kinder im Krankenhaus, PIMS, energielos, wenn auch nur wenig tödliche Verläufe schwere Beeinträchtigungen, ein normales Leben über Monate für die erkrankten Kinder nicht möglich.

Beide Beurteilungen der Situationen arbeiten mit Zahlen, mit Belegen, mit Studien, mit Anekdoten. Beide Beurteilungen sind Quellen, denen ich vertraue. Es ist mir unmöglich zu bewerten, wem ich in Gedanken folgen sollte. Ich kann aus den gegensätzlichen Bewertungen nicht ableiten, ob das Virus für Kinder eine Gefahr darstellt oder nicht.

Ebenso so gegensätzliche Bewertungen lese ich über die Impfungen für Kinder; unbedingt notwendig, überflüssig, die Risikoabwägung eine andere als bei 90jährigen Vorerkrankten. Auch hier kann ich aus den Informationen keine klare Position ableiten.

Ich sehe nach Island, ich sehe dort die Impfquote, sehe die aktuellen Infektionszahlen, sehe Ähnliches in anderen Ländern. Ich lese, dass es keine Herdenimmunität geben wird, nicht so, wie ich sie vor einem Jahr verstanden habe: 85% geimpft und schützen damit die verletzlichen 15%, auch die Kinder, die Neugeborenen. Ich lese, dass wir alle das Virus bekommen werden, die Ungeimpften im besonderen Maße und damit auch die Kinder. Ich schlussfolgere: Jedes Kind wird Antikörper bilden, sei es durch eine Impfung oder durch das ungefährliche, das gefährliche Virus.

Wenn ich nichts tue, geschieht etwas, umgekehrt ebenso. Die Option, keine Entscheidung zu treffen, existiert nicht. Wie soll ich reagieren? Wie soll ich aus sich widersprechenden Bewertungen eine Entscheidung ableiten?

Später lese ich, dass Sars-CoV-2 ein neurotropes Virus ist. Es richtet auch neurologische Schäden an. Diese können Jahre, auch nach einer symptomlosen Erkrankung, auftreten. Das bedeutet: Heute kann niemand mit Sicherheit sagen, ob das Virus für Kinder gefährlich ist oder nicht.

So seltsam das klingt: Dieses Wissen hilft mir bei der Bewertung. Mit dieser Information kann ich zu einer Entscheidung gelangen.

Ansonsten: Mehr als eine Millionen Kinder ab 12 Jahre sind in Deutschland geimpft. Die Ministerpräsidentinnenkonferenz beschließt, dass ab Oktober die Bürgertests für Ungeimpfte kostenpflichtig werden. Trotz großer Probleme mit Lieferketten während der Pandemie wollen nur wenige deutsche Unternehmen stärker auf heimische Lieferketten setzn. Wegen eines Rohrbruchs wird die Sauerstoffversorgung einer Klinik im russischen Wladikawka unterbrochen, mehrere Covid-Patientinnen sterben. Am Düsseldorfer Karneval dürfen nur Geimpfte und Genesene teilnehmen. Nachdem eine Krankenschwester im April anstatt Impfstoff Kochsalzlösung verimpfte, müssen nach neusten Erkenntnissen fast zehntausend Menschen neu geimpft werden. Weil Impfgegnerinnen der BBC Werbung für Impfstoffe vorwerfen, wollen sie den Sendebetrieb stören, stürmen aber das falsche Gebäude.

10. August | welches Narrativ

Auch wenn ich dieses »Narrativ« schon mehrmals in den Coronamonaten verbraten habe: selten zuvor hat es sich bedeutungsloser angefühlt, über die Pandemie zu schreiben als nach den letzten Wochen, angesichts der Brände und Fluten, dem Versiegen und Entweichen, all den Vorhersagen, die, so scheint es dieser Tage, viel zu optimistisch Zeitpunkte von Kipppunkten prognostizierten.

Und die Frage, ob der Dauerzustand einer Verheerung, die in der Welt ist, nicht zwangsläufig immer sofort und in ihrer schlimmsten Auswirkung schon vor der eigenen Haustür, aber spürbar, ob diese ständige Präsenz der katastrophalen Ausnahme nicht nur zwei Jahre war, sondern die Gegenwart nächsten Jahrzehnte sein wird, wenn man ehrlich ist, den Rest der meisten momentanen Leben. Ich kann weghören und wegschauen. Aber da ist das Feuer trotzdem und da verschwindet trotzdem das Moor und da ist trotzdem Methan und bei mir die Erfahrung, dass die Verleugnung dieser Realität auch Ideologie ist.

Und diese Gesinnung ist stark und funktioniert nach den gleichen querdenkenden Dynamiken, den ich in den letzten anderthalb Jahren überrascht und fassungslos beigewohnt habe und die sich nur bedingt brechen lassen; so, wie ein rechtskonservativer amerikanischer Radiomoderator rund ums Impfen Verschwörungen strickt, an Covid erkrankt, auf der Intensivstation bereut, sich nicht geimpft zu haben, an Covid stirbt und dieses Bedauern, dieser Tod keine seiner Zuhörerinnen vor ihrer Überzeugung abbringen wird.

Der Kampf gegen die Katastrophe ist immer einer gegen verschiedene Kräfte und eine Kraft ist immer nach innen gerichtet und diese kostet die meiste Aufmerksamkeit, ist nutzlos aufgewandte Energie, Luxus, sich das leisten zu können. Anders gesagt: Was, wenn die Endzeitfilme Lehrfilme waren?

Solche Sätze schreibe ich in diesem August und relative sie mit einem nachgeschobenen letzten Absatz, weil ich nicht befürchten möchte, sie könnten sich bewahrheiten. Aber wie könnte ich noch immer über Masken schreiben und von bizarren Erlebnissen mit Hygienekonzepten in gastronomischen Einrichtungen?

Ansonsten: China bestraft wegen der aktuelle Coronawelle mehrere Funktionäre wegen »schleppender Reaktion und unzureichendem Management«. Deutschland gibt eine Million Impfdosen AstraZeneca an andere Länder ab. Das amerikanische Militär führt eine Impfpflicht ein. Geimpfte dürfen wieder nach Mekka pilgern. In Wuhan werden alle elf Millionen Einwohnerinnen getestet. »Keiner von uns ist zum Alien geworden«, sagt Kanzlerkandidat Olaf Scholz zum Thema Impfen.

9. August | zurückgleiten

Nach acht Tagen, in denen ich die Pandemie nur wahrgenommen habe, wenn sie in meine Komfortzone von einen Meter fünfzig eintrat und bequemerweise weltweit für mich nicht stattfand, nun ein allmähliches, unfreiwilliges, auch unwilliges Zurückgleiten in die Wirklichkeit, in der das zweite volle Coronajahr nur noch vier volle Monate haben wird.

Kein Überblick, aber zumindest ein flüchtiges Verweilen auf Themen, die ansonsten Einträge gewesen wären: Impfen wird vom Gesundheitsminister als patriotischer Akt bezeichnet, etwas, das es sicher nicht ist. Die Gewalt auf der Berliner Querdenken-Demonstration. Die Impfzulassung für Kinder ab 12 Jahre. Die Bratwust als Symbol für Impfanreize, besser, als Sinnbild dafür, dass Impfen nun eine andere Strategie benötigt, auch als soziales Abbild, ich denke, warum nicht, alles, was zum Impfen anregt, ist willkommen, selbst Rosenkohl wäre es. Ein neuer Impfstoff, der auf Nanotechnologie basiert und Partikel mit Spike-Proteinen enthält. Die verschämt versteckten Studien, dass Schulen massive Treiber der Pandemie sind. Das RS-Virus, das für Babys und Kleinkinder gefährlicher ist als Sars-CoV2, und das sich aufgrund der Hygienemaßnahmen der letzten Monate gerade stark verbreitet.

Währenddessen füllen sich die Zettel, auf welche die Besucherinnen der Ausstellung ihre Erinnerungen und Gedanken zur Pandemie schreiben können, »Wir haben Hühner bekommen, das war toll«, ist einer dieser Sätze.

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