Alben 2022. Diese schwierige Dekade.

Black Country, New Road – Ants From Up There

Das Debüt hatte mich damals (2021) bis ins Mark begeistert. Ein knappes Jahr später der Nachfolger, in der Woche der Veröffentlichung verlässt Sänger Isaac Wood, der mit Text und Vortrag so maßgeblich für BCNR ist, die Band. Und dann ist »Ants From Up There« nicht besser als »For The First Time«, es ist auf andere Weise genauso gut und mit »gut« meine ich außergewöhnlich und mit »außergewöhnlich« ein eigenes Universum, in dem jeder Ton zigfach gespiegelt und transzendiert wird und Wellen schlägt, die ganze Kontinente musikalischer Genres zum Einsturz bringt. So viele Inseln, outstanding, kurz vor dem Ende »Snow Globes«, ein kostbarstes Stück Musik, die Wiederholung, das Anschwellen, die Erlösung, der Text, der vielleicht einfach gemeint sein könnte und so viele Ebene trägt. Entweder explodieren Black Country, New Road weiterhin in den nächsten Jahren oder »Ants From Up There« war die Implosion. Jedenfalls ohne Wenn und Aber meine Band dieser schwierigen Dekade.

Kae Tempest – The Line Is a Curve

Spoken Word, Lyrik, Theater, Roman und Musik, immer diese Musik. Immer das Genaue, immer das Bittere, immer das Große im Blick – Kae Tempest auf dem vierten Album wie immer alles zugleich und im Zentrum »Salt Coast«, über den Ursprung, den Geschmack der Gischt.

Horsegirl – Versions of Modern Performance 

Immer die Neunziger, immer dieses Schlagzeug (scheppernd), die Gitarren (schlurfend), die Melodien (Pixies, Breeders, Bikini Kills). Zeitreise.

Die Nerven – Die Nerven

Immer diese Wut, immer das Dagegenangehen und dabei Für-Etwas-Sein, immer auf das Verlorengehen, von Europa diesmal, einer Epoche, ein Abgesang mal wieder, im Großen 2022.

AmpersAnd – AmpersAnd

Noch unveröffentlicht, aber hier die frequenzgenaue Produktion, das Jagende, die Stimme, das Experiment, gegossen in Harmonie. Ein Album für 2023.

Nilüfer Yanya – Painless

Immer auch Pop und keine Ahnung, ob es noch Pop sein kann, wenn es nicht eine Million TikTok-Videos untermalt, egal, so klingen die Melodien.

Fjørt – Nichts

Einmal auch die Gitarren und das Schreien, gern verständlich.

The Smile – A Light for Attracting Attention

Fast schon zu offensichtlich, dieser Radiohead-Ausbruch. Aber genau deshalb hier.

Gern gehört:

Sophia Blenda – Die neue Heiterkeit

Porridge Radio – Waterslide, Diving Board, Ladder to the Sky

Soccer Mommy – Sometimes, Forever 

Dillon – 6abotage

Heather Nova – Other Shores

Blood Red Shoes – Ghosts on Tape

Muff Potter – Bei aller Liebe

Widowspeak – The Jacket

Trail of Dead – XI: Bleed Here Now

Björk – Fossora

Als Playlist auf Spotify

Die Listen der letzten Jahre

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