Coronamonate. Oktober 2021.

26. Oktober | Kimmich II

Noch immer bestimmt das Reden über Joshua Kimmichs Äußerung, dass er mit dem Impfen warten wolle, die Diskussion. Neben den notwendigen und erhellenden Aufklärungen zu Kimmichs Befürchtungen von Nebenwirkungen, die Jahre später erst eintreten könnten, auch ein hartes Reden aus verschiedenen Richtungen, Kritik an Kimmich sowie die Äußerungen jener, welche diese Kritik als Beleg einer Coronadiktatur sehen.

Ich überlege, ob eine Impfpflicht nicht ehrlicher wäre. Denn natürlich wird Druck auf die Ungeimpften ausgeübt. Dieser Druck folgt einer nachvollziehbaren Logik. Etwas kopflastig formuliert vielleicht so: Die deutliche Mehrheit der Gesellschaft hat entschieden, Corona als Gefahr für ihre Mitglieder zu betrachten und entschieden, dass Impfungen eine der effektivsten Wege sind, diese Gefahr zu bannen. Wenn Teile dieser Gesellschaft diesen Weg nicht gehen, dann stellen sie eine Gefahr für die Gesellschaft da. Die Gesellschaft – Staat, Medien, Institutionen, auch das Private – muss dieses Entziehen dann eben auch als Gefahr betrachten und entsprechende Maßnahmen zum eigenen Schutz ergreifen; kommunikativer Druck, Motivation, Verbote etc.

Wie jeder, der sich für die Impfung entscheidet, trifft auch ein Ungeimpfter eine Entscheidung. Es gibt das Recht, sich nicht gegen das SARSCoV2-Virus impfen zu lassen. Aber die Ungeimpfte kann nicht erwarten, dass ihre Entscheidung ohne Konsequenzen bleibt. An den allermeisten Bereichen der Gesellschaften kann sie weiterhin teilnehmen, aber an einigen ausgewählten eben nicht oder nur eingeschränkt. Sie kann ihre Meinung äußern, kann ihre Entscheidung erläutern. Aber sie muss mit Gegenrede rechnen, auch mit heftiger, gerade weil ihr Verhalten letztlich eines ist, das andere gefährdet.

All dieses Reden und Gegenreden wird gerade an Kimmichs Interview vollzogen, ein Symbol für viel Unausgesprochenes und noch mehr längst Bekanntes, ist hilfreich und notwendig, wenn ein Informationsfluss stattfindet, ist dort kontraproduktiv, wo verzerrt und polemisiert wird, ein Satz, der hinter jedem Abschnitt stehen könnte, hier besonders.

24. Oktober | schlafwandeln

Wie ein Déjà Vu sollten sich diese Tage der vierten Welle anfühlen – die steigenden Zahlen, die Vorhersagen, das Abwiegeln, alles auf seltsam schlechte Weise vertraut und bereits mehrfach durchlebt und -litten. Doch ist es anders in diesem zweiten Herbst. Ich merke es an mir selbst. Das Wissen um das Geimpftsein lässt mich maskenlos durch jeden noch so engen Raum laufen. Ich feiere drei Mal Jugendweihe in der größten Halle, die die Stadt zu bieten hat. Die Sorglosigkeit ist größer als jede Inzidenz. Ich denke: Ich bin geschützt. Ich denke: Wer nicht geschützt ist, ist es aus freien Stücken. Ihm und ihr muss meine Besorgnis nicht gelten.

Diese irgendwie auch logische Sorglosigkeit wird verstärkt durch die mittlerweile bekannten systemischen Dynamiken, die in der Pandemie seit fast zwei Jahren für jeden offensichtlich sind. Warum sollte nach all der Zeit ausgerechnet jetzt jemand ernsthaft die Sorge um die Schulen und Kindergärten über irgendwelche anderen Interessen stellen?

Parallel zu dieser Sorglosigkeit ist mir – vermutlich vielen – bewusst, dass die Rechnung nicht aufgehen kann. Die Aerosole wandern ja dennoch durch die Schulklassen. Die Ungeimpften, die selbstsicher behaupten, dass ihr Immunsystem Schutz genug sei, erkranken ja dennoch und füllen die Intensivstationen, selbst wenn ich denke: Wer nicht geschützt ist, ist es aus freien Stücken. Und dort steht dennoch das ausgelaugte Personal und die ECMO wird dennoch gelegt, selbst wenn die gefäßkranke Patientin zuvor alle hundert Videos des Corona-Ausschusses gesehen und geglaubt hat.

Aber das Ende der pandemischen Lage wird dennoch in wenigen Wochen in Aussicht gestellt und das Reden vom Freedom-Day schwillt an, 3G2GkeinG und Maskenpflichten fallen und Apothekerinnen fälschen Impf-QR-Codes, die Impfquote bleibt stabil bei unter 70 und jemand redet von Impfapartheid, irgendetwas mit Boosterimpfungen, aber kein wirklicher Plan und irgendwie schlafwandeln wir alle weiter hinein in diese verdammte vierte Welle, die letzte aller Wellen, bevor Frühjahr 2022 wird, zwei Jahre Corona und dann muss das endlich vorbei sind, müsste es heute schon, fast 70% sind schließlich geimpft, warum enden sie einfach nicht, diese elenden Coronajahre?

23. Oktober | Kimmich

Der Fußballspieler Joshua Kimmich erklärt in einem Interview, dass er noch ungeimpft sei, weil er Langzeitstudien abwarten wolle. Kimmich ist Initiator von We Kick Corona, einer Stiftung, die medizinische Einrichtungen unterstützt und schreibt: »Corona ist dauerhaft nur in den Griff zu bekommen, wenn überall auf der Welt ausreichend Impfstoff verabreicht werden kann.« Diese Diskrepanz zwischen Ungeimpftsein und den Impfstoff als Notwendigkeit im Kampf gegen Corona sorgt für Überraschung, es wird diskutiert.

Ich nehme das Interview zum Anlass, noch einmal über Langzeitfolgen bei Impfungen zu lesen. Ich eigne mir Informationen an. Langzeitfolgen kann es geben, lese ich, als unmittelbare Folgen der Impfung, die über einen langen Zeitraum anhalten. Was als ausgeschlossen gilt, weil es in zweihundert Jahren Impfungen bisher noch nicht auftrat, sind Schäden, die erst Monate oder Jahre nach der Impfung geschehen. Auch die Narkolepsie, die als Folge der Impfung gegen die Schweinegrippe auftrat, geschah schon kurz nach den Impfvorgängen. Bei der Impfung gegen Covid kann eine Herzmuskelentzündung auftreten. Die Wahrscheinlichkeit einer Herzmuskelentzündung bei einer Covid-Erkrankung ist deutlich höher.

Wie die meisten Informationen in der Pandemie kann ich diese nur schwer beurteilen. Ich muss auf die Bewertung und Einordnung von Fachleuten zurückgreifen, denen ich Fachwissen und Kompetenz zuschreibe. Ich entscheide, dass ich vertraue, dass ich diese Informationen so lese. Sie ändern nichts an meinem Verhalten, nichts an meiner Überzeugung. Sie sind Argumente in möglichen zukünftigen Diskussionen.

Nachgang des Interviews zahlreiche Wortmeldungen, Beiträge, Threads, welche Informationen über unwahrscheinliche Spätfolgen einer Impfung zum Inhalt haben, diese unaufgeregt teilen, Kimmichs Bedenken ernstnehmen und informieren, auf diese Weise agieren und zerstreuen, nicht polemisch, ein sinnvoller Weg.

22. Oktober | 20000 Zahlen

20000 Neuinfektionen deutschlandweit, der höchste Wert seit Mai. Verdopplung der Todeszahlen innerhalb einer Woche, jetzt bei 116. Deutscher Hot Spot ist Thüringen mit einer Inzidenz von knapp 200. In Weimar liegt die Inzidenz bei den 5-14jährigen um die 800. In Großbritannien 50000 Neuinfektionen, in Lettland steht die Inzidenz bei 900, weshalb das Land einen Lockdown beschließt.

Lauter Zahlen, die eines sagen: Die Vierte Welle ist (wieder) da.

Ansonsten: Der Bundesgesundheitsminister spricht sich dafür aus, Ende November das Ende der epidemischen Lage zu erklären.

20. Oktober | Rumänien

Ein weiterer Ort, der in der Pandemie für eine bestimmt Zeit steht. Diesmal Rumänien. Die Inzidenz liegt über 1000, alle vier Minuten stirbt täglich ein Rumäne, eine Rumänin an Covid. Geimpft sind nur 28% der Bevölkerung, was auch an Missinformationskampagnen liegt; Priester, die sagen, Impfen sei eine Sünde Prominente, die erklären, wie gefährlich Impfen sei, Ärzte, die behaupten, der Impfstoff sei tödlicher als die Krankheit, Medien, die davon profitieren, Politikerinnen.

In den Krankenhäusern gibt es Medizin, gibt es Beatmungsgeräte. Aber das Personal fehlt. Viele rumänische Ärztinnen arbeiten im reicheren Westeuropa. In diesem Oktober ist Rumänien Hochrisikogebiet, der Hot Spot der zweiten Phase der Vierten Welle. Seit dem 1. Oktober gelten Beschränkungen: »Restaurants, Kinos und Theater dürfen jetzt nur Geimpfte und Genesene betreten. Am Wochenende dürfen Ungeimpfte das Haus nicht verlassen, von acht Uhr am Abend bis fünf Uhr in der Früh.«

Ansonsten: In Weimar liegt die Inzidenz bei den 5-14jährigen bei 681. Thüringen führt nach den Herbstferien wieder die Maskenpflicht an Schulen ein.

18. Oktober | 2G 2

Besprechung für eine geplante Veranstaltung. Nicht unkompliziert, für den zweiten Coronawinter alle Eventualitäten einzubeziehen. An einem Punkt sagt eine von uns: Falls dann 2G sein sollte, kann ich nicht daran teilnehmen.

Alle verstehen sofort. Sie ist nicht geimpft und wird nicht geimpft sein. Wir sind uns sympathisch, die Zusammenarbeit klappt, wir haben gemeinsame Pläne. Zuerst ist da Überraschung. Nie hätte ich angenommen, dass die Impffrage eine zwischen uns wäre. In meinem Kopf für Sekunden ein Rasen, die Überlegung, was eine angenehme Reaktion wäre, ob es eine Reaktion geben sollte: ein Nachfragen nach ihren Beweggründen, ein Darlegen meiner Meinung, eine Diskussion. Diskussionen darüber, so viel ist klar, führen zu nichts. Sind anstrengend. Lenken vom eigentlichen Plan ab. Haben das Potential, die Zusammenarbeit dauerhaft zu gefährden.

Ihr Tonfall ist unaufgeregt, ohne jede Form einer Provokation. Sie gibt lediglich eine Information weiter. Und wir, die jetzt die anderen sind, eine Gruppe sind, die Geimpften sind, die einer Ungeimpften gegenübersitzen, nehmen diese Information auf. Und dann – geschieht nichts. Wir reden weiter. Wir arbeiten mit der Information. Fragen uns zielorientiert: Unter welchen Umständen könnte es zu 2G kommen? Können wir die Veranstaltung auch ohne sie bestreiten? Vielleicht verschieben? Wie lange?

Nur einmal kommt die Rede auf Long Covid bei Kindern. Ein kurzer Versuch, jeweils die eigenen Ansichten zu präsentieren, ein halbherzig vorgetragenes Unterfangen, weil beiden »Seiten« klar ist, dass die andere Seite nicht überzeugt werden wird, nicht heute, nicht hier.

Später denke ich, dass ich eigentlich damit leben kann. Ich kann ihre Entscheidung nicht nachvollziehen, halte sie für unvernünftig, vor allem unlogisch bei allem Wissen, das über die Covid-Krankheit und über die Impfung bekannt ist. Aber – ich kann mit der Entscheidung leben, denke ich, ich kann damit leben, sich so gegenüber zu sitzen und unterschiedlich auf die Welt zu schauen und in ihr handeln und zielorientiert mit dieser Unterschiedlichkeit zu arbeiten. Ich kann damit leben, zumindest könnte ich das, wenn alle, die geschützt sein wollen, geschützt sein können, wenn Kinder, wenn meine Kinder geschützt sein können und nicht in einer Stadt leben, in der die Inzidenz in ihrer Altersgruppe auf die 500 zueilt. Solange es für sie keinen Schutz geht, kann ich damit nicht leben, denke ich, halte ich die Entscheidung nicht für sozial. Aber später einmal, denke ich, könnte es so sein, auf diese Weise sich gegenübersitzen.

Später an diesem Tag denke ich daran, wie wir anfangs im Zimmer das Fenster öffneten und im gegenseitigen Einverständnis die Masken abnahmen und ich denke daran, dass ich gern schon zu diesem Zeitpunkt gewusst hätte, wer geimpft ist, wer nicht, denke, eigentlich sollte ich ziemlich wütend sein.

Ansonsten: Der ehemalige US-Außerminister Colin Powell stirbt trotz Doppelimpfung an einer Covid19-Erkrankung. Biontech und Pfizer beantragen eine Impfstoffzulassung für Kinder in Europa.

16. Oktober | Kinderinzidenz Weimar

Die Inzidenz in Weimar steigt auf 142. »Das Infektionsgeschehen in Weimar hat seinen Schwerpunkt in den letzten Tagen nachweislich im Bereich der Schulen und Kindergärten bzw. in deren Folge bei den Familien dieser Kinder« steht auf der Stadt-Weimar-Seite, dazu die Forderung des Oberbürgermeisters: »Land soll Testpflicht in Schulen und Kitas sofort wieder einführen«. Die Inzidenz für die Altersgruppe von 5-14 liegt in Weimar bei 482 und auch wenn die Inzidenz gerade bei Kindern nicht die entscheidende Zahl sein sollte, denke ich, diese Zahl sollte so nicht sein.

Eine befreundete Lehrerin erzählt, dass in ihrer Schule bei einem Coronafall die Klassen getrennt werden, kleinere Kurse, das ist die Maßnahme bei dünner Personaldecke. Ich lese einen Text von Harald Welzer in Bezug auf das Coronamangement in Schulen: »Stattdessen fiel einer […] Kulturministertruppe nichts anderes ein, als junge Menschen zu Hochinfektionszeiten im Winter in Klassenräume zu pferchen und alle 20 Minuten das Fenster aufzureißen […] In Wahrheit saß diesen verantwortungslosen Frauen und Männern […] nur die Wirtschaft im Nacken, die zu viel Arbeitszeitverlust durch Homeschooling zu vermeiden versuchte. Verächtlicher kann mit einer nachrückenden Generation gar nicht umgegangen werden.«

Am Abend berichtet eine Freundin, dass sie ihre Kinder hat offlabel impfen lassen, damit diese nach anderthalb Jahren wieder in den Kindergarten gehen können.

15. Oktober | Impfzahlen

Diskussion um die Impfzahlen. Die sind zu niedrig, erklärt das Robert-Koch-Institut, man könne von fast vier Millionen Geimpfter mehr ausgehen. Diese neuen Zahlen stammen zum Teil aus einer Befragung, aus deren Ergebnis die tatsächlichen Impfzahlen hochgerechnet werden. In Portugal sind 98% der Erwachsenen geimpft.

14. Oktober | Liefers

Jan Josef Liefers, im April Protagonist von #allesdichtmachen, berichtet von Erfahrungen, die er bei einer Visite auf einer Intensivstation gemacht hat. Er klingt ehrlich betroffen, erzählt von Schicksalen. Später im Bild-Interview wettert er gegen die Impfpflicht, spricht von Erpressung. Ein paar Tage später sitzt er als kritische Stimme, Sachverständiger und Antipode bei Maybrit Illner, das ewige Talkshow-Diskurs-Karussell.

12. Oktober | Kindertests

Husten, Schlappheit, leichtes Fieber. Ein Test fürs Kind wird vereinbart. Möglich ist der erst am folgenden Tag, weil wegen der nun kostenpflichtigen Tests die Stationen verkleinert und verlagert werden und Umzüge stattfinden. Zudem lassen laut Hotline nach dem Wochenende viele Eltern ihre Kinder testen. Ein Tag später wird aufgrund der Symptome der geplante Schnelltest zu einem PCR-Test umorganisiert. Im Warteraum ausschließlich Mütter mit ihren Kindern. Als wir gehen, kommen uns weitere Eltern mit Kindern entgegen. Im Bekanntenkreis sind nahezu alle Kindergartenkinder krank zuhause. In Gedanken spiele ich die nächsten beiden Wochen durch, wie eine Quarantäne wohl aussehen könnte, spiele in Gedanken den Winter durch, die Rückkehr der Atemwegserkrankungen für Kinder, die Prognosen. Vielleicht beginnen diese Coronamonate gerade erst.

10. Oktober | hinter Mauern

Nach der (Corona)Ausstellung war vor der nächsten Ausstellung. So verbrachte ich von den letzten Tagen die meisten in der Burg. Hinter den dicken Mauern verschwand die Pandemie; seit vielen Monaten wusste ich über Tage nicht die Höhe der Inzidenz, kannte nicht den Stand der Pandemie, geht es rauf, runter, weiterso, fast so, als wäre es ohne Bedeutung.  Nichts in Erfahrung zu bringen und nicht einmal über dieses Nichts zu schreiben, fühlte sich wie ein Verrat an diesen Einträgen kann und andererseits dringend notwendig.  

Präsent ist die Pandemie in den Gesprächen über das Konkrete. Im Schloss gilt nun die 3G-Regel. Eine Teststation muss eingerichtet werden. Vorgaben gibt es viele, die praktische Umsetzung wird dem Schloss überlassen, all die Fragen, die damit einhergehen. Auch von anderen Seiten die Bürokratie. Einerseits dutzende Seiten mit Verboten und Geboten, andererseits die Abwesenheit von Hinweisen davon, wie sich diese praktisch umsetzen lassen. Die Pandemie als ein Leviathan, eine bürokratische Monstermaschine.

7. Oktober | 2G

Gestern die erste Lesung, auf der 2G gilt. Zutritt nur Geimpfte und Genesene. Als ich davon höre, ist der erste Gedankenreflex: Gut so, dann kommen nur die Vernünftigen. In der nächsten Sekunde schon das Innehalten, das Reflektieren des Reflexes, das Zurücknehmen. Einerseits unterstelle ich schon, dass, wer sich bis Oktober 2021 nicht impfen lässt, unvernünftig handelt. Gleichzeitig widerstrebt mir dieses Einteilen, dieses Pauschalisieren. Am Abend postet ein Bekannter erneut einen Beitrag in Zusammenhang mit 2G unter dem Schlagwort »Impfrassismus« und ich bin davon ebenso angeekelt wie von meinem Reflex, mehr noch.

5. Oktober | Abbau

Abbau der Coronamonate-Ausstellung. Schon seltsam: Gerade eben erschien es mir unwirklich, dass ich während der Pandemie eine Ausstellung über die Pandemie vorbereite. Erschien es unwirklich, dass ich, eben doppelt geimpft, schon aus den Coronamonaten lese und sie an Wände hänge, jedes Bild wie ein Schlusspunkt. Und nun ist dieses Abgeschlossene selbst schon Vergangenheit, während die Gegenwart weiterhin wütet, geprägt von den all den bekannten Coronathema – 2G, 3G, Triage, Intensivbettenbelegungsdiskussion, zu denen ich tatsächlich gerade gern mehr schreiben würde als nur eine Aufzählung. Aber andererseits würde es möglicherweise auch genügen, diese Seite hinunterzuscrollen.

2. Oktober | 700000

700.000 Covid-Tote in den USA. 100.000 davon in den letzten hundert Tagen, zu einer Zeit, als für jeden Impfstoff kostenlos zur Verfügung stand, so viele vermeidbare Tragödien.


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