Jan-Philipp hebt in Chemnitz die Hand zum Hitlergruß

Jan-Philipp hat vorgeglüht. Leim schnüffeln, den Leim, mit dem Freiherr Götz von Kubitschek seine Antaios-Bücher in Polen binden lässt und dazu Sing meinen Song gehört, die Folge, in der Xavier Naidoo die emotionalsten Lieder von Frei.Wild neuinterpretiert. Noch zwei Dosen Sterni nachgekippt und dann ab zum Nischel.

Dort treffen sich die Kollegen, um zu trauern. Die Kollegen kommen vom Sonnenberg. »Nazikiez« schrieben die aus dem Feuilleton. Für Jan-Philipp ist es Heimat. Deutsche Heimat. Ein Pleonasmus. Jan-Philipp lacht. Wie ostdeutscher Patriot.

Am Nischel ist die Hölle los. Joachim Gauck liest seinen vielbeachteten ZEIT-Artikel vor, Michael Kretschmer bittet die Gegendemonstranten eindringlich, das Image von Sachsen nicht nachhaltig zu schädigen und Frank Plasberg macht ein spontanes Hart aber Fair, weil Faschismus eine Meinung ist und die auch ihren Platz haben muss im Diskurs. Mäßig interessiert hört Jan-Philipp zu. Lieber geht er jagen; Gutmenschen, Ölaugen, Schmierfinken, Volksverräter eben. Oder wie es in der Nationalelf heißen würde: Kartoffeln gegen Kanaken. Weiterlesen

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