Der Hashtag-Countdown.

Verfasst Januar 5, 2012 von 3toastbrot
Kategorien: Medien

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Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll. Es gibt Präsidenten, die beginnen einen Krieg durch die Hilfe von Fehlinformationen. Andere fälschen sehr offensichtlich Wahlen. Oder entmachten das Verfassungsgericht. Bush, Putin, Orbán und natürlich Berlusconi. Alles Staatsoberhäupter in als offiziell so bezeichneten Demokratien. Natürlich hinkt dieser Vergleich, weil der deutsche Bundespräsident nur eine repräsentative Funktion erfüllt. Und außerdem einen verbilligten Kredit angenommen und dem BILD-Chefredakteur auf dem Anrufbeantworter gedroht hat.

Ich weiß nicht, ob das Bagatellen sind. Sehr wahrscheinlich nicht. Ich weiß, dass es Bagatellen sind im Vergleich zu anderen Verfehlungen, die Würdenträger in hohen Ämtern begangen haben. Ich weiß, dass man Verfehlungen nicht gegen Verfehlungen aufrechnen sollte, weil jede Verfehlung (oder jede Täuschung oder jeder Betrug oder jeder Machtmißbrauch) eine eigene Geschichte hat. Ich weiß nicht, ob die aktuellen Bagatellen/ Nichtbagatellen nicht längst Vorwand sind.

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2011. Pro Kontra.

Verfasst Dezember 29, 2011 von 3toastbrot
Kategorien: Medien

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Pro

Niklas Luhmann
Black Swan

Tschick
Blue Valentine
Himmelsrand
Der Name der Leute
Das Gespenst des Kapitals
Fringe
Tree of Life
Nichts
Melancholia
Super 8
Tyrion Lannister
Toni Kroos
Submarine
Blankets
Nucky Thompson
Über uns das All

Kontra

Interviewbücher

Jahresliste: Alben 2011. Hyperrealitäten im Zehnerpack.

Verfasst Dezember 18, 2011 von 3toastbrot
Kategorien: Musik

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1. Dillon – This Silence Kills

25. November 2011. Lese diesen Tweet. Beginne gleich darauf die Suche nach legalen Möglichkeiten, mehr von Dillon zu hören. Breche nach der Textzeile „You don’t like Sonic Youth? / So fuck off and die too!“ in die Stadt auf. Stöbere in den beiden verbleibenden Geschäften der Stadt, die noch Tonträger verkaufen, nach This Silence Kills. Finde nichts. Kehre zurück nach Hause. Kaufe das mp3-Album. Höre This Silence Kills drei Wochen am Stück. Glaube, kratze immer noch nur an der Oberfläche. Suche nach Superlativen, welche angemessene Worte sein könnten. Finde bisher keine.

2. Yuck – Yuck

Yuck sind Speerspitze des ersten Revivals, von dem ich gern behaupte, das Original hätte ich schon einigermaßen mitbekommen. Und im Gegensatz zu Eurodance oder Roxette finde ich das heute mindestens genauso gut. Warpaint haben ja im letzten Jahr schon einmal vorgemacht, wie es klingen kann, wenn der 90er Jahre College-Alternative-Postgrunge-wasauchimmer neu interpretiert wird. Auch J. Mascis hat 2011 ein fantastisches Album veröffentlicht und Wet Paint zitieren auf Woe außerordentlich gelungen die großen Vorbilder. So leichtfüßig wie Yuck schafft das allerdings niemand. Jedes Stück klingt wie ein Klassiker, der schon zwanzig Jahre auf dem Buckel haben müsste und den man deshalb um so lieber hat. Was unbedingt als Kompliment zu verstehen ist.


3. Low Vertical – I Saw a Landscape Once

Es ist natürlich unangemessen, eine Band gegen die andere auszuspielen. Trotzdem muss ich schreiben, dass mich Radioheads The King of Limbs komplett kaltgelassen hat. Ganz im Gegenteil zu Low Vertical. Deren Importalbum I Saw a Landscape Once ist, polemisch verkürzt, die beste Radiohead-Platte seit Amnesiac. Denn hier steht trotz aller elektronischen Experimentierfreude immer das Lied im Mittelpunkt. Wächst und wächst und wächst, bis es unverzichtbar wird.

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Jahreslisten: Lieder 2011. Fünfundsiebzig außerkörperliche Erfahrungen.

Verfasst Dezember 15, 2011 von 3toastbrot
Kategorien: Musik

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Jede Liste ist ein Ausdruck von Scheitern. Deshalb könnte hier auch die Top 4, 8, 15, 16, 23 oder 42 stehen. Würde genausoviel Sinn ergeben und ebenso wenig. Sind aber 75 Lieder geworden, von denen ich hoffe, dass sie mich weit über 2011 hinaus begleiten werden.

1. Adele – Rolling In The Deep

Wie schrieb ich vor knapp einem Jahr: Kaum sind jedoch meine Die besten Lieder 2010 gewählt, ist mir klar, was „Rolling in the Deep“ ist: ein Klassiker. Jetzt schon unverzichtbar. Anders gesagt: Ich möchte, dass die kommenden Tage nur aus diesen drei Minuten dreiundfünfzig Sekunden bestehen. Ersetze „die kommenden Tage“ durch „2011″ und es ist das Lied, was ich etwa 200+ mal gehört habe (und davon etwa die Hälfte im Supermarkt). Aber egal. Denn spätestens ab There’s a fire starting in my heart sind alle eventuellen Übersättigungsgefühle auf Null gesetzt.

And you played it to the beat

2. Heather Nova – Everything Changes


Even the pain hurts like it should

3. Street Chant – Less Chat More Sewing

Wenn man von Musik begeistert ist, dann spricht man oft davon, dass sie einen direkt erwischt. Ohne Vorwarnung, aus dem Nichts taucht etwas auf und krallt sich fest. Im Kopf, im Körper, womit man Musik eben erfassen kann. Erst viel später wird klar, was eigentlich passiert ist. Oder auch nicht. Was meistens auch besser so ist. Musik nicht verstehen, sondern eine Hand zur Faust und mit der anderen sich die Gegenwart krallen. Und weil man ich ist, schreibe ich: Ich habe nichts verstanden. Möchte aber, dass die nächste Revolution von diesem Lied angeführt wird.

There’s no point in hating / but`ll do it anyway

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Kino. Quentin Tarantinos Die Hochzeit meines besten Freundes.

Verfasst Dezember 6, 2011 von 3toastbrot
Kategorien: Film

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Weil das Jahr sich dem Ende zuneigt und ich etwa soundsovielen Filmen ungerechtfertigterweise keinen Platz in diesem Blog einräumte, einige schnelle Zusammenfassungen, der Vollständigkeit halber.

Whip it

Eigentlich sollte hier alles stimmen: Thema (Rollergirl wird findet eigenen Weg ins Leben), Musik (Peaches, The Breeders, Jens Lekman), Darstellerinnen (Ellen Page, Kristen Wiig, Drew Barrymore, Juliette Lewis, Marcia Gay Harden,), Attitüde (albern, engagiert, ernsthaft interessiert). Und vielleicht ist genau dies ein Problem: Den Whip It weiß exakt, was sie sein will und wem sie ein Denkmal setzen will und wem sie was gegenübersetzen will (all den Coming-of-Age-Filmen, in denen die Frauen entweder nur Mutter sein dürfen oder Manic Pixie Dream Girl). Deshalb die Empfehlung mit einigen Einschränkungen.

Super 8

Einige Filme brauchen ja zwei Stunden oder mehr, um eine Geschichte zu erzählen, die vielleicht gar nicht mal so herzzerreißend ist. Super 8 benötigt dafür genau ein Bild, die Eröffnungsszene. Da möchte man schon in Tränen ausbrechen und fühlt sich später wohlig aufgefangen in einer Umgebung, die man auch Kindheit nennen könnte. Also die guten Seiten, die E.T. ähnlich beschrieben hat. (Jeder ist übrigens vertraglich verpflichtet, in Texten über Super 8 E.T. zu erwähnen.) So sind die ersten 2/3 des Films wunderbar – und weil mir kein besseres Wort einfällt, schreibe ich es noch einmal – wunderbar. Kleine große Momente, die in der Summe mehr Wärme erzeugen als alle HollywoodBlockbuster der letzten zehn Jahre und die meisten Independentfilme dazu. Dann kommt leider das Monster und damit die Armee und so verliert sich Super 8 schließlich in einer unnötigen, aufgeblasenen Materialschlacht und gibt die kleinen großen Momente aus der Hand, um statt dessen in der Größe nur das Unwichtige zu zeigen.

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Reflexe. Guttenberg und die Zwickauer Zelle.

Verfasst November 24, 2011 von 3toastbrot
Kategorien: Medien

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Eine Folge der Affäre um Karl-Theodor zu Guttenbergs Doktorarbeit ist Humor. Kurz vor Veröffentlichung meines Buches sollte ein kleines Porträt in der Beilage einer Lokalzeitung erscheinen. Dazu führte ich im März ein Telefongespräch mit der dafür verantwortlichen freien Redakteurin.

Sie: Wie lange haben Sie an ihrem Erzählband gearbeitet?
Ich: Die erste Geschichte entstand … [und dann folgte die Standardantwort auf diese Frage]
Sie: Na, da haben Sie hoffentlich nichts abgeschrieben.
Ich: Das verstehe ich nicht.
Sie: Na, wegen dem Guttenberg. Und der Doktorarbeit. Der hat doch abgeschrieben.
[langes Schweigen]
Sie: Das war ein Witz. Weil der doch abgeschrieben hat.

So ungefähr fand der Dialog statt. Auch in den folgenden Wochen wurde auf die Auskunft, dass ich ein Buch geschrieben hatte, mehrmals scherzhaft gefragt, ob schreiben nicht abschreiben bedeuten würde. Dazu ein verschwörerisches Zwinkern, so, als wäre man Komplize in einem besonders medienreflexiven Spiel.

Nur: Mit dieser Reaktion befand ich mich noch in einer komfortablen Position. Denn in meinem Freundes- und BekanntInnenkreis gibt es einige DoktorandInnen. Und da hatte zu Guttenberg und die Berichterstattung über ihn schon ganze Arbeit geleistet. Ab Ende Februar war der Begriff „Doktorarbeit“ unmittelbar mit dem Begriff „Plagiat“ verbunden. Dabei war selbstverständlich jede im privaten Kreis geäußerte Unterstellung, man hätte bei der Doktorarbeit betrogen, niemals ernst gemeint, sondern ein reflexhafter Kommentar, der seine einzige inhaltliche Berechtigung aus der unmoralischen Handlung eines Prominenten und der entsprechenden Berichterstattung über ihn bezog. Schön fürs Kabarett, weniger schön für, sagen wir mal, DoktorandInnen.

Warum ich gerade jetzt darüber schreibe? Angenommen, terroristische Naziserienkiller hätten erst in Jena und später in Zwickau gelebt. Und weiter angenommen, ich würde momentan in der Nähe von Jena wohnen. Und wäre in einem Ort geboren, der nahe Zwickau liegt, ein Ort, zu dem ich meistens anfüge: liegt nahe Zwickau. Zwickau ist eine gute Referenz, denn vielen ist Zwickau ein Begriff. Zwickau wäre einmal fast in die 1. Bundesliga aufgestiegen und Zwickau ist Bestandteil vieler rhetorischer Konstruktionen wie beispielsweise „Von Aachen bis Zwickau.“

Jedenfalls war ich gespannt, welcher Stadt die terroristischen Naziserienkiller zuordnet werden würden: Jena oder Zwickau? Während Thüringen ohne zu zögern stellvertretend für Jena in die Presche sprang und die negativen Assoziationen somit auf ein komplettes Bundesland umlenkte, war ansonsten von der Zwickauer Zelle die Rede, vom abgebrannten Haus in Zwickau, vom braunen Sumpf in Zwickau. Zwickau Zwickau Zwickau.

Damit war schnell klar, dass Zwickau zukünftig in einer Reihe mit Orten wie Winnenden, Hoyerswerda, Mölln, Sebnitz, Solingen, Erfurt, Rostock-Lichtenhagen stehen würde. Ein Ort, eine negative Assoziation. Da halfen hundert Lichterketten und hundert Aktionsbündnisse nicht, da bleibt ein Stutzen, wenn man man den Namen hört, da kramt man aus Schubladen Erinnerungsfetzen heraus und versucht sich erinnern, was in diesem Ort einmal Schlimmes geschah. Auch wenn man das vielleicht nicht mehr exakt zuordnen kann, irgendetwas war da und das reicht schon fürs Abhaken.

Für Zwickau kann der Bundespräsident einladen oder die Justizministerin Geld auszahlen – den Reflex wirds wenig scheren. Zukünftig werde ich sagen müssen: ich wurde in einem Ort geboren, der gar nicht mal so weit entfernt von Plauen liegt. Oder Leipzig. Oder Dresden. Bis auch dort etwas geschieht, das die Liveticker und Talkshows viele Tage lang beherrscht.

Nachtrag:
Wenn man wissen will, in welchem Umfeld sich so ein Reflex besonders wohlfühlt, sollte man den aspekte-Beitrag mit dem Titel „Extreme Gewaltbereitschaft“ anschauen. Dort reist der Münchner Schriftsteller eines Romans über V-Männer nach Jena, kommt am Bahnhof Jena-Paradies an und sieht seine Vorurteile bestätigt.

Der Beitrag beginnt mit der Äußerung des Autoren: „Ich sehe nicht deutsch aus und ich würde gern den Osten bereisen, aber ich habe einfach zu viel Angst, um mich hier frei zu bewegen.“ Dann läuft er durch die Fußgängerzone, spricht mit einem Exnazi und einem Pfarrer. Am Ende des sechsminütigen Beitrags wird er gefragt, ob sich sein Bild vom Osten gewandelt. „Nö“, sagt er und lacht, „hat sich nicht gewandelt. War aber jetzt auch nicht so schlimm.“ Er steigt am Bahnhof Paradies in den Zug und der Offkommentar ergänzt: „Trotz mutiger Menschen wie Pfarrer König oder dem Aussteiger Uwe Luthart fährt Steven Uhly eher erleichtert zurück nach München.“

Da ist er auch. Der Reflex. Jena. Thüringen. Der Osten. Extreme Gewaltbereitschaft.

Zum aspekte Beitrag

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Reflex: Ein Reflex ist eine unwillkürliche, rasche und gleichartige Reaktion eines Organismus auf einen bestimmten Reiz. Reflexe werden medial vermittelt.

Videos. Like a Door to Door American Idol.

Verfasst November 9, 2011 von 3toastbrot
Kategorien: Musik

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Born Gold – Lawn Knives

we all cut close / and snip snip snip

Jennifer Courvoisier – We Met

if we never met / surely there would be / someone else for you / somebody for me

PeterLicht – Das Ende der Beschwerde

Gesellschaft ist toll / wenn nur all die Leute nicht wären

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Kino. Ein Film wie ein Diagramm an einer Weißwandtafel.

Verfasst November 7, 2011 von 3toastbrot
Kategorien: Film

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Melancholia | Restless | Tim & Struppi | Margin Call | Contagion | Über uns das All

Melancholia

Zu Antichrist schrieb ich, dass ich gern einmal einen kompletten Film in Zeitlupe sehen würde. Das war keine launige Bemerkung, sondern voller Ernst gemeint. Und die ersten, so unglaublichen Minuten von Melancholia verstärken diesen Wunsch ungemein. Weil: Jedes Frame hier ist spannender als das Gesamtwerk von Stieg Larsson. Und düsterer sowieso. Ansonsten teilt sich Melancholia in zwei Teile. Teil Eins ist ein Best-of von von Trier. Also: Beziehungen, die in lauter Fremdschämmomenten voreinander kapitulieren und dabei auf nichts und niemand Rücksicht nehmen, am wenigsten auf die Zuschauer. Wobei sich Trier dabei seltsam lustlos zeigt und sich fast ausschließlich auf Effekte beschränkt, wo er sonst stets darüber hinausgeht. Hat zur Folge, dass alle Abgründe nur angerissen werden und mir deshalb die Figuren auch seltsam egal bleiben.

Im zweiten Teil hingegen verzichtet er auf alles bis auf drei Figuren plus Weltuntergang. Der wird morbide und gelassen auf einem herrschaftlichen Anwesen abgewartet. Plötzlich entsteht eine seltsame, schmerzhafte Klarheit – wer was will und wozu wie steht und vor allem wofür. Der rationale Kiefer Sutherland vs. die mütterliche Charlotte Gainsbourg vs. Emo Kirsten Dunst. Von diesem zweiten Teil könnte ich keinesfalls die Geschichte nacherzählen, möchte aber dennoch keine Sekunde und kein Bild missen. Besonders am Ende. [Spoiler] Inmitten einer magischen Höhle warten die letzten Menschen, dass ein gigantischer Planet voller Traurigkeit sie überrollt und in einem Feuerball verschlingt. [/Spoiler] Gemeinsam mit Tree of Life dürfte Melancholia damit den diesjährigen Spitzenplatz im „Von Mikro zu Makro und dabei an Maximum an Leben erzählen mit phänomenalen Bildern, die sich einen Dreck um Pathosvorwürfe scheren“ – Wettbewerb einnehmen. Read the rest of this post »

Lesereise (12). Frankfurt. Willst du glücklich sein? Oder normal?

Verfasst Oktober 17, 2011 von 3toastbrot
Kategorien: Buch

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Lesungstagebuch: „Ausschau halten nach Tigern.“

Frankfurt, Buchmesse, 13. Oktober

Die Buchmesse beginnt in diesem Jahr an einem Montag im Thüringer Wirtschaftsministerium. Unten im Foyer sind in einer Glasvitrine verschiedene Bücher aufgestellt. Da steht Sarah Wagenknecht neben dem Ratgeber Gelassen bleiben und einem mehrere hundert Seiten dicken Bericht über die Kreativwirtschaft in Thüringen. Wegen letzterem bin ich hier. Ich wohne in Thüringen, bin ab und an kreativ und stehe damit prototypisch für einen wichtigen Standortfaktor des Freistaates. Um diesen Standortfaktor hinaus in die Welt zu tragen, wird seit kurzem Öffentlichkeitsarbeit betrieben, die darüber informiert, was Thüringen alles ist – Erbauer der Brooklyn Bridge, Unterstützer von Raumfahrtmissionen, Eva Padberg. Als Teil dieser Kampagne sponsert das Wirtschaftsministerium einen blauen Stand auf der Buchmesse, auf dem sich Verlage präsentieren und zudem gelesen wird.

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Mehr Texte aus der Perspektive von Halstüchern.

Verfasst September 18, 2011 von 3toastbrot
Kategorien: Medien

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Hinweis: Wer Inhalte erwartet, muss nicht unbedingt weiterlesen.

Etwa einmal im Jahr schreibe ich einen Blogeintrag darüber, weshalb ich so wenige Blogeinträge schreibe. Dafür finden sich stets sehr nachvollziehbare Gründe. Außerdem hat ein solcher Blogeintrag den Vorteil, dass so ein weiterer Blogeintrag entsteht. Auch diesmal kann ich erklären, weshalb von den letzten zehn Einträgen zwölf mit der Lesereise in Verbindung stehen und ich darüber hinaus keine eigenen Gedanken äußere. Ich könnte schreiben, dass ich ansonsten viel Zeit damit verbringe, viel zu schreiben, z.B. Längeres und sich durchschnittlich drei Seiten pro Tag nicht mal eben so schreiben und wenn doch, das Bedürfnis nicht so riesengroß ist, danach noch pointiert den Alltag einzufangen, der vielleicht gar nicht mal so spannend ist.

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